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Mit der Wanderausstellung ‚Zusammenspiel‘ setzt die Deutsche Gesellschaft für christliche Kunst (DG) einen weiteren Akzent im Jahr ihres 125-jährigen Jubiläums. In Kooperation mit dem Verein Ausstellungshaus für christliche Kunst (VAH) wird in der Ausstellung Fragestellungen nachgegangen, die sich in dem weiten und hochaktuellen Feld der ‚Kunst im sakralen Raum‘ ergeben. Dabei bündeln beide Vereine ihre vielfältigen Initiativen der letzten Jahre.
Die Überblicksausstellung widmet sich den Werken, die nach dem Jahr 2000 im katholischen und evangelischen Raum entstanden sind. Es wird veranschaulicht, dass der Kirche als Bewahrerin und Förderin des kulturellen und künstlerischen Erbes auch heute eine wichtige Rolle zukommt. Als Auftraggeberin regt sie nach wie vor kulturelle Leistungen im öffentlichen Raum an und eröffnet den in unserer Gesellschaft notwendigen Diskurs zwischen Glauben und Wissenschaft.
Die Ausstellung zeigt anhand konkreter Realisierungen, wie vielfältig und für den Auftraggeber gewinnbringend der Einsatz von Künstlerinnen und Künstlern im Bereich der Kirche ist. Die Allianz von Kunst und Kirche beruht auf Gegenseitigkeit: So bezeichnet Gerhard Richter seine Auftragsarbeit für den Kölner Dom als „Fenster für die Ewigkeit“. Die Wahrnehmung von Kunst im sakralen Raum ist geprägt von einer emotionalen und geistigen Auseinandersetzung sowie ihrer Wertschätzung jenseits des Marktes.
Ausgangspunkt der Recherchen für die Ausstellung und die begleitende Publikation waren die eingegangenen Rückmeldungen auf eine Umfrage, die 2017 unter sämtlichen Verantwortlichen der evangelischen Landeskirchen, der katholischen (Erz-)Bistümer sowie der auf diesem Gebiet tätigen Institutionen durchgeführt wurde. Die Fülle der möglichen Projektvorschläge wurde von einem Beirat diskutiert und komplettiert. Die Ausstellung kann nur einen Teil der im Katalog erwähnten Projekte zeigen, was bedeutet, dass die Auswahl zur Diskussion einlädt.
Das 20. Jahrhundert war im Beziehungsgeflecht von Kirchenraum, Kunst und Liturgie reich an Konflikten aber auch an Innovationen, die bis heute nachwirken. Einzelne Gemeinden beschäftigen sich immer wieder intensiv mit der Frage nach einer zeitgemäßen, liturgisch und künstlerisch angemessenen Gestalt des Kirchenraums. Zeitgleich nehmen weite Teile der Gesellschaft Anteil an einer Neubelebung sakraler Räume, vielleicht auch als Folge des zunehmenden Verlustes an Kirchengebäuden. So wirkte die Einweihung der Leipziger Propsteikirche 2015 weit über deren Nutzerkreis hinaus. Ähnliches gilt für die radikal neu gestaltete Kirche St. Moritz in Augsburg oder den puristisch restaurierten Hildesheimer Dom. Interessant ist die Betrachtung des Beziehungsdreiecks Raum – Kunst – Liturgie unter dem ökumenischen Aspekt. Eines der jüngeren großen ökumenischen Kirchenzentren ist Maria Magdalena in Freiburg-Rieselfeld. Die großen Schiebewände im Innern des Gebäudes ermöglichen, dass sich die beiden konfessionellen Kirchenräume zum gemeinsamen Forum mit Taufbrunnen öffnen lassen. Besonders die Gebetsräume in öffentlichen Einrichtungen weisen eine enorme ökumenische Schnittmenge auf und zeigen darüber hinaus auch eine große interreligiöse Offenheit. Sakrale Räume entwickeln sich inzwischen auch an eher unbekannten Orten und stellen eine Herausforderung dar, für die Kunstschaffenden und Gottesdienstfeiernden gleichermaßen.

Künstler:
Gerhard Richter, James Turrell, David Schnell, Lutzenberger + Lutzenberger u.a.

Begleitend zur Wanderausstellung erscheint ein Katalog im Verlag Schnell + Steiner. Ausstellung in der Galerie der DG

Deutsche Gesellschaft für christliche Kunst e.V. Finkenstraße 4 80333 München Tel. +49 89 282548 info@dg-galerie.de www.dg-galerie.de

PROGRAMM

Eröffnung
Donnerstag, 22. November 2018, 18 bis 21 Uhr

Finissage
Samstag, 9. Februar 2019, 11 bis 15 Uhr

Weitere Stationen der Wanderausstellung ‚Zusammenspiel‘:

Rottenburg: 1.3. bis 29.3.2019
Foyer des Bischöflichen Ordinariats Rottenburg Eugen-Bolz-Platz 1, Zugang über die Obere Gasse, 72108 Rottenburg a. N., Tel. +49 7472 169243

Stuttgart: 5.4. bis 28.4.2019
Pfarrkirche St. Maria, Katholische Kirchengemeinde St Maria Paulinenstraße 18, 70178 Stuttgart, Tel.: +49 711 602152

Bad Windsheim: 6.7. bis 11.8.2019
Museum Kirche in Franken, im Fränkischen Freilandmuseum des Bezirk Mittelfranken Eisweiherweg 1, 91438 Bad Windsheim, Tel.: +49 9841 66 80 26

Duisburg: 2.9. bis 13.10.2019
Kulturkirche Liebfrauen Duisburg Stiftung Brennender Dornbusch König-Heinrich-Platz 3, 47051 Duisburg, Tel. +49 171 7086442

Köln: 30.10. bis 21.11.2019
Maternushaus Kardinal-Frings-Str. 1-3 50668 Köln, Tel. +49 221 92584757

Münster: 19.1. bis 15.3.2020
Katholisch-Soziale Akademie Franz Hitze Haus Kardinal-von-Galen-Ring 50
, 48149 Münster, Tel. +49 251 98180

Ludwigshafen: 7.5. bis 7.6.2020
Friedenskirche- Kulturkirche Ludwigshafen Leuschnerstr. 56, 67063 Ludwigshafen am Rhein, Tel. +49 621 695435

Goslar: Ende Oktober 2020 bis Januar 2021
St. Jakobushaus Reußstraße 4 38640 Goslar, Tel. +49 5321 34260