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Eröffnung: 13.11.2008, 19.00

Der kanadische Künstler Marcel Dzama (*1974 in Winnipeg) lebt seit 1996 in New York. Bekannt geworden ist er mit seinen märchenhaften und komischen, bisweilen auch grausamen Tuschezeichnungen, in denen die Bilderbögen des 19. Jahrhunderts wieder aufzuleben scheinen. Maskierte und Bewaffnete, Tanzende und Fechtende, Liebende und Quälende zeigen eine ebenso anmutig wie erschreckend choreografierte Welt. Marcel Dzama ist auch Sänger seiner Band Albatross Note, für die er – ebenso wie für befreundete Musiker (Beck, The Weakerthans) – Albumcover entwirft.

Im Mittelpunkt der Ausstellung in der Pinakothek der Moderne stehen drei Dioramen des Künstlers. Geheimnisvoll beleuchtete Schaukästen verwandeln die gezeichneten Phantasien in plastische Szenarien. Entstammen sie einer fernen Vergangenheit oder versuchen sie den Blick in die Zukunft? Ganz sicher gehen die Darstellungen nicht auf wirkliche Begebenheiten zurück, frei erfunden müssen sie aber dennoch nicht sein. So lassen sich viele der fabelhaften Situationen als Metaphern für unsere heutige, sehr reale Welt verstehen.

Anlass für die Ausstellung ist Marcel Dzamas Beitrag für das Magazin der Süddeutschen Zeitung, das in der 46. Woche jedes Jahres komplett von einem internationalen zeitgenössischen Künstler gestaltet wird. Die »Edition 46« wurde 1990 ins Leben gerufen. Seither haben sie Künstler wie Jenny Holzer, Jeff Koons oder Matthew Barney geprägt.

Marcel Dzamas »Edition 46« erscheint am 14. November 2008 in der Süddeutschen Zeitung und ist während der Ausstellung in der Pinakothek der Moderne erhältlich.

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Edition 46 / Ausstellung
Marcel Dzama
In Kooperation mit dem Süddeutsche Zeitung Magazin