press release only in german

Erst vor kurzem erwähnte Mac Adams’ in einem Text die Wette, die der amerikanische SchriftstelleErst vor kurzem erwähnte Mac Adams’ in einem Text die Wette, die der amerikanische Schriftsteller Ernest Hemingway mit einigen Kollegen eingegangen war, als es darum ging, eine Geschichte mit lediglich sechs Worten zu erzählen. Hemingway schrieb: „Zu verkaufen. Kinderschuhe. Nie getragen.” - und gewann. Mac Adams gesamtes Werk scheint auf der Linie dieser Wette zu liegen.

Mac Adams’ Fotografien und Installationen weisen eine ähnlich knappe Erzählweise auf wie die Hemingways, sie loten die narrativen Möglichkeiten aus, die sich aus dem Zusammenfügen von nur wenigen Fotos oder Gegenständen ergeben: „Wie kann man eine Geschichte erzählen, ohne mehr als zwei oder drei Bilder zu verwenden, oder eine Situation mit so wenig Gegenständen wie möglich?” so die Überlegung des Künstlers.

Die Komplexität der Beziehungen zwischen den einzelnen Elementen der Erzählung, also zwischen den Personen, Tatsachen, Orten, Dingen..., macht im Krimi mehr als in jedem anderen Erzählstoff den Wesenskern der Geschichte aus. Aus diesem Grund hat sich Mac Adams vom Beginn seiner Karriere an, seit seinen ersten Fotos, diesem Genre als bevorzugtem Thema zugewandt. Seine Arbeiten, die häufig aus zwei oder drei Bildern bestehen, geben uns einzelne erzählerische Details, die, immer außerhalb der Haupthandlung, im Bereich zwischen den Bildern, im Ungesagten oder jenseits des Bildausschnittes stattfinden. Mac Adams beschreibt diese Methode als „erzählerische Leerstelle”. Im Bild verknüpfen sich die Indizien, der Betrachter kann sie wie bei einer kriminalistischen Untersuchung analysieren, während die Mechanismen und das Ausmaß der Intrige ans Licht zu kommen scheint und gleichzeitig eine offene Lesart möglich bleibt.

Wenn er auch hauptsächlich für seine Fotografien bekannt ist, so realisiert Mac Adams bereits seit dem Beginn seiner künstlerischen Laufbahn auch Installationen, in denen die Fotografie jedoch stets eine zentrale Rolle spielt. Die Ausstellung im Mudam legt einen Schwerpunkt auf diesen Bereich seines Werkes, indem sie, parallel zu einer Auswahl von Fotos aus den 1970er Jahre bis heute, drei Installationen präsentiert. Zwei fiktionale Environments mit dem Titel Passenger und

The Bathroom, die beide wie Tatorte von Verbrechen wirken, sind tatsächlich Neuinszenierungen von bereits 1978 erstmals realisierten Installationen. Eine dritte, die Mac Adams eigens für den Pavillon des Museums erdacht hat, besteht aus einer Reihe von Bildern, die, auf Tischen ausgebreitet, Archivbilder und Aufnahmen des Künstlers miteinander verbinden. r Ernest Hemingway mit einigen Kollegen eingegangen war, als es darum ging, eine Geschichte mit lediglich sechs Worten zu erzählen. Hemingway schrieb: „Zu verkaufen. Kinderschuhe. Nie getragen.” - und gewann. Mac Adams gesamtes Werk scheint auf der Linie dieser Wette zu liegen.

Mac Adams’ Fotografien und Installationen weisen eine ähnlich knappe Erzählweise auf wie die Hemingways, sie loten die narrativen Möglichkeiten aus, die sich aus dem Zusammenfügen von nur wenigen Fotos oder Gegenständen ergeben: „Wie kann man eine Geschichte erzählen, ohne mehr als zwei oder drei Bilder zu verwenden, oder eine Situation mit so wenig Gegenständen wie möglich?” so die Überlegung des Künstlers.

Die Komplexität der Beziehungen zwischen den einzelnen Elementen der Erzählung, also zwischen den Personen, Tatsachen, Orten, Dingen..., macht im Krimi mehr als in jedem anderen Erzählstoff den Wesenskern der Geschichte aus. Aus diesem Grund hat sich Mac Adams vom Beginn seiner Karriere an, seit seinen ersten Fotos, diesem Genre als bevorzugtem Thema zugewandt. Seine Arbeiten, die häufig aus zwei oder drei Bildern bestehen, geben uns einzelne erzählerische Details, die, immer außerhalb der Haupthandlung, im Bereich zwischen den Bildern, im Ungesagten oder jenseits des Bildausschnittes stattfinden. Mac Adams beschreibt diese Methode als „erzählerische Leerstelle”. Im Bild verknüpfen sich die Indizien, der Betrachter kann sie wie bei einer kriminalistischen Untersuchung analysieren, während die Mechanismen und das Ausmaß der Intrige ans Licht zu kommen scheint und gleichzeitig eine offene Lesart möglich bleibt.

Wenn er auch hauptsächlich für seine Fotografien bekannt ist, so realisiert Mac Adams bereits seit dem Beginn seiner künstlerischen Laufbahn auch Installationen, in denen die Fotografie jedoch stets eine zentrale Rolle spielt. Die Ausstellung im Mudam legt einen Schwerpunkt auf diesen Bereich seines Werkes, indem sie, parallel zu einer Auswahl von Fotos aus den 1970er Jahre bis heute, drei Installationen präsentiert. Zwei fiktionale Environments mit dem Titel Passenger und

The Bathroom, die beide wie Tatorte von Verbrechen wirken, sind tatsächlich Neuinszenierungen von bereits 1978 erstmals realisierten Installationen. Eine dritte, die Mac Adams eigens für den Pavillon des Museums erdacht hat, besteht aus einer Reihe von Bildern, die, auf Tischen ausgebreitet, Archivbilder und Aufnahmen des Künstlers miteinander verbinden.

Mac Adams
Kurator: Christophe Gallois