daily recommended exhibitions

posted 28. Jun 2017

Abstract Hungary

24. Jun 201707. Sep 2017
opening: 23. Jun 2017 18:00
Abstract Hungary 24 06 2017 — 07 09 2017 Eröffnung: 23.06.2017, 18:00 CMRK Graz: Gratis Shuttle Service zur Eröffnung Imre Bak, Sári Ember, János Fajó, Andreas Fogarasi, Péter Tamás Halász, György Jovánovics, Tamás Kaszás, Zsófia Keresztes, Ilona Keserü Ilona, Adrian Kiss, Ádám Kokesch, Tamás Komoróczky, László Lakner, Little Warsaw, Mira Dalma Makai, Dóra Maurer, István Nádler, Márton Nemes, Péter Puklus, Klára Rudas, Gergő Szinyova, Zsolt Tibor, Ádám Ulbert, Júlia Vécsei Kuratoren: Sandro Droschl, Áron Fenyvesi Mit „Abstract Hungary“ präsentiert das Künstlerhaus, Halle für Kunst & Medien (KM– Graz) 24 ungarische Künstlerinnen und Künstler aus unterschiedlichen Generationen, die sich in ihrer künstlerischen Praxis aktuellen Abstraktionsverfahren widmen. Die Ausstellung steht für eine weiter gefasste narrative Blaupause zu dem viel diskutierten Begriff der Abstraktion und zeigt etablierte als auch aufstrebende Positionen, von denen einige erstmalig in Österreich ausstellen. Auf zwei Ebenen des Hauses und in einer „Zeichenarbeit“ im Außenraum treten Werke der jüngeren und mittleren Generationen in einen Dialog mit Pionieren der 1960er-Jahre, deren Oeuvre nach wie vor relevant für die heutige Kunstproduktion ist. Durch international bekannte Schlüsselfiguren wie László Moholy-Nagy, Victor Vasarely, Simon Hantaï oder Lajos Kassák lässt sich die Kunst in Ungarn auch als eine lange und komplexe Geschichte der Abstraktion begreifen, die sich kontinuierlich über das 20. und den Anfang des 21. Jahrhunderts entwickelt hat. Dabei galt Abstraktion für lange Zeit als eine künstlerische Praxis, die von offizieller Seite keine besondere Anerkennung fand. Die zeitgenössische Abstraktion ist inspiriert von einem kritischen Zugang zu der vermeintlichen Universalität einer visuellen Sprache, die unter anderem auch als universelle Kunst ohne die Belastung des lokalen Kontexts wahrge- nommen werden kann. Dabei strebt die aktuelle ungarische Abstraktion nach einer zeitlosen und fortwährenden Perspektive auf Kunst, die ihren Ursprung im Wissen über deren lange Geschichte findet. Die lebhaften, eher instinktiven Arbeiten der jungen Generation entfernen sich teilweise von einem minimalistischen Zugang und öffnen sich mitunter einer Trash-Ästhetik an der Grenze zur Figuralität. Insgesamt ist eine reflektierte Haltung gegenüber der aktuellen internationalen Aufmerksamkeitswelle für Abstraktion zu erkennen. In der Ausstellung spielt der Begriff „Abstraktion” eine übergeordnete Rolle, im Sinne einer aufgeschlossenen und produktiven Haltung, die einen vordergründig praktizierten Formalismus übersteigt. Der Begriff umfasst auch eine kunstgeschichtliche, diskursive Dimension, die den Faktor Zeit sowohl kritisch beleuchtet als auch als das bindende Element der teilnehmenden Künstler/innen begreift. In einer Zeit mit ambivalenten politischen, sozialen, ökonomischen und technologischen Lebenswelten deutet Abstraktion über das Lokale hinaus. Der Ansatz spielt mit der Vorstellung einer eigenständigen internationalen Sprache und unterstreicht dessen verbindende Stärke jenseits von Sprachgrenzen. Insofern ist die Ausstellung auch keine repräsentative Ländershow, vielmehr nimmt sie das gegenwärtige komplexe und unübersichtliche lokale wie internationale Umfeld als Ausgangspunkt, um im Sinne von Bestandsaufnahmen, Vorschlägen und Entwürfen, eben von „Abstracts” – durchaus mit Zukunftspotential – aktualisierte und lebendig gehaltene Traditionen einer den klassischen Nationenbegriff überwindende Haltung gegenüberzustellen. Der Ausstellungstitel könnte hier jenseits des konkreten Interesses gegenüber der ungarischen Kunstszene auch als ein austauschbarer „abstrakter” Begriff im Sinne einer produktiven Leerstelle für gegenwärtige internationale Entwicklungen in Kunst und Gesellschaft gelesen werden. Schließlich sei damit auch der kunsthistorisch überfrachtete Begriff der „Abstraktion” in Frage gestellt und allenfalls als wirkmächtiges strukturelles Moment einer hier angedeuteten Argumentationskette wiederum produktiv gemacht. Die Themenausstellung betont die unterschiedlichen Zugänge und Verständnisse zur Abstraktion: von instinktiven, konzeptuellen bis zu referentiellen Ideen und Perspektiven. Ohne das Ziel eine Übersicht mit Hilfe einer lexikalischen, chronologischen oder taxonomischen Methode zu kreieren, zeigt die Ausstellung die Komplexität von Abstraktion, die sich über radikal geometrische Bezüge der 1960er Jahre zu der bis heute sich durchziehenden, trotz aller Brüche und Varianten kohärenten Entwicklung streckt. Das Künstlerhaus hat zahlreiche Künstler/innen eingeladen, die das Erbe des stillen Modernismus der Abstraktion tragen – der Neo-Avantgarde, die sich Ende der 1960er Jahre etablierte. Die Künstler/innen dieser Generation wie Imre Bak, János Fajó, György Jovánovics, Ilona Keserü Ilona und Dóra Maurer, die kürzlich zunehmend Aufmerksamkeit erhalten haben, werden Arbeiten der letzten Jahre im Künstlerhaus präsentieren. Andere wichtige Positionen in der Ausstellung sind die Vertreter des Neuen Konzeptualismus, einer Bewegung der 1990er Jahre, wie Andreas Fogarasi, Ádám Kokesch, Tamás Komóroczky und das Künstlerkollektiv Little Warsaw. Die jüngste Generation der ungarischen Künstler/innen, geboren in den 1980er und 1990er Jahren, wie Sári Ember, Zsófia Kersztes, Klára Rudas und Gergő Szinyova, sind Teil des lokalen Dialogs und werfen ein neues Licht auf die aktuellen Tendenzen in der Abstraktion – sicherlich beeinflusst von der konzeptuellen Einbeziehung des globalen Diskurses. Die Ausstellung „Abstract Hungary” berücksichtigt Malerei und Skulptur, aber auch Installationen, die Keramik, Photographie und Video integrieren. Als skulpturale und performative Intervention im öffentlichen Raum wird das Werk „Stage Monument” (2017) von Tamás Kászas – eine Referenz zu historischen Konzepten von Lajos Kassák – realisiert. Die Installation fungiert sowohl als Ort für Performances und Workshops als auch als Treffpunkt für Passant/innen des Stadtparks, die diesen öffentlichen Raum als ihre Bühne individuell nutzen können. Die Ausstellung wird von einer Publikation und einem Rahmenprogramm begleitet. 29.06.2017, 18 Uhr Ludwig Múzeum – Museum of Contemporary Art 1095 Budapest, Komor Marcell u. 1. www.ludwigmuseum.hu Gesprächsrunde mit Sári Ember, Dóra Maurer, István Nádler, Márton Nemes, Gergő Szinyova; Gabor Rieder (Moderation) Einleitung: Sandro Droschl, Áron Fenyvesi 06.07.2017, 18 Uhr Künstlerhaus, Halle für Kunst & Medien (KM– Graz) Performance auf skulpturaler Bühne im Außenbereich „Stage Monument“ Tamás Kaszás Weitere Termine des Rahmen- und Vermittlungsprogramms siehe www.km-k.at. Real Hungary – Der Esterházy Kunstpreis Eröffnung: 27.06.2017, 18 Uhr Collegium Hungaricum Wien, Hollandstraße 4, 1020 Wien Parallel zur Ausstellung „Abstract Hungary” zeigt das Collegium Hungaricum Wien die Ausstellung „Real Hungary”. Anhand aktueller Werke von Esterházy-Preisträger/innen der Jahre 2009–2015 dokumentiert sie die Tendenzen der ungarischen Realismus-Tradition in Referenz auf ausgewählte künstlerische Dialogpartner.
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posted 27. Jun 2017

PRODUKTION. made in germany drei

03. Jun 201703. Sep 2017
opening: 02. Jun 2017
Made in Germany Drei 3.6.–3.9.2017 Kestner Gesellschaft Kunstverein Hannover Sprengel Museum Pressemitteilung Hannover, 1. Juni 2017 Produktion. Made in Germany Drei Am 2. Juni 2017 eröffnet die dritte Ausgabe von Made in Germany, die erneut als Kooperation von der Kestner Gesellschaft, dem Kunstverein Hannover und dem Sprengel Museum Hannover ausgerichtet wird. Zehn Jahre nach der Erstausgabe hat das institutionsübergreifende Ausstellungsprojekt erstmalig einen thematischen Fokus. Im Zentrum steht der Begriff der Produktion. Die zeitgenössische Kunstproduktion ist zwar von globaler Vernetzung und Mobilität gekennzeichnet, dennoch bedarf es weiterhin einer Infrastruktur, gemeint sind damit gleichermaßen Ausbildungs-, Ausstellungs- und Produktionsorte, die den Kunst- und Kulturstandort Deutschland ausmachen. In den vergangenen Jahren konnte in der Kunst eine verstärkte Selbstbefragung der künstlerischen Herangehensweisen beobachtet werden – auch im Hinblick auf die spezifischen Bedingungen der Kunstproduktion in Deutschland. Das Produzieren wird von Künstlerinnen und Künstlern insbesondere im kollektiven Arbeiten, prozessualen Vorgehen und in zeitbasierten Formaten sowie in der Auseinandersetzung mit Herstellungsprozessen und Präsentationsorten thematisiert. Die Auswahl der 41 künstlerischen Positionen in der Ausstellung steht stellvertretend für diese aktuellen Tendenzen, neue Werke sind dafür spezifisch vor Ort entstanden. Netzwerk – Kollektiv Das künstlerische Arbeiten in Netzwerken und Kollektiven spiegelt die Erfahrung einer omnipräsenten Vernetzung wider, die heutzutage auf allen existenziellen Ebenen zu erleben ist. Künstlerinnen und Künstler entwickeln Offspaces, Bars, Plattformen und Veranstaltungsformate, in denen sie sich temporär verbinden. Darüber hinaus hat die digitale Kommunikation die Vernetzung und Vervielfältigung der produzierten Inhalte und Bilder beschleunigt. Das Netzwerk als strukturelles Prinzip spielt als Form des Austauschs zwischen Künstlerinnen und Künstlern sowie innerhalb des Produktionsprozesses zahlreicher Werke eine entscheidende Rolle. Mit BPA. Berlin Program for Artists, Calla Henkel & Max Pitegoff, IMPURE FICTION, lonelyfingers, DAS NUMEN und Studio for Propositional Cinema sind verschiedene Modelle von im Kollektiv oder temporären Verbund arbeitenden Künstlerinnen und Künstler eingeladen, die Produktion als kontinuierliche Verhandlung von Bedeutungen und Inhalten auffassen. Die vernetzten Produktions-mechanismen und -prozesse werden zudem explizit in den Werken von Kasia Fudakowski, Oliver Laric, Amy Lien & Enzo Camacho verhandelt. Zeit – Prozess Dem Faktor Zeit als performativem Aspekt und als Konzentration auf den Moment kommt in der zeitgenössischen Kunstproduktion eine Schlüsselrolle zu. Performance-Formate erhalten in diesem Zusammenhang auf zwei Ebenen besondere Bedeutung: Die erste Ebene betrifft die notwendigerweise physische Präsenz von Publikum und Kunstschaffenden, die in einer zusehends digitalen Lebenswelt an Bedeutung gewinnt. Die zweite Ebene umfasst die temporäre Form an sich, die das Kunstwerk als endliche und ephemere Form der Kunstproduktion definiert. Mehrere der beteiligten Künstlerinnen und Künstler treten in unterschiedlichen Performance-Formaten auf, so etwa Kasia Fudakowski, IMPURE FICTION, Veit Laurent Kurz, Yorgos Sapountzis, Studio for Propositional Cinema oder Nile Koetting im Rahmen von BPA. Die Einbindung der Kooperationspartner Festival Theaterformen, KunstFestSpiele Herrenhausen und Schauspiel Hannover, die mit jeweils eigenen Projekten an Produktion. Made in Germany Drei mitwirken, reflektiert diese Schlüsselrolle von performativen Projekten in besonderer Weise. Zugleich wird der Prozess der Produktion in der Thematisierung und Offenlegung der Werkgenese explizit, die sich in den Werken von Julius von Bismarck, Sascha Hahn, Ketuta Alexi-Meskhishvili, Raphaela Vogel oder Peles Empire anhand der selbstreflexiven Thematisierung des Entstehungsprozesses vollzieht. Ort – Kontext In den zahlreichen Neuproduktionen der Ausstellung wird auch die Auseinandersetzung mit den spezifischen Orten und Kontexten sichtbar. Ein Großteil der Arbeiten nimmt direkten Bezug auf Ort und Umgebung. Die Vielschichtigkeit der Ausstellungsorte mit ihren jeweiligen unterschiedlichen historischen und architektonischen Gegebenheiten sowie soziokulturellen Aspekten des Umfeldes werden in den Werken von Katinka Bock, Lena Henke, Daniel Knorr, Schirin Kretschmann, Amy Lien & Enzo Camacho, Lotte Lindner & Till Steinbrenner und Yorgos Sapountzis aufgegriffen. Der gesuchte Ortsbezug steht in großer Spannung zur Globalisierung der Kunstwelt und den erweiterten Aktions- und Lebenskreisen vieler der eingeladenen Künstlerinnen und Künstler. Zugleich ist die Frage, was die Kunst einer vollkommenen Vereinnahmung durch permanente Präsenz und Zirkulation in einer digitalen Welt entgegensetzen kann. Die persönliche Positionierung des Einzelnen, sowohl im Privaten wie auch mit Bezug auf die kulturelle Zugehörigkeit und Identität, wird bei Positionen wie Juliette Blightman, Carina Brandes, Henning Fehr & Philipp Rühr, Willem de Rooij und Hito Steyerl thematisiert. Thematischer Fokus Vor dem Hintergrund der thematischen Fokussierung auf die Frage nach den Produktionsbedingungen in der Kunst in Deutschland, sind erstmalig punktuell Künstler der älteren Generation mit eingeschlossen. Exemplarisch stehen sie für eine Prägung und Einflussnahme auf eine jüngere Künstlergeneration: Hito Steyerl als feministische und kritische Künstlerin, welche die digitalen Medien und ihre politische und ökonomische Implikationen hinterfragt. Willem de Rooij als Künstler, der konzeptuell Fragen der künstlerischen Autorenschaft aufwirft. Thomas Ruff schließlich als Künstler, der bereits sehr früh und in immer neuen Ansätzen eine präzise Befragung des (fotografischen) Bildes vornimmt, stets die technischen Mittel, die zum Bild führen, miteingeschlossen. Standort und Historie Das Ausstellungsprojekt Made in Germany wurde vor zehn Jahren als Kontrapunkt zu den globalen Großprojekten wie documenta oder Biennale Venedig in Hannover ins Leben gerufen. Mit der Kestner Gesellschaft (gegründet 1916) und dem Kunstverein Hannover (gegründet 1832) sind zwei der größten und renommiertesten Kunstvereine Deutschlands sowie mit dem Sprengel Museum Hannover eines der profiliertesten deutschen Häuser mit herausragender Sammlung und internationaler Ausstrahlung in Hannover vereint. Zusammen bilden diese bedeutenden Institutionen dieses Jahr erneut eine breite Plattform für die Gegenwartskunst. Team – Kollektiv Der Teamgedanke bei Produktion. Made in Germany Drei hatte von Beginn an eine zentrale Bedeutung. Sämtliche kuratorischen Entscheidungen wie die Auswahl von Künstlerinnen und Künstlern, Budget, Veranstaltungen und Ausstellungsdesign wurden im Kuratorinnen- und Kuratoren- Team (je zwei pro Institution) abgestimmt und entschieden. Das Team setzt sich zusammen aus Christina Végh und Milan Ther (Kestner Gesellschaft), Kathleen Rahn und Ute Stuffer (Kunstverein Hannover), Gabriele Sand und Carina Plath (Sprengel Museum Hannover). »Made in Germany«: Drei plus drei macht drei Der Untertitel der ersten Ausgabe von »Made in Germany« im Jahr 2007 lautete »Aktuelle Kunst aus Deutschland«. Schlaglichtartig wurden das breite Spektrum und die Vielfalt der zeitgenössischen und jungen Kunstproduktion in Deutschland gezeigt. Dabei ging es nicht um die Definition einer nationalen Kunst, Ziel war es vielmehr, »künstlerische Produktion in Deutschland als ein Geflecht aus nationalen Standortbedingungen, jeweils unterschiedlichen biografischen und nationalen Spezifika und daraus resultierendem kulturellem Austausch sichtbar zu machen«. Diese Zielrichtung rückte fünf Jahre später bei der zweiten Ausgabe von »Made in Germany« in den Mittelpunkt. Die Überblicksschau zeigte eine jüngere Generation internationaler Künstlerinnen und Künstler, die in Deutschland leben und arbeiten, und setzte sie anhand von sechs verschiedenen Themenfeldern in Bezug zueinander. Zehn Jahre nach der Erstausgabe ist die Internationalität des Kunst- und Kulturstandorts Deutschland vollkommen selbstverständlich und nicht mehr wegzudenken. Erstmals richtet sich die Großausstellung verstärkt thematisch aus. Mit »Produktion. Made in Germany Drei« liegt der Schwerpunkt auf dem »Made« im Titel, also auf der Produktion von Kunst sowie den Produktionsbedingungen in Deutschland. Verschiedene Faktoren wie kollektives und ortsspezifisches Arbeiten, Prozesshaftigkeit und Performance werden unter sich ändernden Vorzeichen wie Globalisierung, Digitalisierung und Migration betrachtet. Rahmenprogramm Begleitet wird die Ausstellung von einem umfassenden Veranstaltungs- programm mit Performances, Vorträgen, einer Round Table-Diskussion sowie Rochade-Führungen der Kuratoren und Kuratorinnen sowie Direktorinnen und Direktoren. Erstmals wird die Schau in Hannover durch die drei Kooperationspartner Festival Theaterformen, KunstFestSpiele Herrenhausen und Schauspiel Hannover erweitert und damit einer spartenübergreifenden Praxis Gestalt verliehen. Katalog Der im Snoeck Verlag erscheinende Katalog mit Texten von Nikola Dietrich, Timo Feldhaus, Hans-Jürgen Hafner, Dominikus Müller, Carina Plath, Kathleen Rahn, Gabriele Sand, Noemi Smolik, Reinhard Spieler, Ute Stuffer, Milan Ther und Christina Végh zeichnet ein vielschichtiges Bild der Produktionsbedingungen und –prozesse in und außerhalb Deutschlands. Künstlerinnen und Künstler wie u.a. Rita Mc Bride und Matt Mullican, Kuratorinnen und Kuratoren wie Chris Dercon, Max Hollein oder Vanessa Joan Müller haben Statements zur Infrastruktur und Produktion von Kunst in Deutschland im Katalog beigesteuert aber auch den kritischen Blick von außen auf die Situation in Deutschland gerichtet. Statements Gabriele Heinen-Kljajić, Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, betont, es sei „besonders spannend, dass diesmal auch die darstellenden Künste Partner sind – eine spartenübergreifende Kooperation, wie wir sie als Kulturministerium ausdrücklich begrüßen. Wir freuen uns, dass dies bei Produktion. Made in Germany Drei durch die Zusammenarbeit mit dem Schauspiel Hannover, dem Festival Theaterformen und den KunstFestSpielen Herrenhausen gelungen ist.“ „Es ist ein herausragender Erfolg, dass Made in Germany nun bereits zum dritten Mal in der Landeshauptstadt Hannover stattfindet. Das zeigt, wie stark die Häuser für zeitgenössische Kunst in Hannover sind. Eine so große Ausstellung gemeinsam zu realisieren, ist ein beeindruckender Ausweis ihrer Leistungsfähigkeit“, so Stefan Schostok, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Hannover. Künstler: Ketuta Alexi-Meskhishvili, Olga Balema, Julius von Bismarck, Juliette Blightman, Katinka Bock, BPA // Berlin programforartists (Maria Anna Bierwirth, Sofia Duchovny; Richard Frater, Mia Goyette, Sylvester Hegner, Johanna Klingler, Nile Koetting, Grayson Revoir, Miriam Yammad), Henning Fehr & Philipp Rühr, KasiaFudakowski, Sascha Hahn, Lena Henke, Calla Henkel & Max Pitegoff, IMPURE FICTION, Daniel Knorr, Schirin Kretschmann , Veit Laurent Kurz , Oliver Laric, Amy Lien & Enzo Camacho, Lotte Lindner & Till Steinbrenner, lonelyfingers, Das NUMEN(Julian Charrière, Andreas Greiner, Markus Hoffmann, Felix Kiessling), Peles Empire, Willem de Rooij, Thomas Ruff, YorgosSapountzis, Timur Si-Qin, Hito Steyerl, Studio for Propositional Cinema, Raphaela Vogel  
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posted 26. Jun 2017

PURGATORY PAINTINGS — Dan Colen

09. May 201714. Jul 2017
PURGATORY PAINTINGS — Dan Colen Milan / May 09 —July 14, 2017 Massimo De Carlo is pleased to present Purgatory Paintings, a new exhibition by the American artist Dan Colen. The exhibition, which will take place in the Milan gallery in Piazza Belgioioso, will open to the public on the 9th of May 2017. Throughout his practice Dan Colen has used the canvas as the medium to in vestigate the transcendental value of banality, encompassing fairy- tales and found objects to draft a narrative that elevates materiality itself by shifting between n on- representational subjects and figurative ones. The Purgatory Paintings are a continua tion of the artist’s pursuit of placing art between the worlds of abstraction and representation . Each canvas, seen from a distance, look s like cloudscapes, however, as one’s body enters the close physical space of the canvas, the subject matter dissolves into a fog of formlessness and colour. A skilful and thorough labour process is involved in the making of the Purgatory Paintings, where the end result is a painting comprised of myriad translucent layers – none of which reveal any hard edges or brushwork . Instead, paint in the Purgatory series behaves in much the same manner that clouds do themselves: a suspension of liquid aerosols so finely scattered as to appear like a formless gas one must squint to perceive. The notion of purgatory can be applied to the paintings themselves, which are caught in the midst of an investigation of the painterly gesture, and to the subjects of the works: looking at the clouds in the paintings it is impossible to know whether a storm is breaking apart or just setting in , whether the sun is on its way up, or on its way down. Both time and space, then, are unresolvable, and the resulting works appropriately conflate nothingness with the infinite. Foregrounded shapes stand in stark contrast to a deeper atmosphere, confusin g the gradations in between. Like Purgatory itself, one cannot perceive the distance out or discern whether there is no middle ground or only middle ground . The exhibition, that marks Dan Colen’s re turn to Italy after six years, offers an insight into the way that we now experience nature and consciousness through hastily defined, synthetic filters allowing theatrical and cartoonish fantasy to become an ideal platform on which to stage the contemporary sublime.
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posted 25. Jun 2017

Action!

23. Jun 201730. Jul 2017
Nach einem Hoch von Happenings und Kunstaktionen in den 1960er- und 1970er-Jahren wendet sich eine junge Künstlergeneration wieder vermehrt dem Medium Performance zu und interessiert sich für ephemere und prozessorientierte Kunstformen. Die Ausstellung «Action!» beleuchtet dieses Phänomen und verwandelt den grossen Ausstellungssaal im Kunsthaus in einen Aktionsraum: Neben Live-Performances werden Arbeiten gezeigt, die die Besucher in Akteure verwandeln. Zudem werden ikonische historische Performances wieder aufgeführt bzw. reinszeniert. Der Schwerpunkt der Ausstellung liegt auf dem Moment der Aktion. Es soll etwas bewegt werden und zwar nicht nur in formaler Hinsicht, sondern auch in einem politischen Sinn. Die Ausstellung «Action!» reflektiert einerseits die Rolle des Museums und die Geschichte der Performance, stellt aber auch drängende sozialpolitische Fragen zur Diskussion. Dem Thema entsprechend ist die Ausstellung selbst nicht als einmal festgefügte Präsentation konzipiert, sondern sie entwickelt sich im Laufe der Zeit weiter. Künstlerinnen und Künstler: Mounira Al Solh (*1978), Francis Alÿs (*1959), Nina Beier (*1975), !Mediengruppe Bitnik, Trisha Brown (1936–2017), Tania Bruguera (*1968), Lucinda / Ruth Childs (*1940 / *1984), Guy Debord (1931–1994), Valie Export (*1940), William Forsythe (*1949), Simone Forti (*1935), Guerrilla Girls, Sharon Hayes (*1970), Adelita Husni-Bey (*1985), Florence Jung (*1986), Allan Kaprow (1927–2006) / San Keller (*1971), Georg Keller (*1981), Dieter Meier (*1945), Musée de la danse / Boris Charmatz (*1973) / Aernout Mik (*1962), Yoko Ono (*1933), Ahmet Ögut (*1981), Adrian Piper (*1948), Alexandra Pirici (*1982), Rimini Protokoll, Tracey Rose (*1974), Tino Sehgal (*1976), Marinella Senatore (*1977), Cally Spooner (*1983), Koki Tanaka (*1975).
Kunsthaus Zürich

Heimplatz 1
CH-8024 Zurich

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posted 24. Jun 2017

Louise Lawler: WHY PICTURES NOW

30. Apr 201730. Jul 2017
Louise Lawler: WHY PICTURES NOW is the first major survey in New York of the artist Louise Lawler (American, b. 1947), spanning the 40-year creative output of one of the most influential artists working in the fields of image production and institutional critique. The exhibition takes its title from one of Lawler’s most iconic works, Why Pictures Now (1982), a black-and-white photograph showing a matchbook propped up in an ashtray. Reminiscent of an advertising photograph or a film noir still, it asks the viewer to consider why the work takes the form of a picture, and why the artist is making pictures now. Lawler came of age as part of the Pictures Generation, a loosely knit, highly independent group of artists named for an influential exhibition, Pictures, organized in 1977 by art historian Douglas Crimp at Artists Space in New York. These artists used photography and appropriation-driven strategies to examine the functions and codes of representation. Lawler’s signature style was established in the late 1970s and early 1980s, when she began taking pictures of other artists’ works displayed in collectors’ homes, museums, storage spaces, and auction houses to question the value, meaning, and use of art. WHY PICTURES NOW is organized by Roxana Marcoci, Senior Curator, with Kelly Sidley, Curatorial Assistant, Department of Photography. Major support for the exhibition is provided by The Andy Warhol Foundation for the Visual Arts and by The Modern Women’s Fund. Generous funding is provided by the Walton Family Foundation, David Dechman and Michel Mercure, Fotene Demoulas and Tom Coté, Tracy and Gary Mezzatesta, Patrice and Louis Friedman, and by Ann and Mel Schaffer. Additional support is provided by the Annual Exhibition Fund.

artist

Louise Lawler 
MOMA - The Museum of Modern Art, New York °

MOMA | 11 West 53 Street
NY-10019 New York

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posted 23. Jun 2017

JUTTA KOETHER. SERINETTES. LADIES PLEASURES VARYING.

22. Apr 201717. Jun 2017
Campoli Presti is pleased to announce Jutta Koether's sixth solo exhibition with the gallery, Serinettes. Ladies Pleasures Varying. Following her atmospheric installation in Paris as part of the gallery's series of exhibitions “A Moveable Feast” in 2014, the artist takes the gallery's spaces as a platform to investigate painting as performative structure whose position is continuously being negotiated. Within the frame of her appropriations and distortions of male masters, Koether takes Jean-Siméon Chardin's La Serinette from 1753 as a point of departure to think about painting as an organic apparatus that embodies varying senses. Chardin's work depicts a young woman that interrupts her needle work to initiate her bird into signing by playing the serinette, a bird organ that produces a wide array of airy sounds. Koether's installation in two different series of rows reinstates Chardin's genre scene to form a space chord, a continual, stretched-out sound that gathers the vastness of a space. The first group of seven paintings that form part of the installation, titled pique-niques (1), continue Koether's investigation on painting as an actual body in which the crusty, crass, glittery and crude present themselves all at once and form an independent materiality. By introducing a variation of round forms and active inscriptions richly coloured in red, pink and gold, the heart-shaped canvases playfully address gender assumed beliefs. In addition, Koether presents pique-niques (2), a series of seven black paintings that follow the embedding of sense and existence into the material of paint matter itself. In the same way as in her red paintings, black is a colour Koether has returned to repeatedly since the 1980's. These paintings effectively transform a limited palette into a rich, liquid darkness that plays with the discursive weight of Rembrandt's strong tonal contrasts or Giacometti's sculptural stick figures, continuing Koether's exercise of reinstalling painting through painting. Jutta Koether (1958) lives and works in New York and Berlin. Koether has an upcoming survey exhibition at Museum Brandhorst, Munich (2018) that will travel to the Serralves Museum, Portugal. Her work forms part of the permanent collections of MoMA, New York; The Whitney Museum of American Art, New York; Musée d'art moderne de la ville de Paris; Museum of Contemporary Art (MOCA), Los Angeles; Nationalgalerie, Berlin and Kunsthalle Bern. Koether has had solo exhibitions at DCA – Dundee Contemporary Arts (2013); Arnolfini, Bristol (2013); Moderna Museet, Stockholm (2011); Bergen Kunsthall, Norway (2008); Kunsthalle Bern, Switzerland (2007) and Koelnischer Kunstverein, Cologne (2006). Her work was included in the 2014 Shanghai Biennial; in the Whitney Biennials in 2012 and 2006 and in the 2012 Sao Paulo Biennial.

artist

Jutta Koether 
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posted 22. Jun 2017

BECKER SCHMITZ. Weiße Nacht / Stiller Aufruhr

23. Jun 201728. Jul 2017
opening: 22. Jun 2017 19:00
WEISSE NACHT / STILLER AUFRUHR Neue Arbeiten von Becker Schmitz bei KÖPPE CONTEMPORARY Wie eine Terra incognita – wie eine Landschaft, die noch zu erforschen wäre – wirken manche Bildmotive von Becker Schmitz. Die neuen Bilder des Niederrheinländers aus Moers, die er in der Berliner Galerie KÖPPE CONTEMPORARY zeigt, sind aufgeladen mit rätselhaften überwirklichen Stimmungen. Elementare Dinge wie Wasser, Wald, Pflanzen, Häuser, Boote werden angedeutet. Ebenso wie androide Figuren, Misch- oder Fabelwesen aus Mensch und Tier. Erstmals sind in der Galerie auch Bild-in-Bild-Gemälde zu sehen. Häuser und Boote erscheinen darin als Schutzräume. In den Bildern des Künstlers herrscht oft eine Atmosphäre der Stille, Ruhe und Abgeschiedenheit. Den Eindruck des Fantastischen sowie der Rückbesinnung auf anderen Zeiten – fernab der Gegenwart – steigert Becker Schmitz noch durch rätselhafte Signale sowie Farb- und Lichteffekte. Das alles wird nur angedeutet und erscheint oft traumhaft, unwirklich und manchmal auch unheimlich. Aus einer tieferen Dimension heraus klingt in diesen Bildern eine sehnsüchtige Grundstimmung an. Das Thema der Erinnerung spielt eine dominante Rolle. Becker Schmitz blickt auch zurück auf die Geschichte der Malerei. So finden sich Parallelen zu Munch, Böcklin, Nolde, Doig oder dem Minimalisten Christian Roeckenschuss und dem Maler und Objektkünstler Blinky Palermo. Auch die Zeitgenossin Lea Carla Diestelhorst, mit der er 2012 das Gemälde „The Quest“ realisierte, gab Becker Schmitz wichtige Impulse für seine Arbeit. Es ist eine gegenseitige Einflussnahme, die er in seiner Arbeit und mit seiner Arbeitsweise auf einzigartige Weise sublimiert. Darüber hinaus bedient er sich auch Bildelementen und Motiven von Naturvölkern. Will uns Becker Schmitz mit seinen Bildern an die Ursprünge der Welt oder an eine verlorene Zeit erinnern? An eine Zeit, in der das Leben noch einfach und überschaubar war? Oder deuten seine Motive auf eine Welt nach der Apokalypse und damit auf einen Neuanfang? Nichts an Becker Schmitz‘ Bildern ist eindeutig. Auch wenn der Betrachter seine Bilder auf den ersten Blick als Landschaftsbilder charakterisiert, so ließen sich doch manche Werke fraglos als abstrakte Malerei interpretieren. Die Welt, die Becker Schmitz in seinen Bildern reflektiert, ist verführerisch schön. Aber sie ist auch fragwürdig, denn Desaster und Idylle liegen dicht beieinander. KÖPPE CONTEMPORARY, 2017
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posted 21. Jun 2017

Vienna Biennale 2017: Roboter. Arbeit. Unsere Zukunft

21. Jun 201701. Oct 2017
Veranstaltungsorte: - MAK – Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst, Stubenring 5 - AIL Angewandte Innovation Laboratory, Franz-Josefs-Kai 3 - Universität für angewandte Kunst Wien, Oskar-Kokoschka-Platz 2 - Kunsthalle Wien Karlsplatz, Treitlstraße 2 - Az W – Architekturzentrum Wien (Öffentlicher Arbeitsraum des Az W am Nordbahnhof Wien) Vienna Biennale Die Vienna Biennale ist die erste Biennale, die Kunst, Design und Architektur verbindet und darauf abzielt, mit kreativen Ideen und künstlerischen Projekten zur Verbesserung der Welt beizutragen. Ihre spartenübergreifende, interdisziplinäre Ausrichtung und ihre Verklammerung von Kunstanspruch und Kreativwirtschaft eröffnen neue Perspektiven zu zentralen Themen unserer Zeit und fördern damit einen positiven Wandel unserer Gesellschaft. Die Vienna Biennale wurde in der Erkenntnis gegründet, dass wir in einer neuen Moderne leben, in der die Digitalisierung alle Lebensbereiche durchdringt und damit unsere Zivilisation in grundlegender Weise verändert. Die heutige sogenannte Digitale Moderne schafft erhebliche Potenziale für nachhaltige Verbesserungen der Lebensqualität und innovative Lebensentwürfe sowie Geschäftsmodelle in allen Sektoren. Die Vienna Biennale geht auf eine Initiative des MAK – Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst zurück. Sie wird vom MAK in Kooperation mit der Universität für angewandte Kunst Wien, der Kunsthalle Wien, dem Architekturzentrum Wien und der Wirtschaftsagentur Wien mit ihrem Kreativzentrum departure organisiert und vom AIT Austrian Institute of Technology als außeruniversitärem Forschungspartner unterstützt. Wien als Ort des Experiments Die Gründung einer neuen Biennale in Wien erfolgte im Bewusstsein, dass Wien in der Zeit um 1900 eines der Zentren der früheren westlichen Moderne war, von dem maßgebliche, zum Teil bis heute nachwirkende Impulse ausgingen. Wien gilt daher als authentischer, glaubwürdiger Ort für die Suche nach neuen Wegen für einen positiven Wandel. In Anknüpfung an diese herausragende Tradition des Experiments sucht die Vienna Biennale Antworten auf die großen Themen der Gegenwart und nützt die Potenziale der Kreativrevolution, um den Menschen neue Erkenntnisse für zentrale Lebensbereiche an die Hand zu geben. Die Vienna Biennale entspringt der Überzeugung, dass Wien der richtige Platz für die Entwicklung einer neuartigen, schlüssigen und unverwechselbaren Biennale ist. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch, der in einer Zeit radikalen Umbruchs vor allem eines braucht: Orientierung! Vienna Biennale 2017: Roboter. Arbeit. Unsere Zukunft Die Vision eines digitalen Humanismus rückt bei der Vienna Biennale 2017 in realistische Nähe. Unter dem Motto Roboter. Arbeit. Unsere Zukunft werden kreative Denkräume für lebenswertes Menschsein und Arbeiten sowie für eine nachhaltige Nutzung von Robotik und künstlicher Intelligenz im digitalen Zeitalter geschaffen. Beiträge aus Kunst, Design und Architektur skizzieren das gemeinsame Potenzial von Robotern und menschlicher Arbeit als Chance für einen human motivierten positiven Wandel. Die Vienna Biennale richtet sich nicht nur an Kunst-, Design- und Architekturinteressierte, sondern an ein breites Publikum, das mit den Möglichkeiten der freien und angewandten Kunst für die Herausforderungen unserer Zeit sensibilisiert werden soll.
VIENNA BIENNALE

Kontakt: MAK – Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst | Stubenring 5
1010 Vienna

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posted 20. Jun 2017

Ryan Gander ―These wings aren't for flying

29. Apr 201702. Jul 2017
Ryan Gander, born in England in 1976, studied art in his homeland and the Netherlands. In addition to holding solo shows all over the world beginning in the early 2000s, he has participated in many eminent exhibitions such as documenta. Using art works and objects from daily life as his materials, Gander produces objects, installations, paintings, photographs, videos, and printed matter that is highly diverse and never falls into conventional patterns. Gander's outlook is distinguished by the fact that he not only places an emphasis on the work but also on the ideas related to it. His art activates our imagination, creates a new train of thought, and expands our understanding of things. Gander's work is predicated on a host of intellectual considerations such as inquiries into art as a whole, insights into the act of seeing, and analyses of everyday experiences. While techniques such as linking disparate things, establishing fictional situations, partially concealing information, introducing humorous elements, and guiding us from the past into the future, might seem unusual, they also contain a wealth of logical implications. This solo exhibition will present approximately 60 important and new works by Gander, who is now regarded as a standard-bearer of new conceptual art. As the mysterious title suggests, the exhibition promises to escort us to an unknown world. At the same time, Gander will curate an exhibit made up of works from the museum collection. Using the instinctive human ability to think in terms of comparisons as a premise, Gander will present the works in numerous pairs. Though based on a physical resemblance, the fact that the pieces are derived from different genres and eras will inspire a host of fresh perspectives. And the exhibition, held throughout the entire museum, will allow us to experience the limitless potential of the visual arts. Organizer: The National Museum of Art, Osaka

artist

Ryan Gander 
National Museum of Art, Osaka °

NMAO | 4-2-55, Nakanoshima, Kita-ku
530-0005 Osaka

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posted 19. Jun 2017

Guan Xiao. Living Sci-Fi, under the red stars

28. Apr 201728. Jun 2017
Guan Xiao. Living Sci-Fi, under the red stars 28.04.2017 – 28.06.2017 Kraupa-Tuskany Zeidler For her second solo exhibition at the gallery, Beijing-based artist Guan Xiao (b. 1983 in Chongqing, China) looks at rapidly changing urban environments as they are transformed through the speed and influx of economic development and technology. Living Sci-Fi, under the red stars engages in an ecosystem built by humans. A place where the old world of the urban fringe with its dust, dirt, and violent roughness exists alongside the new world of dense high rise pillars, shiny glass buildings, and well-designed areas for entertainment and consumption. Born into fragmented time and highly synthetic surroundings, fictitious creatures and seemingly animated objects populate the exhibition space. Guan Xiao investigates the patterns of relation between products, artifacts and nature. Her sculptures appear as mimicry of the world we inhabit. They explore our understanding of things and environments, not by employing theoretical concepts but in terms of existence and means of expression. Potentials for life show through the inorganic objects. The exhibition also features Guan Xiao’s new video ‘Dengue Dengue Dengue‘, which she developed for the exhibition ‘A Temporary Futures Institute’ at M HKA, Antwerp. The three-channel video describes how habits contaminate our behavior, spreading around the world like an infectious disease. The infection is a transformation happening inside of us; the work calls for a retreat from these dynamics in order to learn the possibilities of breaking habits. By using materials that belong to vocabularies of different cultures, Guan Xiao frees herself from the burden of the cliché of cultural otherness that is often attributed to artistic positions from the so-called margin of the western centers of art. Guan Xiao understands herself as a receiver of information from around the globe and beyond, and she fuses all its aspects to generate a distinct yet poetic and critical voice that engages and speaks to us.

artist

Guan Xiao 
Kraupa-Tuskany Zeidler, Berlin

Karl–Liebknecht–Straße 29
10178 Berlin

Germanyshow map
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posted 18. Jun 2017

Marina Abramović. The Cleaner

17. Jun 201722. Oct 2017
From 17 June Louisiana Museum of Modern Art is showing a major retrospective exhibition of one of the central figures of body and performance art, Marina Abramović (b. 1946 in Belgrade). For fifty years the artist has been reacting to the world around her, and has inscribed herself in the history of art with physically and mentally demanding performances, ranging from the violent and risky actions of the 1970s to quieter exchanges of energy and encounters with the public. Louisiana’s retrospective exhibition embraces the oeuvre from Abramović’s early concept sketches, paintings and sound pieces to presentations of the artist’s performances up until today. Certain works will be re-performed live by others during the exhibition. Abramović has established a radical, uncompromising practice with her own body and energy as her primary material, although the works as such are not intimately concerned with herself. Often the works consist of very few elements or a simple action that is not clearly tied to any one particular narrative or agenda. The works are thus left open for many interpretations of both political and existential character – in the 1970s and today. A woman screaming is a woman screaming. The reasons may be many. Then and now. Discharges and exchanges of energy run as a consistent thread throughout the oeuvre. Cleaning and purging – physically, mentally and symbolically – is also a recurring theme, with tools as different as fire, screaming, soapy water, minerals, time and silence. Catharsis, rite of passage, transformation. Abramović graduated in 1970 as a painter from the academy of art in Belgrade in the former Yugoslavia, but quickly abandoned painting in favour of a practice that took place in real time and space in direct encounters between artist and audience. With her sound and performance works she was a formative part of Belgrade’s experimental avant-garde scene until 1976, when she moved to Amsterdam and embarked on a close partnership and collaboration for the next twelve years with the German photographer and performance artist Ulay (Frank Uwe Laysiepen, b. 1943). Abramović then continued solo and in 1997 won the main prize, the Golden Lion, at the Venice Biennale for the work Balkan Baroque, which was a direct response to the bloody dissolution of Yugoslavia, the war and the massacres in Bosnia, but equally a picture of the horror and pain, atonement, guilt, shame, stench, death, suffering and madness of war in general. In recent years the artist has mainly made her mark with long durational performance projects in which the audience has increasingly become the true principal figure – as was the case with the three-month long performance The Artist is Present at the Museum of Modern Art in New York in 2010. With this project the artist, and perhaps even performance art as a genre, reached a wide public. In 1990-91 Louisiana showed the exhibition The Lovers – The Great Wall Walk, which presented Abramović’s and Ulay’s last joint work of the same title, as well as individual works that had grown out of the project. Several of the artists’ works were also featured in Louisiana’s group exhibition NowHere in 1996. The exhibition Marina Abramović – The Cleaner has been created in a dialogue with the artist and organized by Moderna Museet, Stockholm, in collaboration with Louisiana Museum of Modern Art, Humlebæk. It is the first major retrospective presentation of the artist’s work in Europe. The exhibition continues to Bundeskunsthalle, Bonn.
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posted 17. Jun 2017

Anna Uddenberg / Pelvic Trust

11. Apr 201701. Jul 2017
GAGA PRESENTS Anna Uddenberg / Pelvic Trust 11.04.2017-01.07.2017 Gaga, Mexico When I first saw Anna Uddenberg’s sculpture of a body entangled like a pretzel, a yoga posture came to mind. The pose entails putting your feet behind your head and your hands wrapped around your body, holding them together behind your butt. This posture seems almost impossible to do yet the challenge of achieving it makes it super desirable. It seems once you are in it, it is not very comfortable, yet for yogis this is actually a sleeping pose because it provides a deep state of peaceful relaxation. This tension, between relaxation and the anxiety it evokes, comfort while wrapped as a pretzel, crystalizes perfectly how hegemonic ideas of gender and class work within us, specially concerning femininity and its relation to neoliberal ideologies. For someone less flexible and not having dedicated her life to a spiritual practice, like yoga, this pose will require a lot of labor. This labor speaks to me about the naturalization of the ideologies of gender. Yoga poses should look as if they are easy to do. We are supposed to just relax in them. Similarly, looking sexy and feminine should appear natural and effortless. Calm and cozy makes evident the invisible labor and sexualized spirituality we are trapped into. It precisely makes evident the tensions between the mental expectations we have of our own bodies and the fantasies of what we should achieve and actually can achieve. Of course, these expectations although presented as free, are meditated by hegemonic discourses of what it is to inhabit a certain gender, sex, and class. Like this pose, the sculptures in this show evoked in me a feeling of entrapment, a self-imposed one. To me, they represent how a mental block looks like, a mind trapped in itself. Trying to do a handstand in high heels sustained by a wall of water. Or trying to sustain yourself with your arms and elbows, stuck, trying not to fall full face, yet effortlessly trapped in a cat-like house structure. The sculptures sustain themselves relaxed in an awkward position, they are “cozy on steroids”, as Anna says. And that is precisely how gender works. Femininity can be a self-imposed entrapment in which we are, in our everyday life, constantly negotiating within ourselves hegemonic social conventions and ideologies on gender. Anna’s sculptures are gendered and highly sexualized but to me, more than problematizing the figure of women, they are destabilizing femininity. It is easy to read the bodies’ physique, as those of a hyper-femme, but it is rather the signifiers that let the viewer know that it is femininity what is being challenged. The signifiers of femininity are clear: the long acrylic nails, the long hair, the pink tones, and the hyper sexualization of certain body parts. But the materialization of sex is left to the spectator, like this we could assume the sculptures are those of hyper sexualized women but I like to think it is femininity what is being questioned. Calm and cozy, Disconnect and the other two sculptures in the show make evident the inner struggle of enacting the strictly enforced rules of normative femininity. Through an affective reaction to the sculptures, feeling attracted and confused actually even almost repelled, the figures work as a reflection of how it feels “having to be” versus “wanting to be” in a neoliberal context. That is to say, having and expected to be spiritual yet sexy, independent and financially capable. The rigidity of the poses contrast with the materials in which they rest. Actually one could see the structures in which the bodies rest as part of the sculpture. Calm and cozy is performing the yogi sleep pose relaxing on top of a rigid chair covered in different sorts of carpets, rugs and car mat pieces. The organic wavy shapes of the structures mirror the curves of the bodies in tension. These wavy and organic features of the bodies and structures invite us in, but there is something tense we need to work through to relax. Anna Uddenberg’s Pelvic Trust captures perfectly how difficult it is to embody gender and class, how it is to negotiate hegemonic narratives and our own desires, and how to know the difference. Disconnect is covered in a collage of a corporate-like beige carpet as well as car mat fragments in institutional green tones. These materials not only contribute to the contrast between comfort and relaxation versus rigidity and stiffness but further tell a story of class, taste and anxiety. In the middle there is a liquefying filter of water that runs floor through celling plunging us to a feeling of relaxation that is almost impossible to achieve. The whole experience of the show is further framed through walking on a fake marble ceramic floor, bringing the experience closer to a corporate anxious feeling. We are entering a middle class aspirational condo. We are at the same time in a corporation, waiting on the living room with secretaries for an appointment. We are somewhere we have never been in, yet we feel comfortable and rigid. Pelvic Trust, works as a way of showing how there is nothing natural or essential about gender, yet the rules on how to enact femininity are internalized to a point of thinking they are necessary. Class is shown at its most repellent and attractive aspirational side confronting us with the idea of necessities versus desires. Pelvic Trust brings us to a place that is very difficult to achieve, but we want to get there, yet it is somehow uncomfortable to be in it. We are thrust, like gender and class, into a constructed identity in which we didn’t know we were performing a mode of creed. Enjoy the sweet discomfort. Susana Vargas Cervantes
HOUSE OF GAGA Mexico City °

GAGA ARTE CONTEMPORÁNEO | Durango 204, Col Roma
06700 Mexico City

Mexicoshow map
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posted 16. Jun 2017

Pierre Huyghe. Untitled (Human Mask)

30. Mar 201716. Jul 2017
Film & Video Gallery The Guggenheim Museum Bilbao will premiere in Spain Pierre Huyghe’s Untitled (Human Mask) (2014). This is the tenth piece presented in the Film & Video Gallery since it opened in 2014 as a showcase for video art, video installations, and the moving image. Pierre Huyghe (b. Paris, 1962) conceived Untitled (Human Mask) in 2014 after learning about two trained monkeys who served and entertained patrons at a traditional sake house in Japan. Huyghe’s film is shot in a location ravaged by the recent tsunami and ensuing nuclear disaster at Fukushima. A singular inhabitant wanders through a gloomy interior wearing a traditional Japanese theater mask, a woman’s wig, a white shirt, and a dress resembling a school uniform. We soon realize it is a monkey, although the creature’s attentive, anxious attitude and body language suggest an ambiguous humanity. Through this piece, Huyghe reflects on the paradox of observing animal behavior in a surreal setting with the intention of exploring reality—in other words, he reflects on the human condition. The film opens with a sequence recorded by a drone in a desolate landscape dotted with derelict buildings. Inside one of those abandoned houses, the narrative emerges from the juxtaposition of close-up shots of the ape, whose movements become increasingly agitated. Although the place is deserted, the animal goes about the tasks she was trained to do: she diligently sets out a napkin, serves a bottle to an empty table, and performs the same pirouettes that once made patrons laugh in amazement. And she does this in the midst of a world that is practically destroyed, where the only signs of life are a cat, the cockroaches that scurry around the kitchen, and the maggots in bags of food left open. The female voice emanating from some undisclosed location adds to the tension of the scene, echoing the tsunami warnings issued to alert the population of impending disaster. The lack of expression of the mask further emphasizes the alienation and solitude of the figure, making us wonder about her feelings and emotions. As in many of his works, Huyghe blurs the boundaries between fiction and reality by using characters that confront us with human nature and the mystery of our own behavior. The monkey looks towards us but cannot see us through her "human mask," while we observe in amazement the behavior of those beings with which we share the world. Curator: Manuel Cirauqui

artist

Pierre Huyghe 

curator

Manuel Cirauqui 
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posted 15. Jun 2017

Kerstin Brätsch. Innovation

25. May 201717. Sep 2017
opening: 24. May 2017 19:00
Eröffnung: 24.05.2017 | 19.00 „Kerstin Brätsch. Innovation“ ist die erste Überblicksausstellung der in Hamburg geborenen und in New York lebenden Malerin. In Brätschs Schaffen verbinden sich die Einflüsse des Digitalen auf einzigartige Weise mit einer Reflexion über kunsthistorische Traditionen. Ihr ebenso vielseitiges wie konsequentes Werk pendelt zwischen konzeptueller Analyse der Malerei und einer Hingabe an malerische Prozesse. Mit rund 60 großformatigen Malereien auf Papier, Polyesterfolie und in Marmoriertechnik, über 40 handgefertigten Glasarbeiten, zahlreichen Videos, zwei Diaprojektionen, einer großen Installation sowie mehreren raumbezogenen Eingriffen, gewährt die Ausstellung erstmals einen umfassenden Einblick in die malerische Praxis der Künstlerin von 2006 bis heute. Kerstin Brätschs Bilder spiegeln den Druck, dem sich das Medium Malerei durch die zunehmende Dominanz digitaler Technologien ausgesetzt sieht. Bilder werden im Digitalen zu reinen Oberflächen, die sich auf verschiedenste Trägermaterialien ausbreiten können und mit zunehmender Geschwindigkeit zirkuliert werden. Gerade in den Werkserien „New Images / Unisex“ (2008/09) und „FürstFürst“ (2009), die auf digitalen Entwürfen der Künstlerin Adele Röder basieren (mit der sie 2007 DAS INSTITUT gründete), reagiert Brätsch auf diese Veränderung. Die Malereien evozieren technische Motive, Bildwelten des Designs oder der Unternehmensbewerbung. Dabei bringt sie die Materialität der Malerei – die unausweichliche Körperlichkeit von Farbe und Bildträger – in Stellung gegen die Flüchtigkeit digitaler Bilder. Darüber hinaus schlägt Brätsch durch gezielte Bezüge zu alternativen kunsthistorischen Genealogien eine neue Perspektive auf die (männlich dominierte) Geschichte der modernen Malerei vor. Deutlich wird dies in ihrer Beschäftigung mit den metaphysischen Strängen der Abstraktion sowie den animistischen Qualitäten von Malerei, beispielsweise in den Münzbildern der „Stars and Str ipes“- Serie (2009-2012), die die Künstlerin als „Wunschbrunnen“ beschreibt. Für die „Psychic“-Serie (dt. Hellseher, 2006-2008), die während ihres Studiums an der Columbia University in New York entstand, suchte sie zahllose Wahrsagerinnen auf. Deren Persönlichkeitsdeutungen bildeten den Ausgangspunkt für die Darstellungen übergroßer Gesichter. Dort wo einem üblicherweise Augen, Nase und Mund begegnen, finden sich in den „Psychics“ mit abstrakten Mustern und Schattierungen gefüllte Leerstellen, die zu Projek tionen einladen. Für Brätsch verbildlichen die „Psychics“ Energieformen oder „Power Heads“, die den Blick des Betrachters erwidern sollen. Kerstin Brätsch unterläuft nicht nur Erwartungen an die Bildgattung Porträt, sondern formuliert auch ein zentrales Thema ihres Schaffens: das Verhältnis von Malerei und Subjektivität – eine Koppelung, die sie in ihren Arbeiten aufweicht, destabilisiert und bisweilen parodiert. Exemplarisch hierfür ist ein zentrales Motiv von Brätschs Bildern: der abstrahierte Pinselstrich. Sie vergrößert und isoliert den Pinselstrich, verwandelt ihn in ein Abbild seiner selbst und lässt ihn durch verschiedene Werkgruppen wandern. Er wird zum Repräsentanten einer Subjektivität, die sich ihrer Grundlagen nicht sicher sein kann. Brätsch nutzt den Pinselstrich wie ein digitales sample, das endlos kombiniert werden und in der additiven Kombination die unterschiedlichsten Formen annehmen kann. So verwandeln sich die Pinselstriche in den „Blocked Radiant (for Ioana)“- Bildern (2011) in Gestrüpp, Klauen, Skelette, zeigen sich aber auch als rein abstrakte Muster und Strukturen. Die „Interchangeable Mylar (3 parts)“ (seit 2012), Malereien auf Polyesterfolie, bestehen aus je drei Lagen. Diese lassen sich, mit unterschiedlichen visuellen Ergebnissen, immer neu kombinieren. Damit verlieren der Pinselstrich – und die Malerei – ihre Permanenz und Stabilität. 2012 beginnt die Künstlerin ihre Pinselstriche mithilfe des Glasmalermeister Urs Rickenbach in aufwändiger Handarbeit in Glas zu übersetzen. Damit verleiht sie einem Element, das konzeptionell eng an den körperlichen Ausdruck beim Malen gebunden ist, einen realen, materiellen Körper, der in seiner Transparenz jedoch echte Körperlichkeit zu negieren scheint. Diese Ambivalenz wird in den jüngsten Antikglas- Arbeiten fortgeschrieben. Sie bemalt die Gläser und lässt nach ihren Entwürfen Fragmente von Kirchenfester-Bordüren, Glassteine oder Achatscheiben einsetzen – und schafft damit Darstellungen von Figuren, die ebenso physisch wie geisterhaft sind. Auch bei KAYA (ihrem Kooperationsprojekt mit dem Künstler Debo Eilers) steht die widersprüchliche Körperlichkeit des Bildes – in psychologischer, materieller und sozialer Hinsicht – zentral. Für die sogenannten „Bodybags“ (dt. Leichensäcke) haben die Künstler Brätschs Malereien auf Polyesterfolie aufgeschnitten, mit Objekten von Eilers ausgestopft und grobschlächtig wieder vernäht. Die „Narben“ der Bilder werden sichtbar belassen; die (Bild-)Körper sind geschunden, versehrt und aus Fragmenten und Reststücken in einer symbolischen und doch vergeblichen Form der Heilung wieder zusammengesetzt. Mit den Glasarbeiten sowie den „Unstable Talismanic Rendering“ Marmorierungen (seit 2014) öffnet sich Brätschs Werk jahrhundertealten kunsthandwerklichen Techniken. Und so treten nicht nur die mit diesen Techniken verbunden en Bezüge zur Alchemie und zum Mystisch-Spirituellen stärker in den Vordergrund. Mit diesen vermeintlich minderen Formen künstlerischen Ausdrucks plädiert Brätsch auch für eine alternative Geschichte der Malerei, die deren Bruchstellen und Seitenwege berücksichtigt. Der Titel der Ausstellung „Innovation“ ist einem Werbeslogan der Firma Brätsch Kompressoren in Hamburg entlehnt. Er scheint die Erwartungen an eine erste Überblicksausstellung genau zu beschreiben: den Druck, sich immer neu beweisen, mit immer neuen Arbeiten und Ideen aufwarten zu müssen. Es gehört zu Brätschs Stärken, derartige Mechanismen und Erwartungen in aller Deutlichkeit und mit viel Humor offenzulegen. Ein zentrales Anliegen der Künstlerin ist es, die Malerei auf soziale Zusammenhänge hin zu öffnen. Dies spiegelt sich nicht zuletzt in ihren Kooperationsprojekten. Und so zeigt die Ausstellung neben Arbeiten von Kerstin Brätsch auch Beiträge von und mit DAS INSTITUT, Full-Fall (Davide Stucchi und Mattia Ruffolo), Gaylen Gerber, KAYA, UNITED BROTHERS (Ei und Tomoo Arakawa), sowie des Filmemachers Alexander Kluge. Begleitend zur Ausstellung erscheint die erste Monografie zum Werk von Kerstin Brätsch. Die Publikation mit dem Titel „BRÄTSCH:“ stellt in einem umfangreichen Bildteil die zentralen Werkserien und Kooperationsprojekte der Künstlerin vor; sie beinhaltet einführende Essays von Patrizia Dander, Kathy Halbreich und Lanka Tattersall, sowie ein Gespräch von Philip Coulter mit der Künstlerin Allison Katz. Die Publikation wird gemeinsam mit der Fondazione Donnaregina per le Arti Contemporanee / Madre – Museo d’Arte Contemporanea Donnaregina in Neapel herausgegeben. Dort wird die Künstlerin gemeinsam mit Debo Eilers (als KAYA) im Herbst 2017 im Rahmen der MADRESCENZA Seasonal Schools ein einwöchiges Seminar halten. Kuratorin: Patrizia Dander

curator

Patrizia Dander 
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posted 14. Jun 2017

THE NUDE AND THE SAP by Daniel Dewar & Grégory Gicquel

14. Apr 201709. Jul 2017
THE NUDE AND THE SAP. Daniel Dewar & Grégory Gicquel Friday 14 April – Sunday 9 July 2017 Opening Thursday 13 April 6 – 8 pm, Artist Talk at 6:30 pm -Participants Daniel Dewar & Grégory Gicquel -Curators Samuel Saelemakers Let intelligence and body come together, let them understand one another, by means of the matter of my art! The stones and the powers, the profiles and the masses, the lights and the shadows, the artificial groupings, the illusions of perspective, and the reality of weight, these are the objects of their commerce of which the profit shall finally be this incorruptible richness I call Perfection. – Eupalinos by word of Phaedrus, Eupalinos, or the Architect, Paul Valéry The text Eupalinos, or the Architect by French poet Paul Valéry, commissioned as an introduction to the first edition of the review Architectures (1921), runs in parallel to Daniel Dewar and Grégory Gicquel’s THE NUDE AND THE SAP, an exhibition gathering existing and new works by the artist duo. Throughout the works on view runs an interest in the fluids (water, urine, sap, oil) that emerge from the materials used and the bodies that have had a hand in their shaping. Recurrent motifs such as vessels and containers –a vase, a pipe, a dresser– address the notion of negative space as a constructive element to all sculpture and pictorial surfaces. Valéry’s fictive text plays out a conversation between Socrates and Phaedrus on the potential of immersive architecture and finished form, most especially the idea that through construction the maker and the object being made are indivisible; almost a phantom limb. Phaedrus speaks to Socrates in the afterlife, where the philosopher resides as a mind without a body. In this spiritual realm, they discuss the need for ideas to take on form and thus, potentially, embody beauty. In both architecture and sculpture, issues of sustainability and eternity inevitably arise, thus forcing us to take into consideration the means and processes of production. “There are no details in the execution,” the fictive (?) architect Eupalinos says, meaning that detail is precisely everything when creation is concerned. Mind and body meet in the act of making, defining the work as the “indissoluble knot of the difference between intelligence and body.” Emphasizing the dialogic in creation and critique – a process inherent to the artist duo’s own sculptural practice – the text could be read as a manifesto of the pair’s sculptural process. Much like the architecture Valéry’s protagonists speak of is mirrored in the architecture of the text itself –a poiesis at work, a building that operates through thinking, speaking, and writing–, Dewar and Gicquel’s sculptures and murals embody their own making, oscillating between perfection and imperfection. The surrealist André Breton is known to have mockingly altered Valéry’s texts by replacing a given word by its opposite, revealing the supposed equivocal nature of the poet’s writing. For THE NUDE AND THE SAP, Dewar and Gicquel have undertaken a similar irreverent approach, replacing the word architecture with sculpture. The artists continuously dissect and reconstruct the medium of sculpture through their iconoclastic practice. With great wit and a bold visual language they traverse the aesthetic registers of sixteenth century pastoral and "brutalist rustic", to create a series of sculptures that explore the tensions and interrelations between nature and culture, material and form, animal and human. Para | Fictions THE NUDE AND THE SAP is presented as part of Para | Fictions, a cycle of sustained investigations taking as its focus the relationship between literature and visual art through the practice of ten artists; Daniel Dewar & Grégory Gicquel, Calla Henkel & Max Pitegoff, Mark Geffriaud, Laure Prouvost, Oscar Santillan, Dineo Seshee Bopape, Lucy Skaer and Rayyane Tabet. Each project on display presents a different artistic methodology, constituting a combination of each artist's visual interests and literary underpinnings, to seek the viability of repositioning ‘reference’ as ‘form’, ‘translation’ as ‘co-authorship’. —Supported by AMMODO, Institut français des Pays-Bas
Witte de With, Rotterdam

WITTE DE WITH CENTER FOR CONTEMPORARY ART | Witte de Withstraat 50
NL-3012BR Rotterdam

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posted 13. Jun 2017

Roxy Paine

02. May 201701. Jul 2017
venues: galleries at 293 and 297 Tenth Avenue Paul Kasmin Gallery is pleased to announce Farewell Transmission, a two-venue exhibition of recent sculpture by Roxy Paine. The exhibition will be on view from May 2 to July 1, 2017, spanning the galleries at 293 and 297 Tenth Avenue. This is the artist’s first major New York solo exhibition in three years and the first of his sculpture at Paul Kasmin Gallery. Over the past 25 years, Paine’s sculptures ruminate upon the clash of the human and the natural worlds, and the warring of chaos and control that result from humanity’s attempts to manage the process. Fusing organic forms, such as trees, flowers, and fungi with man-made structures and materials among which include stainless steel, epoxy, and polymer, Paine invents, distorts, surprises and confounds our perception of the natural and inorganic and the real and artificial. Farewell Transmission presents two distinct series, Dioramas and Dendroids; each express the artist’s anxieties about the human impact on our habitat and the mechanized tools that seek to impose order and control, often to disordered and unpredictable ends. In his Dioramas, Paine adopts and adapts a format familiar within the natural history museum, but instead of employing human artifice to represent the natural world, Paine’s Dioramas use organic materials to represent quotidian environments where the fundamental states of the Homo Sapien can be observed. Rooted in the Greek language, diorama translates to “through that which is seen.” Paine’s Dioramas are a device through which one can examine our own habitat, culture and society. Seemingly innocuous at first, each Diorama presents a room devoid of actual figures, yet charged with their psychological dilemmas. Meeting, 2016, is the artist’s most intimate in scale from the series, and implies through attentive details such as a ring of non-descript office chairs, the community space that hosts one of the variety twelve-step substance abuse programs. experiment, 2015, the only diorama of an actual historical event, though one for which we have no photographs, depicts the setting of a 1950s-70s CIA surveillance program examining the effects of LSD. Looking at this hallucinatory experience through another surveilling environment heightens the paranoid feelings of control, manipulation and misguided forensic observation. Personal associations and past encounters with these familiar spaces inevitably creep into the imagined scenes of the Diorama, collapsing the distance between the viewer and that which is on view. The new Dendroids, Paine’s first iteration in over 5 years of his iconic stainless steel sculptures, further expand upon this multifaceted, yet imperfect, transformation of the industrial into the natural, with even more daring grafting, beguiling engineering, and wild experimentation. In the new woks, tree trunks, branches and roots intertwine with lungs and hearts, or with electricity poles and debris and detritus. Ground Fault, 2016, poetically melds a tree’s roots and trunk with two transformers that are used to circulate electromagnetic energy. Paine’s Dendroids continue to reveal the intrinsic affinities and twisted connectivity of a tree’s form with other plant, human and man-made systems. In Desolation Row, 2017, a remarkable new work, Paine synthesizes the tree silhouettes of the Dendroids, the simulation of the Dioramas and the expansiveness of his earlier Fields series to replicate nature in solitude and at its most poignant moment. Returning to the motif of the tree, Paine presents them in Desolation Row as charred, barren, and destroyed. Positioned across a 13-ft table, Desolation Row is an unflinching portrayal of the infinite cycle of control and chaos reaching its devastating yet paradoxical conclusion where Paine leaves the question of renewal to be resolved. Roxy Paine (b. 1960, New York, NY) lives and works between New York City and Treadwell, NY. His work is the subject of numerous museum exhibitions worldwide including Roxy Paine: Serotonin Reuptake Inhibitor at Beeler Gallery, Columbus College of Art & Design, OH, 2016–17; Natura Naturans at Villa Panza, Varese, Italy, 2015–16; and Roxy Paine: Scumaks and Dendroids at Nelson-Atkins Museum, Kansas City, MO in 2011. In 2009, Paine was selected to create Maelstrom, a site-specific installation for the rooftop garden at the Metropolitan Museum of Art. His work has been installed in prominent public venues such as Madison Square Park in 2009 and Central Park in 2002. Paine has been the recipient of many prestigious awards, including John Simon Guggenheim Memorial Foundation Fellowship, the Asher B. Durand Award by the Brooklyn Museum and the Trustees Award for an Emerging Artist by the Aldrich Contemporary Art Museum. His work is included in prominent public collections, including the Museum of Modern Art New York, Museum of Modern Art San Francisco, and the Museum of Contemporary Art Los Angeles, National Gallery Sculpture Garden, Washington, D.C., North Carolina Museum of Art, Seattle Art Museum, The Whitney Museum of American Art, New York, and Hirshhorn Museum & Sculpture Garden, Washington, D.C. In 2018, the city of San Francisco will inaugurate its Central Subway Project with a new site-specific sculptural installation by Paine. A major monograph of the artist’s work will be published by Rizzoli next year.

artist

Roxy Paine 
Paul Kasmin Gallery, New York

293 & 297 Tenth Avenue
NY- 10001 New York

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posted 12. Jun 2017

GED QUINN. Rose, Cherry, Iron Rust, Flamingo

26. May 201708. Jul 2017
GED QUINN. Rose, Cherry, Iron Rust, Flamingo / Pearl Lam Galleries 26.05.2017-08.07.2017 Venue: Pearl Lam Galleries, 6/F, Pedder Building, 12 Pedder Street, Central, Hong Kong Pearl Lam Galleries is proud to present Rose, Cherry, Iron Rust, Flamingo , the first solo exhibition of Ged Quinn (b. 1963, UK), in Asia. Widely regarded as one of the leading painters in Bri tain, Quinn is renowned for his multi- layered landscape paintings that incorporate art historical subjects and the use of trompe l’oeil to challenge the idea of painting. Inspired by the poetry technique the “ideogrammic method” by the late American poet E zra Pound, the exhibition title, Rose, Cherry, Iron Rust, Flamingo , alludes to the use of concrete images to create an abstract concept and explores the different expository potentials of image making central to our reading of painting itself. To create illusionary landscapes that oscillate in between the familiar and the surreal, Quinn carefully selects imageries from diverse historical and allegorical subjects and then renders them in front of idealised landscape backdrops by well- known masters of histo ry paintings, like Claude Lorrain and Nicolas Poussin, from the Baroque period. Taking an active interest in French New Wave filmmaker Jean- Luc Godard’s use of montage and the Mnemosyne Atlas project by German art historian Aby Warburg, which investigates iconography and universalism in art, Quinn uses images without a linear progression or logic in mind. For the artist, making a painting is a visible thought process based on his own memory and improvisation to create a meta-narrative. The artist’s intentio n is to provoke an intertextual reading of painting; he takes it to a place where politics, literature, philosophy, and cultural memory create a vitality and tension that is both surreal and transcendental. Quinn states, “The reason that both Godard and Wa rburg interest me is that they function as composite works of images that are more about an iconology of interrelationships rather than the meaning of the images themselves. The spaces between the images are important because one ’ s perception is altered by the juxtaposition. I like to play with that dialectic of proximity and distance through montage images and intervention with the landscape.” In a post-modern age where, in Quinn’s words, “truth ” had been disenfranchised from the origins and subjugated by the corrupted "real”, the only way to provoke new meanings is to first corrupt the original meaning of the source itself. For things must fall apart before they can come together in new forms. Quinn uses painting to critique its own limitation, achieving what is still possible by questioning the process of image making and its legitimacy. Painting is not so much a didactic exercise for reproducing images, but in the first place it is a faithful experiment to reflect on the emotional and symbolic power of i mages from a cross-cultural and historical perspective. On view at the gallery is a series of new landscape, seascape, still life , and flower paintings presented together with a few portrait paintings from the past. A temporar y dwelling with the structural outline of a small hut will take up a quarter of the entire gallery space. This architectural intervention is meant to break down the gallery space and to create different physical thresholds for looking at the paintings. The paintings with a horizon line will be installed at a uniform height to simulate how images from individual paintings will come together like disparate film stills and fall apart like a montage, with their meaning constantly evolving. “ I am excited to hold Ged Quinn’s first solo exhibition in Asia in the Pedder Building gallery. His work evolves from European tradition without being constrained by it, drawing from his own experience of an increasingly g lobal yet contradictory world. There is a relationship between landscape, abstraction and image making in art history that has often been overlooked. “ Pearl Lam, Founder of Pearl Lam Galleries

artist

Ged Quinn 
Pearl Lam Galleries Hong Kong °

601-605 Pedder Building, 12 Pedder Street
Hong Kong

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posted 11. Jun 2017

Los Angeles, a fiction

08. Mar 201709. Jul 2017
opening: 07. Mar 2017
The myth that is Los Angeles - the entertainment industry, landscape, imagery and literature - seems to have overtaken the reality. It is impossible to distinguish between reality and fiction, light and darkness, tragedy and joy. In our exploration, we soon began to look at the novelists and writers, in addition to the visual artists, who have given the city its distinctive character. The exhibition Los Angeles, a fiction presents the work of 34 artists from Los Angeles and 84 writers, of various ages, each of whom construct and deconstruct the city in their work: artists and authors participating in the creation of a Fiction. Well-known artists (John Baldessari, Larry Bell, David Hockney...) can be seen alongside emerging artists (Ryan Trecartin/Lizzie Fitch, Alex Israel...). An important part of the exhibition is the eponymously-titled catalogue that brings together a subjective selection of authors, who over a period of 50 years, have contributed to constructing the city. By combining text and images, the exhibition reinforces Los Angeles’ fi ctive quality. But isn’t this fictive dimension a part of its reality? Curators: Thierry Raspail (MAC Lyon), Gunnar B. Kvaran (Astrup Fearnley Museet, Oslo) and Nicolas Garait-Leavenworth (literature). Artistic advisors: Hans Ulrich Obrist (Serpentine Galleries, London), Ali Subotnick (Hammer Museum, Los Angeles) and artist, Alex Israel.
MAC - Musée d´Art Contemporain, Lyon

Mac Lyon, 81 Quai Charles de Gaulle
69006 Lyon

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posted 10. Jun 2017

documenta 14 Kassel

10. Jun 201717. Sep 2017
siehe auch: [documenta Athens](http://kunstaspekte.de/documenta-athens) * Alle Künstler, die in Kassel ausstellen, werden am 7. Juni 2017 bekannt gegeben. * DOCUMENTA 14, KASSEL. LEARNING FROM ATHENS. VON ATHEN LERNEN. Auf Einladung der Kunsthochschule Kassel fand dort am 6. Oktober 2014 das Symposion »documenta 14, Kassel: Von Athen lernen« statt. Bei der vom Künstlerischen Leiter Adam Szymczyk und seinem Team organisierten Veranstaltung wurden erste wichtige Mitglieder der organisatorischen Struktur der kommenden documenta vorgestellt und wesentliche Ideen sowie thematische Anliegen der 2017 stattfindenden Ausstellung diskutiert. Seit der Gründung der documenta 1955 ist die Stadt Kassel Gastgeberin der Ausstellung. Die documenta war im Laufe ihrer dreizehn Ausgaben Gastgeberin zahlreicher Künstlerinnen und Künstler sowie anderer Kulturschaffender aus aller Welt. Doch letztlich scheint diese Gastgeberrolle – samt allen Privilegien, die diese mit sich bringt – nicht länger haltbar und verlangt förmlich nach einer, wenn auch nur temporären, Infragestellung. Davon ausgehend stellte Szymczyk die geplante Doppelstruktur der documenta 14 vor: Die documenta 14 wird 2017 einen zweiten Schauplatz – Athen – einführen und damit Kassel und die griechische Hauptstadt zu gleichberechtigten Ausstellungsorten machen. Die documenta wird damit ihre unangefochtene Position als Gastgeberin zugunsten einer anderen Rolle ruhen lassen: der Rolle des Gastes in Athen. Szymczyk merkte an, dass diese Entscheidung auf vielfältigen grundsätzlichen Überlegungen basiert. Diese hängen mit der aktuellen gesellschaftlichen und politischen Situation in Europa und weltweit zusammen, die künstlerisches Handeln motiviert. Darüber hinaus lassen sie es notwendig erscheinen, dass sich in der documenta 14 die greifbaren Spannung zwischen dem Norden und dem Süden – die in der zeitgenössischen kulturellen Produktion reflektiert, artikuliert und gedeutet wird – manifestiert. Teil dieser Herausforderung ist es, die Fallen einer binären Logik zu umgehen und die sich wandelnden Wirklichkeiten nachhallen zu lassen. Anstelle eines einzigen Spektakels mit einem festem Ort und einer klaren zeitlichen Struktur, wie sie für internationale Großausstellungen charakteristisch sind, wird die documenta 14 zwei Durchläufe umfassen, die sich zeitlich und räumlich in einem dynamischen Gleichgewicht befinden. Die Distanz zwischen Kassel und Athen wird die Erfahrung von Besucherinnen und Besuchern der documenta 14 grundlegend beeinflussen. Die beiden weit voneinander entfernten Ausstellungen erzeugen eine geografische und mentale Verschiebung, die ein Gefühl des Verlusts und der Sehnsucht auslösen und so die Wahrnehmung der Ausstellung modifizieren können; dies wirkt Vorstellungen von Verwurzelung entgegen und widerspricht der verbreiteten normativen Annahme, dass eine solche Ausstellung nur als eine Einheit von Handlung, Ort und Zeit bestehen kann. Die documenta 14 hinterfragt diesen Status quo und wird versuchen, ein Vielzahl von Stimmen in, zwischen und jenseits der beiden Städte einzubeziehen, in denen sie stattfindet. Vom Standpunkt der Metropole am Mittelmeer ausgehend, wo sich Afrika, Naher Osten und Asien gegenüberstehen, öffnet sie sich über den europäischen Kontext hinaus. Die unterschiedlichen und auseinanderstrebenden Standorte und soziökonomischen Rahmenbedingungen von Kassel und Athen werden sich auf den Entstehungsprozess der Ausstellungen auswirken und zugleich jedes einzelne Kunstwerk inspirieren und prägen. Die an der documenta 14 teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler werden eingeladen, ihre Arbeiten innerhalb der Dynamik zwischen den beiden Städten zu konzipieren und zu produzieren. Geplant ist, dass die documenta 14 im April 2017 in Athen und zwei Monate später, am 10. Juni, in Kassel eröffnet wird. So wird gewährleistet, dass es einen Monat gibt, in dem beide Teile der Ausstellung parallel stattfinden. Beide Ausstellungen werden als autonome Projekte für diverse markante Standorte in Athen und Kassel entwickelt, wobei sie einander inhaltlich beeinflussen, ohne sich formal zu wiederholen. Anstatt ein in Kassel vorgefertigtes Event an einem oder mehreren pittoresken Schauplätzen in Athen »abzusetzen«, will die documenta 14 von der Stadt und ihren Einwohnern lernen. Die documenta 14 wird nicht nur die Summe zweier Bestimmungsorte sein, sondern sich in einem dreijährigen Prozess des Lernens und der Wissensproduktion entwickeln und dazu beitragen, an beiden Orten Räume für öffentliches Leben zu schaffen. Die Communitys beider Städte werden in diesen Prozess einbezogen und an dem Projekt mitarbeiten. 2013/14 haben in Athen bereits einige aufschlussreiche Treffen mit dortigen Kulturproduzenten, die die kulturelle Vielfalt wie die Widersprüche des heutigen Griechenlands repräsentieren, stattgefunden; auch wurde eine anhaltende Diskussion über die Zusammenarbeit mit bestimmten Kulturinstitutionen der Stadt begonnen. Parallel dazu fanden solche Gespräche in Kassel statt. Griechenland ist 2014 kein Einzelfall; es ist Sinnbild für eine sich rapide verändernde globale Situation und verkörpert die wirtschaftlichen, politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Dilemmas, mit denen sich Europa heute konfrontiert sieht – ähnlich wie Kassel 1955 für die Notwendigkeit stand, mit dem Trauma der Zerstörung, das der Nationalsozialismus in Deutschland mit sich gebracht hatte, umzugehen, und gleichzeitig als strategisch bedeutsamer Ort im beginnenden Kalten Krieg diente. Athen ist beispielhaft für die aktuellen Probleme, die über die sprichwörtliche Vorstellung von der »griechischen Krise« hinausgehen, denn tatsächlich sind diese Probleme ebenso europäische und globale wie griechische, und sie sind keineswegs gelöst. Doch sie bieten uns eine Möglichkeit, der Vorstellungskraft, dem Denken und dem Handeln einen Raum zu eröffnen, anstatt sich an dem entmachtenden neoliberalen Spiel zu beteiligen, das sich selbst als (Nicht-)Handlungsoption in Gestalt der (Nicht-)Wahlmöglichkeit der Sparpolitik präsentiert. Die Wahl des Zeitpunkts und des Standorts Kassel waren 1955 eben jene Faktoren, die es der documenta ermöglichten, sich zu einem Projekt zu entwickeln, das inzwischen seit mehr als einem halben Jahrhundert Bestand hat; doch die soziopolitischen Parameter, die die Dringlichkeit der documenta ausmachten, sind heute nicht mehr wirksam. Dieses Gefühl der Dringlichkeit muss daher anderswo gefunden werden. Szymczyk und sein Team schlossen mit der Bemerkung, dass die documenta 14 – mit ihrer temporären Verlagerung und Verdoppelung der Perspektiven – jene künstlerischen Strategien ermöglichen könnte, die nach der Realität einer zeitgenössischen Welt greifen – einer Welt, die als Ort für eine aus Individuen bestehende Multitude verstanden wird und nicht als ein Territorium, das von hegemonialen Beziehungen definiert wird, die sie für viele zu einem Ort des Leidens und des Elends machen. Diese Welt, die größer ist als Deutschland oder Griechenland, wird das Thema der Ausstellung sein. Künstler: Akinbode Akinbiyi, Nevin Aladağ, Andreas Angelidakis, Rasheed Araeen, Ariuntugs Tserenpil, Michel Auder, Nairy Baghramian, Roger Bernat, Ross Birrell, Nomin Bold, Pavel Brăila, Geta Brătescu, Miriam Cahn, Vija Celmins, Banu Cennetoğlu, Ciudad Abierta, Moyra Davey, Agnes Denes, Beau Dick, Maria Eichhorn, Hans Eijkelboom, Bonita Ely, Theo Eshetu, Aboubakar Fofana, Peter Friedl, Daniel García Andújar, Pélagie Gbaguidi, Apostolos Georgiou, Gauri Gill, Marina Gioti, Beatriz González, Hans Haacke, Ganesh Haloi, Dale Harding, David Harding, Maria Hassabi, Edi Hila, Susan Hiller, Hiwa K, Olaf Holzapfel, Gordon Hookey, Andreas Ragnar Kassapis, Khvay Samnang, Daniel Knorr, David Lamelas, Ibrahim Mahama, Britta Marakatt-Labba, Narimane Mari, Mata Aho Collective, Angela Melitopoulos, Lala Meredith-Vula, Gernot Minke, Marta Minujín, Naeem Mohaiemen, Rosalind Nashashibi, Emeka Ogboh, Olu Oguibe, Rainer Oldendorf, Benjamin Patterson, Dan Peterman, Angelo Plessas, Nathan Pohio, Pope.L, Postcommodity, Prinz Gholam, R. H. Quaytman, Abel Rodríguez, Tracey Rose, Roee Rosen, Arin Rungjang, Georgia Sagri, Máret Ánne Sara, Algirdas Šeškus, Nilima Sheikh, Mounira Al Solh, Eva Stefani, K. G. Subramanyan, Vivian Suter, Terre Thaemlitz, Piotr Uklański, Antonio Vega Macotela, Cecilia Vicuña, Annie Vigier & Franck Apertet (les gens d’Uterpan), Wang Bing, Lois Weinberger, Stanley Whitney, Elisabeth Wild, Ulrich Wüst, Zafos Xagoraris, Sergio Zevallos, Artur Żmijewski
documenta Kassel

Kunsthalle Fridericianum | Friedrichsplatz 18
34117 Kassel

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posted 09. Jun 2017

Vladimir Houdek. Resonanz

06. May 201724. Sep 2017
opening: 05. May 2017
Vladimir Houdek. Resonanz Eröffnung: 05.05.2017 Vladimír Houdek (*1984 in Nové Město na Moravě, Tschechien) gehört zu einer jungen Kunstszene, die sich in und um Prag herum gebildet hat. Houdeks Malerei ist dabei fest in der europäischen Kunstgeschichte verankert, zu deren kulturellem Erbe er sich selbstbewusst positioniert und das er konsequent weiterentwickelt. Seine Bilder ziehen den Betrachter durch ihre Widersprüchlichkeit an. Geometrische Körper scheinen im Raum zu schweben, ihr Hell-Dunkel, der Glanz und die Schatten erinnern an blankpoliertes Metall oder Computergrafiken. Die plastisch wirkenden Formen werden jedoch in ihrer inneren Logik sowie malerischen Präzision immer wieder gebrochen und sind Ergebnis komplexer Kompositionen und ausgefeilter Maltechniken. Houdeks Arbeiten entstehen aus flächigen Überlagerungen, die im Auge des Betrachters Räume bilden. Ursprünglich als Lösung für nicht gelungene Teile des Bildes gedacht, hat er diese Technik zum Prinzip erhoben, das sich auch in seinen Collagen, Zeichnungen, Gouachen und Filmen wiederfindet. Alle Arbeiten verbindet ein Interesse an geometrischen Formen und ihrem Verhältnis zum Grund, der Beziehung verschiedener Körpern zueinander und der Wirkung des Zusammenspiels von Form und Farbe. In Auseinandersetzung mit historischen Vorläufern wie dem Konstruktivismus, Dada und der Op-Art erreichen Houdeks Arbeiten jedoch eine zeitgenössische Ästhetik, die unsere visuellen Alltagserfahrungen aus gegenwärtigen Stadtbildern, Werbegrafiken und der digitalen Welt verhandelt. Für jede seiner Ausstellungen setzt er sich mit der speziellen Raumsituation vor Ort auseinander. So hat er nach einem Besuch des Kunstpalais auch für seine Einzelausstellung in Erlangen neue Gemälde angefertigt, die dennoch seine unverkennbare Handschrift tragen. In Kooperation mit dem Kunstpalais stellte Vladimír Houdek zusammen mit der Choreographin Hana Polanská Turečková den letzten Teil seiner filmischen Trilogie fertig, der bei uns seine Premiere feiert. In Kooperation mit der Overbeck Gesellschaft Lübeck, dem Mönchehaus Museum Goslar und der Tichy Ocean Foundation, Prag, ist ein gemeinsamer Katalog erschienen: Vladimír Houdek. Levitationen, 160 Seiten, Hardcover, 30 Euro, Hatje Cantz, 2016

curator

Milena Mercer 
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