Kulturforum Berlin / Gemäldegalerie

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Micro Era. Medienkunst aus China
5. September 2019 – 26. Januar 2020

Eine Sonderausstellung der Nationalgalerie – Staatliche Museen zu Berlin und der Gesellschaft für Deutsch-Chinesischen kulturellen Austausch e.V. (GeKA e.V.) anlässlich des Jubiläums der Städtepartnerschaft Berlin-Peking, gefördert von der Lotto Stiftung Berlin

Eröffnung: Mittwoch, 4. September 2019, 19 Uhr

2019 feiert die Städtepartnerschaft von Peking und Berlin ihr 25. Jubiläum. Initiiert von der GeKA e.V. in enger Zusammenarbeit mit der Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin realisiert ein chinesisch-deutsches Kuratorinnen-Team im Kulturforum ein Ausstellungsprojekt mit Medienkunstwerken von vier in China lebenden Künstlerinnen. Bereits 2001 wurden Positionen der Gegenwartskunst aus China mit der Ausstellung „living in time” im Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin gezeigt. Die schon dort teilnehmenden Künstlerinnen Cao Fei (1978) und Zhang Peili (1957) treten nun in „Micro Era“ in einen Dialog mit Fang Di (1987) und Lu Yang (*1984).

Von Dokumentarfilmbildern über die Auseinandersetzung mit klassischer Filmsprache bis zur Ästhetik des japanischen Anime konzentrieren sich die Kunstwerke der Ausstellung auf das Verhältnis zwischen Geist, Körper und Technologie in Installationen und Ein-Kanal-Videos, die von den 1990er-Jahren bis in die Gegenwart reichen. Im Euro-Amerikanischen Kontext wird Videokunst historisch oft als demokratisierende Kunstform betrachtet. Denn durch die schnell zugängliche Technik ermöglichen Videos eine rasante Verbreitung von Informationen sowie globalen Ereignissen. Die beteiligten Künstler*innen Cao Fei, Fang Di, Lu Yang und Zhang Peili hinterfragen die verführerische These dieser Demokratisierung, indem sie in ihrer Bildsprache ebenso die Massenproduktion von Waren reflektieren, wie die Art und Weise wie Bilder produziert und konsumiert werden oder wie wir unsere Welt durch bildgebende Technologien verstehen.

Zur Ausstellung erscheint eine Publikation im Kerber Verlag.