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Das Werk des 1937 geborenen und in Los Angeles lebenden Künstlers Ed Ruscha ist bis heute nicht in seiner ganzen Bedeutung erfasst worden. Dies gilt vor allem für sein fotografisches Werk, das, obwohl es legendär ist und einen grossen Einfluss auf die junge Künstlergeneration hat, kaum bekannt ist. Dabei steht es für den Aufbruch der Fotografie der 1960er Jahre, der die Grenzen zwischen Kunst und Fotografie umfassend revidierte. Inspiriert durch die amerikanische Fotografie der 1940er und 1950er Jahre sowie durch Eugène Atgets Aufnahmen von Paris, begann Ed Ruscha sehr bald das Medium konzeptuell zu fassen und in diesem Sinne seine künstlerische Arbeit mit Fotografie weiterzuentwickeln. Der Schwerpunkt der Ausstellung liegt daher auf den frühen Fotografien des Künstlers um 1960, die er in Europa und Amerika machte, und seiner fotografischen Arbeit der 1970er Jahre, die unter anderem in berühmte Künstlerbücher wie dem „Every Building on the Sunset Strip“ mündete. Wichtigster Leihgeber ist neben dem Whitney Museum of American Art der Künstler selbst, der aus seiner Sammlung Fotografien zur Verfügung stellt, die in der Ausstellung erstmals gezeigt werden. Die Ausstellung wurde vom Whitney Museum of American Art organisiert und von der Kuratorin Margit Rowell zusammengestellt. Nach Paris und Zürich ist Köln die letzte europäische Station der Ausstellung, die in Kooperation mit der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur, Köln durchgeführt wird.

Zeitgleich zur Ausstellung im Museum Ludwig zeigt die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur die Reihe „Picturing Ed“ von Jerry McMillan, der den Künstler über viele Jahre hinweg in privaten Momenten, aber auch in Arbeits- und Ateliersituationen porträtiert hat. Die Kabinettausstellung umfasst circa 40 Exponate und wird im Entree des Hauses in Raum 4 der Photographischen Sammlung präsentiert.

Anlässlich der Ausstellung veranstaltet das Museum Ludwig am 3. September ein Tagessymposium zu Ed Ruscha im Kontext der Fotografie in der Kunst um 1965. Das Symposium wird unterstützt durch die Freunde des WRM/ ML sowie durch das US Generalkonsulat / Amerika Haus Köln.

Parallel zur Ausstellung präsentiert die KunstFilmBiennale das Filmprogramm „Carte Blanche für Ed Ruscha“ im Rahmen des Filmforum NRW im Museum Ludwig; Start ist am 2. September. Die KunstFilmBiennale ist eine Veranstaltung der SK Stiftung Kultur der Sparkasse KölnBonn und der Stadt Köln in Kooperation mit der Imhoff Stiftung und der Kunststiftung NRW.

Am 2. September verleiht die Deutsche Gesellschaft für Photographie (DGPh) ihren Kulturpreis an Ed Ruscha. Die Laudatio hält Dr. Stefan Gronert vom Kunstmuseum Bonn. Der Kulturpreis, der seit 1959 vergeben wird „zeichnet bedeutende Leistungen aus, die mit Hilfe der Photographie erzielt wurden, insbesondere auf künstlerischem, humanitärem, caritativem, sozialem, technischem, erzieherischem oder wissenschaftlichem Gebiet".

Pressetext

Ed Ruscha. Photographer