artists & participants

Chanéac Josef AlbersCarl AndreAlexander ArchipenkoHans ArpReinhold BegasRudolf BellingJoseph BeuysMax BillAndre BlocUmberto BoccioniFrancesco BorrominiCaroline BosMario BottaEtienne-Louis BoulleeConstantin BrancusiGeorges BraquePaul CézanneJean-Louis ChaneacEduardo Chillida Christo ConstantTony CraggSalvador DalíGiorgio De ChiricoWalter De MariaGaucher de ReimsBernard de SoisonsRobert DelaunayThomas Demand Diener & DienerTheo van DoesburgGünther DomenigWolfgang DöringJean DubuffetRaymond Duchamp-VillonJean D´OrbaisGustave EiffelMax ErnstHermann FinsterlinNorman FosterYona FriedmanNaum GaboAntoni GaudiFrank O. GehryAlberto GiacomettiFriedrich GillyDan GrahamGeorge GroszPhilipp HackertZaha HadidPascal Häusermann Herzog & de MeuronJosef HoffmannSteven HollHans HolleinEilfried Huth IktinosArata IsozakiWalter JonasDonald JuddLouis I. KahnZoltan KemenyAnselm KieferFriedrich KieslerPer KirkebyPaul KleePeter Kogler Le CorbusierJean Le LoupSol Le WittFernand LégerWilhelm LehmbruckBernhard LeitnerJacques LipchitzEl LissitzkyAdolf LoosGreg LynnGreg Lynn FormWladislaw M. StrzeminskiRené MagritteAristide MaillolKasimir MalewitschHenri MatisseGordon Matta-ClarkErich MendelsohnGerhard MerzLudwig Mies van der RohePiet MondrianHenry MooreBruce NaumanJean NouvelHermann ObristAntoine PevsnerRenzo PianoPablo PicassoHans PoelzigJackson PollockGerrit RietveldAuguste RodinKonstantin S. MelnikowOskar SchlemmerWladimir G. SchuchowThomas SchütteGwathmey SiegelRudolf SteinerFrank StellaThomas StruthWladimir TatlinBruno Taut UN StudioSimon UngersOswald Mathias UngersBen van BerkelHendrik van Cleve IiiCornelis van EesterenGeorges VantongerlooJeff WallLudwig WittgensteinFritz WotrubaFrank Lloyd WrightMinoru Yamasaki AssociatesPeter Zumthor 

curator

press release only in german

»Wirkliche Architektur ist Skulptur.« Constantin Brancusi

Das Wechselspiel zwischen Skulptur und Architektur gehört zu den aufregendsten künstle-rischen Phänomenen des 20. Jahrhunderts. Seit ihrer Geburt im 19. Jahrhundert bezog die moderne Plastik wesentliche Impulse aus der Architekturgeschichte, so etwa Aristide Maillol aus der Klassik und der Konstruktivismus aus der Gotik. In der Installationskunst der 70er Jahre verwandelte sich die Skulptur sogar in begehbare Architektur (Dan Graham), die die Körper-wahrnehmung des Betrachters völlig verändert. Umgekehrt begannen Architekten in den 20er Jahren ihre Bauten plastisch zu modellieren (Goetheanum). Die aktuelle Baukunst entfaltet sich mit so ausgesprochen skulpturalen Qualitäten, dass die Gegenwartsarchitektur manchmal als Fortsetzung der Geschichte der Plastik erscheint (Frank O. Gehry).

ArchiSkulptur geht diesen Spannungsmomenten in prägnanten Rauminszenierungen nach. Originalskulpturen herausragender Bildhauer werden Modellen von Bauwerken der Welt-architektur gegenübergestellt. Das eindrücklich körperhafte Modell des in London soeben eingeweihten Wolkenkratzers »Swiss Re« von Norman Foster gesellt sich zur Marmorskulptur »L’Oiseau« von Constantin Brancusi. Skulpturen von Henry Moore nehmen Aufstellung neben dem Holzmodell von Le Corbusiers Wallfahrtskirche in Ronchamp (1950-1954). Ausgesuchte Gemälde und Grossfotografien ergänzen den Dialog. Gezeigt werden 180 Objekte von 60 Künstlern und 50 Architekten, darunter Gustave Eiffel, Frank Lloyd Wright, Louis I. Kahn, Pablo Picasso, Eduardo Chillida, Jeff Wall und Thomas Schütte. Den Höhepunkt bilden speziell für die Ausstellung konzipierte Installationen von Jean Nouvel und Gerhard Merz sowie Arbeiten von Greg Lynn, dem führenden Vertreter der jungen, computeranimierten Blob-Architektur. Herzog & de Meuron haben eigens für die Ausstellung eine 9 Meter hohe, besteigbare Archiskulptur geschaffen, die im Museumspark errichtet wird.

Die von Markus Brüderlin (Ornament und Abstraktion, 2001) konzipierte Ausstellung liefert auch historische Kriterien für die intensive Debatte, die zur Zeit allerorts über die neue Architektur geführt wird. Umgekehrt bietet die geschichtliche Herleitung, die im 18. Jahrhundert bei der französischen Revolutionsarchitektur (Etienne-Louis Boullée) einsetzt, einen neuen Blick auf die Entwicklung der modernen Skulptur unter dem Vorzeichen des Architektonischen.

Der Katalog erscheint in deutscher und englischer Sprache bei Hatje Cantz, Ostfildern. Er enthält Beiträge von namhaften Autoren, darunter Friedrich Teja Bach, Markus Brüderlin, Werner Hofmann, Philip Ursprung und Viola Weigel. Es handelt sich um die erste Publikation, die Architektur und Skulptur in einem ausführlichen Abbildungsteil einander gegenüberstellt. 224 Seiten mit 370 Abbildungen, davon 220 farbig

Pressetext