daily recommended exhibitions

posted 17. Sep 2019

Abschied vom Außen. Eine Suchbewegung nach dem Terrestrischen

14. Sep 201927. Oct 2019
Abschied vom Außen. Eine Suchbewegung nach dem Terrestrischen Exhibition with Performances, Readings, Concerts and Screenings 14.09.2019 – 27.10.2019 Die erhabene Perspektive von außen auf den blauen Planeten, die Vorstellung einer fortschreitenden Expansion und Eroberung von Neuland führen in die Irre. Soziale Ungerechtigkeit, Migration, Abschottung und Ausgrenzung, Umweltzerstörung und Klimawandel zeigen, dass Menschen über nichts erhaben, sondern immer mittendrin sind. Es gibt keine abgeschirmte Weltabgeschiedenheit und kein Außen. Alles Leben ist gebunden an die „Critical Zone“ – die dünne, nur wenige Kilometer dicke luft- und wasserführende Schicht rund um unseren Planeten. Was bedeutet das für unsere Wahrnehmung von Welt, unser Handeln und Zusammenleben? Abschied vom Außen greift diese Fragen nicht nur theoretisch auf, sondern verwandelt den Kunstverein Freiburg in ein Experimentalsystem für die Suchbewegung nach dem „Terrestrischen“ – ein Begriff, den der Soziologe Bruno Latour für ein noch zu umreißendes, anderes Verhältnis zum Planeten Erde gebraucht. In Zusammenarbeit mit Künstler*innen, Wissenschaftler*innen, Philosoph*innen und Besucher*innen wird der Kunstverein mit Installationen, Performances, Workshops, Konzerten, Filmscreenings zu einem Labor für ästhetische Kollisionen und ungewöhnliche Begegnungen. Im Gegensatz zu allbekannten Katastrophenszenarien des Anthropozän wird auf das kreative Potential der Menschen, ihre Verantwortung und Handlungsmöglichkeiten fokussiert. Ausgangspunkt der Suchbewegung ist die künstlerische Forschung DE\GLOBALIZE von Daniel Fetzner, Martin Dornberg und Ephraim Wegner mit Arbeitsergebnissen aus Indien und Ägypten in Form von raumgreifenden Medieninstallationen. [deglobalize.com](http://moe.lab.mi.hs-offenburg.de/hyper/#Intro) Künstlerische Leitung: Daniel Fetzner Dramaturgen: Martin Dornberg (Philosophie / Medizin), Ephraim Wegner (Sound), Wolfgang Klüppel (Performance), Jürgen Reuß (Text), Adrian Schwartz (Clique am Bach) Der Club Noosphäre ist ein theatral-situationistischer Co-Forschungs-Space zum samstäglichen Kristallisationshappening. Ziel ist die vollständige, permanente Dissoziation aller Beteiligten. Hauptakteur ist der Meteorit von Ensisheim, Conférenciers sind: Jürgen Reuß, François Makandal und Daniel Fetzner. Die Clique am Bach ist eine Gruppe von Filmstudierenden der Hochschule Offenburg. Die Compagnie LaPerformance ist ein Tanzkollektiv, das im Spannungsfeld zwischen Individuum und urgeschichtlichem Unterbewusstsein arbeitet. Abschied vom Außen ist eine Produktion der Hochschule Offenburg und der künstlerischen Forschungsgruppe mbody e.V. in Kooperation mit dem Kunstverein Freiburg, dem Theater Freiburg, dem Theaterkollektiv Konsortium und Konsorten, dem Zentrum für Anthropologie und Gender Studies der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, dem Kommunalen Kino Freiburg, dem Literaturhaus Freiburg sowie dem Carl-Schurz-Haus.

curator

Daniel Fetzner 
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posted 16. Sep 2019

Susan Hefuna: Gebilde

07. Sep 201911. Oct 2019
opening: 06. Sep 2019 05:00 pm
Susan Hefuna : Gebilde Season Opening: Friday, September 6th | 5 - 8 PM September 7 - October 11, 2019 Es ist uns eine grosse Freude und Ehre, die Eröffnung von Susan Hefunas erster Einzelausstellung in unserer Galerie ankündigen zu dürfen: „Gebilde“ zeigt sowohl Hefunas poetisch-sinnliche Zeichnungen als auch ihre räumlich fesselnden Plastiken. Susan Hefuna zeichnet in mehreren Schichten, und auf dieselbe Art und Weise entstehen auch ihre Plastiken. In ihren Arbeiten zeigen sich Inspirationen aus verschiedensten Quellen, die von Biologie über Architektur bis hin zur Informatik reichen. Aus all diesen Gebieten trägt die Künstlerin Muster zusammen, um so ihren Hauptinteressen nachzugehen: architektonische und geometrische Formgebung, rasterbasierte Ästhetik und Oberflächentransparenz. Hefunas multikultureller Hintergrund färbt ihre einzigartige, scheinbar abstrakte künstlerische Sprache. In dieser geht es um Struktur: die Struktur des Werks, die Struktur kultureller Kontexte, die Struktur der Organisation unserer Existenzen. Die Titel der Arbeiten enthalten naturalistische Verweise auf Architektur und Stadtlandschaften – Hefunas künstlerischer Ausdruck mag sich minimalistisch und konzeptuell geben, mag sogar Nationalität, Raum und Zeit überschreiten, doch die Taktilität und sinnliche Ästhetik ihrer Motive stecken voller Poesie und impliziter Inhalte. Hefuna arbeitet mit Performance, Video, Zeichnung, Fotografie, Installation und Plastik. Aber die Zeichnung hat für sie einen besonderen Stellenwert – nicht zuletzt deshalb, weil die Linie Objekte und Formen definieren kann und somit das Wesen der Struktur in direkter und ungefilterter Sprache beschreibt. Susan Hefuna (* 1962) ist eine international renommierte Künstlerin. Sie lebt und arbeitet in Düsseldorf und New York. Sie stellt weltweit aus und ist in bedeutenden Sammlungen massgeblich vertreten, wie z.B. im Centre Pompidou und Louvre (Paris), British Museum und Victoria & Albert Museum (London), MoMA (New York), Solomon R. Guggenheim Museum (Dubai und New York), The Art Institute of Chicago, Los Angeles County Museum of Art (LACMA) sowie in diversen privaten Sammlungen. Im Jahr 2013 wurde ihr der namhafte „Prix de dessin“ der Fondation d’art contemporain Daniel et Florence Guerlain verliehen, die ebenfalls verschiedene Arbeiten erworben hat.

artist

Susan Hefuna 
Anne Mosseri-Marlio Galerie, Basel

ANNE MOSSERI-MARLIO GALERIE | Malzgasse 20
CH-4052 Basel

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posted 15. Sep 2019

Sommer

29. Jun 201906. Oct 2019
opening: 28. Jun 2019 07:00 pm
SOMMER 29.6. – 6.10.2019 Eröffnung: Freitag, 28.06.2019 19:00 Uhr Maïly Beyrens, Verena Buttmann, Signe Raunkjær Holm und Ji hyung Song Es sind in SOMMER nicht die spektakulären Auftritte, die Künstler*innen und Zuschauer*innen an ihre Grenzen bringen wie damals, als Performance zur Qual werden konnte, aufrütteln sollte, Drama war und Schmerz. Es sind die leisen Eingriffe, die unauffälligen Manipulationen, die wirken, als seien sie Teil des alltäglichen Lebens und nur für eine begrenzte Zeit, für einen SOMMER, in den Ausstellungsraum und auf die Bühne gebracht worden. Die selbstverständliche Kommunikation mit der Welt, mit dem leiblichen Gegenüber, das ist es, was Maïly Beyrens, Verena Buttmann, Signe Raunkjær Holm und Ji hyung Song interessiert. Sie möchten nähertreten, im Hier und Jetzt des KIT, sich einer Öffentlichkeit aussetzen und uns dabei einladen, selbst zu entscheiden, wie wir uns in diesem Setting verhalten wollen. Alles ist da: Körper, Raum und Zeit, verbunden mit Tanz und Musik und mit dem geschriebenen und gesprochenen Wort. Bilder tauchen auf, wir können sie uns machen, jeder in sich selbst, oder mit seinem eigenen Medium: seiner Kamera, seinem Smartphone. Die Künstlerinnen möchten Sie einladen, SOMMER zu erfahren: auf einer Parkbank sitzend; träumend von einem längst vergessenen Dachboden; schreitend auf einer Bühne oder vertieft in den Akt des Angelns. Sie sind ein Teil dieser Ausstellung und mit Ihnen wird sie sich täglich verändern und weiterentwickeln. Im Rahmen der eigens für diese Schau konzipierten Werke werden wöchentlich Performer*innen und Vermittler*innen mit den Besucher*innen in Kontakt treten. Das außergewöhnliche interdisziplinäre Projekt ist zukunftsweisend für die Arbeit junger zeitgenössischer Künstler*innen, die immer stärker Skulptur, Timebased Media und Performance verbinden. Kuratiert von Gertrud Peters und Ji hyung Song Mit dem Kauf einer Eintrittskarte laden wir Sie zu einem zweiten Ausstellungsbesuch ein, um weitere Performances zu erleben.
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posted 14. Sep 2019

MONICA BONVICINI. I CANNOT HIDE MY ANGER

28. Jun 201927. Oct 2019
Belvedere 21 MONICA BONVICINI. I CANNOT HIDE MY ANGER 28.06.2019 - 27.10.2019 Monica Bonvicinis medienübergreifende Arbeiten mit Zeichnung, Skulptur, Installation, Video und Fotografie rücken das Verhältnis von Architektur, Geschlechterrollen, Kontrollmechanismen und Machtdispositiven in den Mittelpunkt. Die Künstlerin untersucht dabei politische, soziale und institutionelle Gegebenheiten und deren Auswirkungen auf die Gesellschaft. Für das Belvedere 21 – ursprünglich der österreichische Pavillon auf der Weltausstellung 1958 in Brüssel – entwickelt sie eine ortsspezifische und raumgreifende Installation, die radikal auf die Architektur Karl Schwanzers reagiert. Bonvicini interessiert sich dabei vor allem für die männlich geprägten Machtstrukturen, die sich im gebauten Raum genauso ausdrücken wie in der Kunstgeschichte, der Politik und der Sprache. Monica Bonvicini wurde 1965 in Venedig geboren. Sie lebt und arbeitet in Berlin. Kuratiert von Axel Köhne. Die Ausstellung ist von 28. Juni bis 27. Oktober 2019 zu sehen.

curator

Axel Köhne 
Belvedere, Wien

Prinz Eugen-Straße 27
A-1030 Vienna

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posted 13. Sep 2019

Ljubljana Biennial of Graphic Arts 2019

07. Jun 201929. Sep 2019
Ljubljana Biennial of Graphic Arts 2019 "Crack Up – Crack Down" The 33rd edition 07.06.2019 - 29.09.2019 The Ljubljana Biennial of Graphic Arts, a major biennial event in Slovenia, announces the curatorial concept for their 33rd edition, curated by Slavs and Tatars and entitled Crack Up – Crack Down. Crack Up – Crack Down will take an expansive view of the genre of satire today, featuring works by historical and contemporary international artists, as well as interventions by activists, new-media polemicists, performances by stand-up comedians, and others. For the 33rd edition of the Biennial, Slavs and Tatars consider "the graphic" not as a medium, but as an agency. They question how graphic language engenders a form of infra-politics via irony and ridicule as a particularly resilient and contemporary form of critique. Purported to speak truth to power, satire has proven itself to be a petri dish in a world of post-truth bacteria. Satire has been variably considered as a form of popular philosophy, biting critique, and a conservative genre prone to moralizing inclinations. It thrives in periods of authoritarian rule: from the rich tradition of Communist humor in Central and Eastern Europe, to the many examples from the Middle East. Today, the return of strong-man rule in the West has prompted a boom in various comedic forms. Just as the growth of print media brought about a proliferation of satirical periodicals in the early 20th century (Slovenia’s Pavliha, Germany’s Simplicissimus, the UK’s Punch, France’s l’Assiette au Beurre and the Caucasus’ Molla Nasreddin to name a few), so too has our digital age provided a particularly fertile graphic moment, via the meme and the protest poster. The visual glut of our age has spawned new aesthetic languages whose messages and discourse we often find distasteful. Though each enjoys a distinct history, both the graphic arts and satire claim to speak simultaneously for and to the people. A publication will accompany the exhibition and serve as a compendium of the practices of "satire" and "graphic" acting both as a mediation guide and a reader on the topic with essays from leading scholars. “With the rise of populism across the globe (not to mention reductive and revanchist forms of identity politics), there has been vigorous debate over who constitutes ‘the people.’ For more than a millennium, satire has been a particularly contested genre to explore such questions, via varying degrees of serious invective or jocular teasing. Is each joke, as George Orwell maintained, a tiny revolution? Or does laughter deflate the pressures and tension which could otherwise lead to political upheaval?” –Slavs and Tatars Artists Maintaining its position as a biennial with a deeply global point of view, this year’s Ljubljana Biennial of Graphic Arts will include a cross section of artists from regional territories such as Slovenia, Poland, Ukraine, Georgia and Bulgaria, as well as international participants from China, Iran, United Kingdom and the United States. Artist list: Lawrence Abu Hamdan, Hamja Ahsan, Pablo Bronstein, Cevdet Erek, Arthur Fournier with Raphael Koenig, Boštjan Gorenc (aka Pižama), Martine Gutierrez, Flaka Haliti, Stane Jagodič, Zhanna Kadyrova, Sachiko Kazama, Dozie Kanu, Ferdinand Kriwet, Ella Kruglanskaya, Tala Madani, Augustin Maurs, Marlie Mul, Woody de Othello, Alenka Pirman with KULA, Amanda Ross-Ho, Lin May Saeed, Hinko Smrekar, Endre Tot, Anna Uddenberg, Martina Vacheva, Nicole Wermers, Anja Wutej, Giorgi Xaniashvili, XIYADIE and Honza Zamojski. Venues: The 33rd edition of the Ljubljana Biennial of Graphic Arts will be spread across 9 venues, in a parcours across the city. Beginning with the main venue of the International Centre of Graphic Arts (MGLC), the exhibition will build upon and highlight crucial networks of contemporary culture in Ljubljana’s vibrant creative landscape, including non-profit spaces, commercial galleries and artist-run initiatives. MGLC - The International Centre of Graphic Arts MGLC - Švicarija National Gallery of Slovenia The National Library of Slovenia Equrna Gallery Gallery ZVKDS ISIS Gallery DUM Project Space Dobra Vaga
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posted 12. Sep 2019

Thomas Schütte

13. Jul 201906. Oct 2019
opening: 12. Jul 2019 07:00 pm
Thomas Schütte 13.07.2019 - 06.10.2019 Eröffnung: Freitag, 12. Juli, 19 Uhr Der deutsche Bildhauer und Zeichner Thomas Schütte zählt zu den wichtigsten Künstlern der Gegenwart. Im April 2016 eröffnete der mehrfache documenta-Teilnehmer seine Skulpturenhalle in Neuss – der Ausstellungsraum dient der Präsentation zeitgenössischer Skulptur und als Lager seiner eigenen Werke. Zu Schüttes künstlerischen Schwerpunkten gehören zudem Aquarelle, Zeichnungen und Modelle sowie Installationen wie etwa die Bibliothek (2014/2017), ein Modell in Originalmaßstab, das im Erdgeschoss des Kunsthaus Bregenz präsentiert wird. Die wichtigste Werkgruppe bilden seine Skulpturen. Meist finden sie ihren Ausgang in kleinen Wachs- oder Tonmodellen. Sie werden in großen Formaten – bis zu sechs Meter hoch – in Bronze oder Stahl gegossen. Schüttes Serie Mann im Wind I–III (2018), die in Bregenz zu sehen sein wird, oder die monumentale Bronze Mann mit Fahne (2018), sind Zeugnisse seines skulpturalen Schaffens. Anlässlich der Sommerausstellung von Thomas Schütte im Kunsthaus Bregenz werden seine Werke nicht nur im KUB, sondern an verschiedenen Orten im öffentlichen Raum in Bregenz präsentiert. Wie zum Beispiel ein Wasserdampf schnaubender Hund aus patinierter Bronze auf dem Karl- Tizian-Platz vor dem Kunsthaus Bregenz. * Biografie Thomas Schütte Der mehrfache documenta-Teilnehmer Thomas Schütte, 1954 in Oldenburg, Deutschland, geboren, studierte an der Kunstakademie Düsseldorf. Er war Schüler von Gerhard Richter und Fritz Schwegler. In den 1980er Jahren hatte er eine Gastprofessur an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg inne. Einzelausstellungen wurden unter anderem im Stedelijk Museum, Amsterdam (2004), im Haus der Kunst in München (2009), im Museo Reina Sofía in Madrid (2010), in der Serpentine Gallery, London (2012) und in der Fondation Beyeler in Basel (2013) präsentiert. Schütte nahm 2005 an der Biennale in Venedig teil sowie 1987 an der documenta 8, 1992 an der documenta IX und 1997 an der documenta X in Kassel. Vor seiner Ausstellung in Bregenz waren seine Arbeiten im Monnaie de Paris, Paris (2019), zu sehen. 2021 wird ihm das Museum of Modern Art in New York eine Retrospektive widmen. Thomas Schütte lebt und arbeitet in Düsseldorf.
Kunsthaus Bregenz

Karl Tizian Platz
A-6900 Bregenz

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posted 11. Sep 2019

Magdalena Jetelová. Essential is Visible

11. Sep 201907. Dec 2019
opening: 10. Sep 2019
Mit der Ausstellung ‚Essential is Visible‘ stellt die Deutsche Gesellschaft für christliche Kunst den jüngsten Werkzyklus ‚Pacific Ring of Fire‘ der tschechischen Künstlerin Magdalena Jetelová vor. Seit vielen Jahren erscheint das Thema der Grenze, der Ausgrenzung oder Markierung zentral in Jetelovás Arbeit. Dabei ist der aktuelle Zeitbezug eine bedeutende inhaltliche Komponente. Mit ‚Pacific Ring of Fire‘ thematisiert Jetelová die Endlichkeit natürlicher Ressourcen und macht die globale Erwärmung sichtbar. Die gezeigten Aufnahmen stammen von einer Expedition zur Antarktis: Mittels eines Laserpointers zeichnete die Künstlerin die geologische Nahtstelle zwischen der Pazifischen und der Antarktischen Platte nach und hinterließ auf dem Eis Botschaften. Die Videoarbeit dokumentiert durch Ton und Bild eindrücklich die sich rasch verändernde Situation des Lebensraums Antarktis. In einem waghalsigen Unterfangen filmte Jetelová von einem kleinen Boot aus dahintreibende Eisfragmente und einstürzende Eisberge. Das eindrückliche Geräusch des knackenden Eises begleitet die Bilder.

curator

Benita Meißner 
DG Deutsche Gesellschaft für christliche Kunst, München

DG Deutsche Gesellschaft für christliche Kunst e.V. | Finkenstraße 4
80333 Munich

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posted 10. Sep 2019

STAY TWICE. Beatriz Olabarrieta

07. Sep 201910. Nov 2019
STAY TWICE. Beatriz Olabarrieta 07.09.2019 – 10.11.2019 Press preview 06.09.2019, 11:00 Der Kunstverein Bielefeld unter der neuen Direktion von Nadine Droste freut sich, Stay Twice zu präsentieren, die erste institutionelle Einzelausstellung von Beatriz Olabarrieta in Deutschland. Olabarrieta (geboren in Bilbao, Spanien, lebt und arbeitet in Berlin) beschäftigt sich in ihrer künstlerischen Praxis mit der visuellen Darstellung von Kommunikation und Sprache. Die Künstlerin reflektiert das Verhältnis von wörtlichen und metaphorischen Bedeutungen, von Text und Materialität sowie Nachricht und Zeichen, um die Kommunikationsformen der aktuellen Informationsgesellschaft zu beleuchten. Ihre Arbeiten waren zuletzt im Museum of Contemporary Art Santa Barbara in Kalifornien, USA, ausgestellt und werden Ende des Jahres in der Fundació Joan Miró in Barcelona, Spanien, zu sehen sein. Für den Kunstverein Bielefeld hat Olabarrieta in Zusammenarbeit mit Armin Lorenz Gerold, Hendrike Nagel, Romy Kießling und Zach Furniss ein Setting mit neuen Arbeiten entworfen, das sich über beide Etagen des Gebäudes erstreckt. Am 06.09.2019 findet um 11:00 ein Presserundgang durch die Ausstellung statt, zu dem wir Sie herzlich einladen. Eine ausführliche Pressemitteilung und Bildmaterial sind HIER zum Download für Sie hinterlegt. Die Ausstellungsansichten werden ab 09.09.2019 abrufbar sein. Informationen zu der Ausstellung und dem Rahmenprogramm finden Sie zudem auf unserer neuen Webseite www.kunstverein-bielefeld.de. Für Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
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posted 09. Sep 2019

PAUL MORRISON. DANDELION

06. Sep 201930. Oct 2019
VAN HORN PRESENTS PAUL MORRISON. DANDELION 07.09.2019 - 30.10.2019 OPENING FRI. O6 SEP. 18:OO We are delighted to present Paul Morrison’s first extensive solo exhibition at VAN HORN. Having received worldwide recognition since the 1990s, Morrison now exhibits in the Rhineland for the first time in over 16 years. Parallel to this show, he is honored with a second solo exhibition at the Knust Kunz Gallery in Munich. Dent de lion Lion's tooth Löwenzahn Dandelion When the yellow inflorescence of the dandelion has closed after withering, it opens again after several days and first repels the dried perianth of the ray florets. The ovaries themselves then are slender, barrel-shaped and have hairy parachutes, carrying them by the wind over long distances. It is the rough-toothed leaves of the dandelion that, among other things, find their way into Paul Morrison's pictorial worlds, whose varnished plant arrangements attract international attention since over two decades. In times of climate change, they have currently become extremely topical once again, not least because of the artist's consistent devotion to the subject of landscape and flora. In his monochrome paintings and wall works, Morrison skillfully draws attention to the interweaving of diverse images of nature that seem familiar to us from a wide variety of contexts, transported via various media. For this he devises his scenes of flowers and trees from comics and graphic patterns to historical etchings from the Renaissance or scientific illustrations of botany. Morrison's visual language effortlessly moves from the silhouette of a Disney-style tree to a seemingly scientific fascination for the shape of a branch. Some of his works are reminiscent of photographic experiments or traditional reproduction techniques such as woodcuts. Morrison insinuates, for instance, the illusion of this printing technique in the motif of the wooden slat fence, which can be seen in many of his paintings. The coarse black and white lines not only reflect the structure of the fence slats, but also simulate the technical process of woodcuts. In other cases he works with computer software and manipulates, transforms, stretches or distorts his motifs and plays with the shifting of proportions, when the delicate contours of a large-format metal work disprove their actual size and weight. Morrison composes arrangements with which he creates images of nature, that are simultaneously formally reduced and surreally distant, that transform the space they occupy into a mapped garden. Thus we encounter his silhouette-like plant pictures sometimes as large pieces of meadow or sometimes as larger-than-life cloves. Not following any kind of hierarchy, but rather playfully and equally precisely entangling themselves in our need for recognition. Paul Morrison, whom Daniela Steinfeld met as an artist colleague in the 1990s, will realize more than 6 meter long mural for VAN HORN and exclusively present an overview of his own works from his personal collection. Paul Morrison *1966, lives and works in Sheffield, UK We're participating in the DC OPEN Galleries Weekend Fri O6 Sep. 18-22 Sat O7 Sep. 12-20 Sun O8 Sep. 12-18

artist

Paul Morrison 
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posted 08. Sep 2019

Ho Tzu Nyen - G for Gong

11. Jul 201929. Sep 2019
Ho Tzu Nyen G for Gong July 11–September 29, 2019 The installations of Singaporean video artist and theater director Ho Tzu Nyen are visually stunning, opulent works permeated with numerous and complex cultural references. Various concepts, imaginaries, and allusions to the histories of Eastern and Western literature, art, and music are woven together with multifaceted sound collages to form these enigmatic pieces, which reveal new layers of meaning to the viewer on every level of perception. Ho’s central theme is the pursuit of Southeast Asia’s cultural identity, which is both written in and overwritten by such a multitude of languages, religions, cultures, and influences that it is almost impossible to reduce it down to a fundamental historical core. The earliest piece included in this exhibition—the first survey of Ho’s oeuvre in Germany—is Utama—Every Name in History Is I, a film work from 2003 that explores the mythic founding of Singapore in staged scenes based on paintings. The nexus of the artist’s intense occupation with this region’s histories is the multimedia The Critical Dictionary of Southeast Asia (CDOSEA) from 2017, which comprises 26 parts organizing this specific knowledge in a structure mirroring that of the English alphabet. The project’s video component makes use of an algorithm-run editing program to render and re-render found footage from online sources to accompany each written entry, by which Ho links parallel narratives of local animistic cosmologies with those of diverse colonialisms and modernizations. He is less interested in a simple, historical truth than in “how these constructed histories regulate, define, and control our way of thinking and our mode of life.” The all-encompassing format of the dictionary represents Ho’s equally obsessive and ambitious attempt to describe a whole world with his art—CDOSEA extends to include not just the 26 multimedia dictionary entries but also functions as an umbrella project under which pieces from the last 15 years are gathered. In 2 or 3 Tigers (2016)—the third of Ho’s works listed in CDOSEA under “T”—we see computer-generated figures that are animated by a human performer through motion capture technology, through which Ho uses the metamorphic possibilities of digital imaging to traverse the worlds of humans and animals. Tigers, driven to extinction in multiple Southeast Asian countries by the increase of plantations, return as metaphors. In Ho’s approach, tigers are one of the very few creatures that can symbolically link the different cultures of the region, as human-tiger transformations appear across regional mythologies and interestingly enough also in the modern mainstream imaginary: Malayan communists were called tigers, and the highly feared Japanese soldiers were described as having tiger-like attributes by the British. In this web of references, the two-part video work The Name and The Nameless find their specific place in the dictionary under “G ,” for “Gene Z. Hanrahan” and “Ghost.” Hanrahan is the author of The Communist Struggle in Malaya (1954), one of the earliest studies of the history of the Malayan Communist Party, in which translations of a number of the party’s most important internal documents on political and military strategy from its founding to 1951 were first published. Although there is practically no major or minor work on the conflict that does not cite Hanrahan’s book, The Name reveals Hanrahan’s identity as a ghostwriter. The Nameless tackles the question of political conspiracy, multiple identities, and the different powers that have influenced the histories of Southeast Asia by drawing the portrait of the triple secret agent Lai Teck, who was the secretary general of the Malayan Communist Party from 1939 to 1947. At the same time, The Nameless is also about the cinema and acting. Of all the world’s major cinema cultures, it is perhaps Hong Kong’s that has shown the most intense fascination with “compromised” individuals, as is evident in its constant stream of films about stool pigeons, double agents, informers, and traitors. Ho’s own film is also about a shapeshifter, told through a series of borrowed images and featuring an actor from a land of multiple allegiances. Ho’s most recent work, R for Resonance (2018), presented for the first time in Europe as part of the G for Gong exhibition, is a continuation of the CDOSEA through the seemingly endless possibilities of virtual reality. The exhibition borrowed its title from its main protagonist, the gong, as it has been not just a key instrument already in tribal rituals but also as a significant metaphoric presence in Ho’s reference-heavy universe. The gong first appeared in a historic moment marked by new formations of social hierarchies in the region, and the resonance it continues to generate can serve as a poetic model for thinking about Southeast Asia—a kind of quaking vibration across space. This exhibition is a joint project of the Edith-Russ-Haus and the Dynamic Archive project at the University of the Arts Bremen

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Ho Tzu Nyen 
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posted 07. Sep 2019

EMBODIMENT / capture performance focus: IRLAND

07. Sep 201931. Oct 2019
opening: 07. Sep 2019 05:00 pm
EMBODIMENT / capture performance focus: IRLAND 07.09.2019 - 31.10.2019 ERÖFFNUNG & PARTY: Samstag, 7.9., 17-23h MEHRTÄGIGES PERFORMANCE PROGRAMM Sonntag, 8.9 – Donnerstag 12.9.2019 Amanda Coogan, Laura Fitzgerald, Ann Maria Healy, Evelyn Loschy, Veronika Merklein, Lilo Nein, Dominic Thorpe, Suzanne Walsh kuratiert von Helen Carey und Michaela Stock Helen Carey, Direktorin der Fire Station Artists 'Studios in Dublin wurde eingeladen die erste Edition der performativen Ausstellungsreihe Capture Performance Focus (CPF) in Wien in der galerie michaela stock im Herbst 2019 zu kuratieren. Das Projekt EMBODIMENT umfasste junge, irische Künstlerinnen der Fire Station Artists Studios in Kollaboration mit österreichischen Künstlerinnen. Die zentrale Fragestellung der Ausstellung ist das Dasein in der Welt und auf welche unterschiedliche Art und Weise Menschen den Raum sowohl konzeptionell als auch zeitlich bewohnen und wie sie sich mit kulturellen Unterschieden und Ähnlichkeiten manifestieren. Erforscht wird die Verschiebung in der zeitgenössischen Kunst hinsichtlich eines festgefahrenen Gedankengutes zu Geschlecht und Nationalität und wie Geschichte und Erfahrung dies beeinflussen können. Mit Künstlerinnen aus Irland und Österreich wird die performative Ausstellungsreihe CPF mit multimedialen Arbeiten wie Performancekunst, Zeichnung, Fotografie und Video über einen Zeitraum von 8 Wochen stattfinden. Die ausgewählten irischen Künstlerinnen sind eng mit den FSAS verbunden, die seit 20 Jahren die größte und älteste Studioinstitution Irlands ist. Neben der geplanten Ausstellung EMBODIMENT in den Galerieräumen und im Untergeschoss der Galerie wird es auch ein interdisziplinäres Programm mit Künstlergesprächen, Vorträgen von internationalen Kunstkritikern bis Kunsthistorikern geben. Es werden thematisch passende Beiträge angeboten so z.B. von Andrej Mircev oder Stef van Bellingen, um nur einige zu nennen. Ein Ausstellungskatalog und ein Video mit Dokumentation und Ergebnissen wird im November in Wien zur Vienna Art Week (VAW) aber auch Ende November in Dublin in FSAS präsentiert. Supported by: Arts Council of Ireland, Culture Ireland, Fire Station Artists’ Studios, Embassy Ireland, Wien Kultur, District Wieden
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posted 06. Sep 2019

SOPHIE CALLE. REGARD INCERTAIN

06. Sep 201901. Dec 2019
SOPHIE CALLE. REGARD INCERTAIN 06.09.2019 - 01.12.2019 «In Istanbul, einer vom Meer umgebenen Stadt, habe ich Menschen getroffen, die es noch nie gesehen hatten. Ich habe sie gefilmt, wie sie es zum ersten Mal gesehen haben.» Als eine der wichtigsten Künstlerinnen der Gegenwart befasst sich Sophie Calle (*1953) mit dem Themendreieck Leben, Liebe und Tod. In minuziös dokumentierten Spurensuchen reflektiert sie häufig die Bedingungen der künstlerischen Selbsterkenntnis und die Selbstdarstellung am Ende des 20. Jahrhunderts. Die private Leidenschaft, der Exhibitionismus und der Zwang zur Beobachtung erhielten in den letzten Jahren verstärkt eine soziale Färbung, ohne dass die Aktionen an sich deshalb ihre Nähe eingebüsst hätten. Die Fotografie ist für sie Medium und Werkzeug zugleich, sie erzählt Geschichten in Bildern – wobei auch das geschriebene Wort eine zentrale Rolle einnimmt. Das Fotomuseum Winterthur und das Kunstmuseum Thun präsentieren in Zusammenarbeit das erste Mal in der Schweiz Sophie Calles umfangreiches Schaffen in einer zweiteiligen Ausstellung. * Veranstaltungen 5. September 2019, 18:30 Uhr Vernissage Sophie Calle – Regard incertain 5. September 2019, 18:45 – 19:45 Uhr Kindervernissage Sophie Calle – Regard incertain 6. September – 1. Dezember 2019 Imagine...! Dein Museum 7. September 2019, 12 – 19 Uhr Das Kunstmuseum am Generationenfestival 11. September 2019, 17:30 – 18:30 Uhr Einführung für Lehrkräfte 15. September 2019, 15 – 17 Uhr MITMISCHEN NR. 10 24. September 2019, 19 Uhr Generationentalk: Sehen durch die Linse 25. September 2019, 18:15 Uhr Visite guidée 2. Oktober 2019, 18:15 Uhr Öffentliche Führung 20. Oktober 2019, 11:15 Uhr Öffentliche Führung 26. Oktober 2019 KULTURNACHT 2019 3. November 2019, 14 – 16:30 Uhr 13. November 2019, 19 Uhr Du, ich und Sophie. Interkulturelle Begegnungen im Kunstmuseum Thun 24. November 2019, 11:15 Uhr Öffentliche Führung

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Sophie Calle 
Kunstmuseum Thun

Thunerhof, Hofstettenstr. 14
3600 Thun

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posted 05. Sep 2019

Bani Abidi: They Died Laughing.

06. Jun 201922. Sep 2019
Vom 6. Juni bis zum 22. September 2019 präsentiert der Gropius Bau die Ausstellung Bani Abidi: They Died Laughing. „Absurdität umgibt uns überall, vor allem in der Art und Weise, wie sich bestimmte politische Realitäten auf der gesamten Welt gestalten. Ich finde, es ist wirklich hilfreich, über das lachen zu können, was wir heute miterleben, nämlich über Dinge, die dysfunktional und zutiefst unlogisch sind. Lachen ermöglicht eine gewisse Handlungsfähigkeit. Wie der ‚Dorftrottel’ oder der durchtriebene Schelm aus den Mythen – letztendlich eine ungehorsame, weise Figur, die gerade deshalb lacht, weil sie es besser weiß. Sonst würden wir alle schlicht der traurigen Realität erliegen.“ — Bani Abidi Bani Abidi ist bekannt für ihre unverwechselbare Filmästhetik, die von den dunklen Absurditäten des Alltags geprägt ist. Die Ausstellung They Died Laughing, die am 5. Juni 2019 eröffnet wird, ist eine umfangreiche Präsentation der Arbeiten Abidis und zeigt ihre Filme und Drucke aus über zwanzig Jahren. Seit Beginn ihres künstlerischen Schaffens hat Bani Abidi eine charakteristische Filmsprache entwickelt. Ihre Arbeiten zeichnen sich durch einen subtilen Humor aus, zeigen häufig Laiendarsteller*innen und choreografierte Massen, beleuchten die alltägliche Sicherheitsinfrastruktur und legen absurde Routinen von Bürokratie, Macht und Nationalismus durch Inszenierungen offen. Abidi nutzt Film oft als Erinnerungswerkzeug; sie verbindet dies mit Poesie und fiktionalen Elementen. Momentan in Berlin und Karachi lebend, nimmt sie die Rolle einer Geschichtenerzählerin und Stadtarchäologin ein, die von den Städten berichtet, in denen sie gelebt hat. Fiktive Narrative überschneiden sich mit individuellen Erfahrungen und stellen differenzierte Fragen, etwa zu Patriotismus – vor allem mit Blick auf die historischen Konflikte und geopolitischen Beziehungen zwischen benachbarten Nationen wie Indien und Pakistan. In ihren frühen Videoarbeiten setzt Bani Abidi humorvolle und ironische Rollenspiele ein, um Grenzpolitik zu beleuchten und zu diskutieren. In späteren Werken entwickelt Abidi filmische Strategien, um das reale Drama von Städten, in erster Linie von Lahore und Karachi, einzufangen. Ihre Arbeit Funland Karachi Series II (2013–14) zeigt gespenstische Szenen: eine Bibliothek mit verbotenen Büchern, ein abgebranntes Kino aus den 1950er Jahren und einen leeren Freizeitpark in direkter Nachbarschaft zu einer Baustelle, auf welcher der größte Wolkenkratzer der Stadt entstehen soll. In anderen Arbeiten stehen Protagonisten wie ein ehemaliger Redenschreiber, ein 80-jähriger Bildhauer und ein pakistanischer Jugendlicher, der einen Weltrekord brechen will, im Fokus. Sie erzählen Geschichten von ehrgeizigen Träumen und vom Scheitern – und behandeln dabei das Verhältnis zwischen Staatsmacht, Patriotismus und Megalomanie. Für die kommende Ausstellung im Gropius Bau hat Bani Abidi ein neues Projekt entwickelt: The Lost Procession basiert auf den Erfahrungen der verfolgten ethnischen Gemeinschaft der Hazara aus Quetta, der Hauptstadt der pakistanischen Provinz Belutschistan, die seit einigen Jahren unter anderem nach Deutschland flieht. Indem Abidi Begegnungen zwischen diesen beiden bewohnten Landschaften skizziert, richtet sie ihr Augenmerk auf Themen wie Zwangsenteignung, Flucht und Asyl sowie Gefangenschaft. Das Projekt wurde von der Sharjah Art Foundation in Schardscha in Auftrag gegeben, wo im Oktober 2019 eine von Hoor Al-Quasimi und Natasha Ginwala kuratierte Einzelausstellung Abidis eröffnen wird. 30 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer zeigt der Gropius Bau They Died Laughing im Rahmen einer Reihe von Ausstellungen, die sich mit dem Thema der Teilung befassen und untersuchen, wie Grenzpolitik die heutige globale Realität prägt. Gleichzeitig wird Bezug auf die mit dem Haus verbundene Geschichte genommen: Seit 1961 verlief ein Abschnitt der Berliner Mauer an der Nordfassade des Gebäudes entlang und positionierte den Gropius Bau in direkter Nachbarschaft zur Grenze und somit geografisch mitten im politischen Konflikt. Diese geschichtsträchtige Lage bietet einen Rahmen für einen breiteren Diskurs zu den physischen und psychologischen Grenzziehungen, die Gesellschaften geformt haben – Grenzziehungen, die neue Ausgrenzungen politischer und ideologischer Art oder in Bezug auf Gender und Identität hervorgebracht haben. Kuratiert von Natasha Ginwala Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes Bani Abidi (geb. 1971 in Karachi, Pakistan) Seit zwanzig Jahren entwickelt Bani Abidi eine eigene Herangehensweise an bewegte Bilder. Sie wendet sich den versteckten Erzählungen von Städten und Menschen zu und verwischt durch ihren Zugriff auf das absurde Potenzial der Realität die Grenzen von fiktionalen und literarischen Darstellungen. Bani Abidis Videos, Zeichnungen und Fotoarbeiten setzen häufig Nebenfiguren in Szene, die Geschichte im alltäglichen Leben mitgestalten, und präsentieren kleine Akte des Widerstands innerhalb der breiteren Dynamik von Staatsgewalt und Nationalismus. Bani Abidi studierte Bildende Kunst am National College of Arts in Lahore und an der School of the Art Institute of Chicago. Ihre Einzelausstellungen waren unter anderem zu sehen im Neuen Berliner Kunstverein, Berlin (2017); Kunsthaus Hamburg, Hamburg (2016); Dallas Contemporary, Dallas, (2015); Kunstverein Arnsberg, Arnsberg; (2012) Experimenter Gallery, Kolkata, und Baltic Center for Contemporary Art, Newcastle (2011). Bani Abidi war außerdem an zahlreichen internationalen Gruppenausstellungen und Biennalen beteiligt, darunter der Lahore Biennale 01 (2018), Khoj International Artists’ Association (2019), Kiran Nader Museum of Art, New Delhi (2017); Edinburgh Arts Festival Commissions 2016; MoMA, New York (2015); AAN Gandhara art Space (2016), Karachi; Aga Khan Museum, Toronto (2014/15); 8. Berlin Biennale für zeitgenössische Kunst, Berlin (2014); Guggenheim Museum, New York (2013); dOCUMENTA (13), Kassel (2012); Kochi-Muziris Biennale, Kochi (2012); Marrakech Biennale (2009); Lyon Biennale (2009) sowie der 7. Gwangju Biennale (2008). Bani Abidi war 2011–12 Stipendiatin des Berliner Künstlerprogramms des DAAD. Seitdem lebt und arbeitet sie in Berlin und Karachi.

artist

Bani Abidi 

curator

Natasha Ginwala 
Martin Gropius Bau, Berlin

MARTIN GROPIUS BAU | Niederkirchnerstraße 7
10963 Berlin

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posted 04. Sep 2019

Tobias Hantmann. Life under your seat

05. Sep 201919. Oct 2019
opening: 04. Sep 2019 08:00 pm
Tobias Hantmann. Life under your seat 05.09.2019 - 19.10.2019 Eröffnung der Ausstellung am Mittwoch, den 4. September 2019, um 20 Uhr. Vor einer Fensterscheibe senkt sich der Staub und wird zwischen den Fasern des Teppichbodens zu einer Art Humus für Moose, Pilze, Getier. Wovon ein Teppich so alles erzählen könnte, wenn man ihn ließe. Vielleicht von der dünnen Grenze zwischen Innen und Außen, Architektur und Natur, Domestikation und Verwilderung: „Life under your seat“ ist eine atmosphärische Erzählung. In der artothek – Raum für junge Kunst zeigt Tobias Hantmann eingehüllt in farbiges Licht ein Veloursbild in einer Vitrine. Ob die Vitrine das Werk vor den Betrachter*innen schützt oder diese vor dem Werk, bleibt offen. Grünes Bild und grünes Licht, Pflanzendarstellungen, Chlorophyll? Illusionistische und reale Räume greifen ineinander, die Besucher*innen mittendrin. Sie befinden sich innerhalb des künstlichen Settings – wahrnehmend, eingebettet in Schichten aus Bild-, Innen-, Außen-, Zwischen- und Ausstellungsraum. Angelehnt an vertraute Versuche, mit den Fingern in den Velours am Boden Muster zu zeichnen, weitet Tobias Hantmann dieses Medium aus und schafft Bilder, die sich stofflich innerhalb dieses Paradox aus Nähe und Ferne befinden. Die warme Dichte des Textils trägt die Weite eines suggestiven Bildraums in sich. Tobias Hantmann, 1976 geboren in Kempten, studierte an der Kunstakademie Düsseldorf und an der Hochschule der Künste Berlin. Er hat zahlreiche Preise und Stipendien erhalten, darunter Cité Internationale des Arts Paris, Schloss Ringenberg Stipendium, Kunststiftung NRW, Stiftung Kunstfonds und den Förderpreis des Landes NRW. Seine Werke zeigt er seit dem Jahr 2000 in nationalen und internationalen Ausstellungen in Offspaces, Galerien, Institutionen und im öffentlichen Raum, darunter Museum Morsbroich in Leverkusen, Sammlung Philara Düsseldorf, MSU Museum of Contemporary Art Zagreb, Nassauischer Kunstverein Wiesbaden, Ferdinandeum Tirol, Kornelimünster Aachen, Oldenburger Kunstverein und Kunsthalle Gießen. Gerade ist sein Katalog Staying with the Pictures im DISTANZ Verlag erschienen. Tobias Hantmann lebt und arbeitet in Düsseldorf und Berlin. Die Ausstellung wird gefördert durch die Firma Vorwerk.
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posted 03. Sep 2019

Matt Mullican - Between Sign and Subject

09. Mar 201926. Jan 2020
Matt Mullican - Between Sign and Subject March 9, 2019–January 26, 2020 Over the past four decades, Matt Mullican has created a multifaceted body of work encompassing drawing, collage, painting, photography, video, sculpture, installation, and performance under hypnosis. Between Sign and Subject is his first solo project in the United States in 20 years and brings together four bodies of work that join signature pieces from the 1980s with new works made for the exhibition: bulletin boards, light boxes, rubbings, and a flag that map the universe of symbols and pictograms that chart Mullican’s experience of being in the world. Trying nothing less than to “make sense of existence,” Mullican invented a personal cosmology to aid him with this urgent, yet fallible task. Operating from an understanding of reality as based entirely on perception, Mullican defined a visual system of colors and related symbols, representing five “worlds.” The first world, identified by the color green, is the material world, the elements; the second, represented by blue, is everyday life; the third is yellow and indicates the world of culture and science; the fourth is that of language and appears in black and white, and the last and most important world is that of subjective experience, which is rendered in red. To represent this system spatially, Mullican developed charts where each world is inscribed in a particular section. Early examples are represented in the exhibition context in the form of a bulletin board from 1980, a format Mullican has used since the early 1970s, to organize his visual universe. Three other billboards feature a collection of household items representative of the blue world of everyday life, drawn studio views that distinguish the yellow realm of cultural production, and cut-out comics as part of the black world of signs. From the 1980s onward, Mullican developed his organizational charts into maps of a fictitious city. In 1986, a partnership with the Hollywood IT company Digital Productions, gave Mullican the opportunity to develop this concept virtually. The Computer Project (1986–1990) is a virtual reality recreation of his city, expanding over 18 square kilometers. It is represented in the project by Untitled (1989), a series of light boxes made with the computer graphics generated for this project. The focal point of Between Sign and Subject is Living in that World; a group of 40 rubbings. One of the oldest methods of reproduction, dating to ancient China, rubbing traditionally involves laying paper over a carved stone and rubbing its surface to reveal the impressions. To produce these works, Mullican placed canvas onto reliefs created specifically for this purpose, and traced their outlines with black paint-stick. The resulting images hover between being drawing, print and panting and reflect the artist’s ongoing investigation of the gap between a thing and its symbolic representation. Matt Mullican: Between Sign and Subject is curated by Claudia Schmuckli, Curator in Charge, Contemporary Art and Programming at the Fine Arts Museums of San Francisco. The Contemporary Art Program is made possible by Presenting Sponsor the Lisa & Douglas Goldman Fund. Major support is provided by Nion McEvoy and Leslie Berriman and The Paul L. Wattis Foundation. Additional support is provided by Kate Harbin Clammer and Adam Clammer, Jessica and Jason Moment, Katie Schwab Paige and Matt Paige, David and Roxanne Soward, Joachim and Nancy Hellman Bechtle, Jeffrey N. Dauber and Marc A. Levin, Mr. Joshua Elkes–The Elkes Foundation, Shaari Ergas, Laurent Fischer and Jason Joseph Anthony, Richard and Peggy Greenfield, Kaitlyn and Mike Krieger, Fred Levin and Nancy Livingston–The Shenson Foundation, Lore Harp McGovern, Rotasa Fund, Mr. and Mrs. Charles R. Schwab, Gwynned Vitello, Vance Wall Foundation, Anonymous, and the Contemporary Support Council of the Fine Arts Museums. About Matt Mullican Matt Mullican (b. 1951, Santa Monica, California) received his BFA from the California Institute of the Arts in 1974. He lives and works in Berlin and New York and was Professor of Time-Based Media at the Hochschule für Bildende Künste in Hamburg (2009–2018). Mullican's work has been exhibited at many international venues, including the Pirelli Hangar Bicocca, Milan (2018) Camden Arts Centre, London; and Kunstmuseum Winterthur, Switzerland (2016); Kunsthalle Mainz, Germany (2014); Haus der Kunst, Munich (2011); Tate Modern, London (2007); Museum Ludwig, Cologne (2005); Kunsthalle Basel and Kunstmuseum St. Gallen, Switzerland (2001); Stedelijk Museum, Amsterdam (1998); Centre for Contemporary Art–Ujazdowski Castle, Warsaw, and Kunsthalle Fridericianum, Kassel, Germany (1996); Nationalgalerie, Berlin, and IVAM, Centre del Carme, Valencia (1995); Wiener Secession, Vienna(1994); and MOCA, Los Angeles (1989 and 1986). He has participated in several collective exhibitions, most recently the 55th Venice Biennale (2013); Singapore Biennale (2011); and 28th São Paulo Art Biennial and Whitney Biennial, Whitney Museum, New York (2008).

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Matt Mullican 
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posted 02. Sep 2019

Edgar Leciejewski. FERRAGOSTO

16. Aug 201914. Sep 2019
Edgar Leciejewski. FERRAGOSTO 16.08.2019 - 14.09.2019 Contemporary Fine Arts freut sich, die erste Ausstellung mit Edgar Leciejewski präsentieren zu dürfen. Feuer ist ein mehrdeutiges Phänomen. In der Kulturgeschichte steht es sowohl für Zerstörung als auch Erneuerung. Im Mittelalter etwa galt Feuer als Medium der Strafe und Läuterung. Als eine Art Zwischenreich markierte es im damaligen Glauben die Grenze zwischen dem Paradies als Ort absoluter Glückseligkeit und der Hölle als Ort der ewigen Verdammnis. In vielen Kulturen wird es als etwas Göttliches verehrt. In China verbrennen trauernde Angehörige bis heute etwa bündelweise so genanntes „Höllengeld“ um ihre toten Verwandten im Jenseits zu versorgen und die Götter gnädig zu stimmen. Etwas von dieser magisch-transformativen Macht des Feuers scheint auch in den neuen „Stoff-Bildern“ von Edgar Leciejewski zu lodern. Dort schieben sich Formen des Stilllebens, der Assemblage und des Portraits wie verschiedene Folien übereinander. „Das Feuer nimmt und gibt“ sagt Leciejewski. „Im Feuer sieht man alles.“ Der Künstler zitiert über Bilder im Bild ein reichliches Dutzend kulturell oder gesellschaftlich signifikanter Frauen der Gegenwart und bringt diese in seinem Atelier mit verschiedenen Dekorstoffen sowie Waxprints zusammen. So entsteht eine Form der Hommage an moderne Heldinnen, Grenzgängerinnen, Künstlerinnen oder Pionierinnen. Viele der hier Abgebildeten sind Berühmtheiten wie etwa die politische Theoretikerin und Publizistin Hannah Ahrendt, die Herzogin von Sussex Meghan Markle, die chinesische Filmdiva Fan Bingbing, die Schauspielerin Tilda Swinton, die Pianistinnenlegende Martha Argerich oder Valentina Sampaio, das erste Transgender-Model, das es auf das Cover der „Vogue“ schaffte. Andere wiederum kommen aus dem direkten Bekannten- und Freundeskreis des Künstlers. Leciejewski begreift die Fotografie als ein lustvolles wie intellektuelles Medium. Dies zeigt auch die Serie von Eier-Bildern, die der Fotograf mithilfe eines Scanners produziert. Die Großaufnahmen des alltäglichen, gleichzeitig symbolisch stark aufgeladenen Lebensmittels belegen die sprichwörtliche Einzigartigkeit jedes Eis, obwohl der Fotograf im Vorfeld in einer langwierigen Recherche nach möglichst gleichförmigen Eiern sucht. Eier finden sich auch im großformatigen Buchregal-Bild „Scene in a Library“ (2019), eine mit vielen Verweisen angereicherte und mithilfe von verschiedenen fotografischen Verfahren und Bearbeitungen produzierte Komposition. Die Betrachtung ist eben auch eine besondere Form des Lesens. - Kito Nedo, Berlin August 2019 * Edgar Leciejewski wurde 1977 in Ostberlin geboren. 1986 siedelte seine Familie in die Bundesrepublik über. Nach einer Buchhändlerlehre und Abitur am Abendgymnasium studierte Leciejewski von 2001 bis 2003 Theaterwissenschaften und Philosophie an der Freien Universität Berlin und von 2003 bis 2011 Kunst an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig (HGB) in den Klassen von Timm Rautert, Christopher Muller und Peter Piller. Seither wurde sein Werk in zahlreichen internationalen Ausstellungen und Publikationen präsentiert.
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posted 01. Sep 2019

Joana Vasconcelos - I'm Your Mirror

20. Jul 201917. Nov 2019
Joana Vasconcelos I'm Your Mirror 20 July until 17 November 2019 From Saturday 20 July the Kunsthal Rotterdam will present an impressive retrospective exhibition featuring the work of the famous Portuguese artist Joana Vasconcelos. ‘I’m Your Mirror’ will show more than thirty of her iconic sculptures and installations from 1997 to the present, including ‘Lilicoptère (2012)’, the gold-plated helicopter decorated with Swarovski crystals and ostrich feathers that she made for her solo exhibition at the Palace of Versailles. In an activist and feminist way, and with a profound respect for Portuguese culture and traditions, Vasconcelos gives reality her own personal twist. The result is a seductive, funny, exuberant and sometimes absurdist exhibition in which nothing is what it seems. The Kunsthal is delighted to present this special exhibition, organised by the Guggenheim Museum Bilbao, Spain, in collaboration with the Serralves Museum of Contemporary Art, Portugal, and Kunsthal Rotterdam - a first for The Netherlands. Joana Vasconcelos is known for her keen sense of proportions, masterly use of colour and unusual choice of materials, such as domestic items, wall tiles, textiles, medicines, urinals, telephones, pans and plastic cutlery. Like a modern alchemist, she transforms everyday objects and clichés from the consumer society into works of art full of meaning and symbolism. Hidden beneath the apparent cheerfulness of her work lie social and political issues such as oppression, human rights, immigration, globalisation, identity and gender. Vasconcelos explores various forms of identity in her work, including the identity of women, and their underlying ambiguities. With directness and irony, she questions social contradictions and draws on a large number of influences from music, literature and the traditional crafts of her home country. Vasconcelos appropriates well-known Portuguese icons and gives them a twist, such as the heart-shaped jewel from Viana do Castelo and the series of ceramic animals by the Portuguese artist Rafael Bordalo Pinheiro, which she covers with crochet work. Militant goddesses The 23-metre-long ‘Material Girl (2015)’ from her ‘Valkyries’ series, named after the warrior goddesses from Norse mythology, is an emblematic work. With its organic form and construction from various kinds of fabrics, traditionally handcrafted crochet and embroidery work and LED lights, ‘Material Girl’ represents the creative and combative spirit of women. She is assisted in producing these, at times, extremely complex works – many of her sculptures and installations move, emit sound or light up – by a team of sixty permanent staff in her studio in Lisbon. The exhibition highlights works that are characteristic of her early period, including ‘Valium Bed (Cama Valium, 1999)’, ‘Burka (2002)’ and ‘The Bride (A Noiva, 2001-2005)’, a six-metre tall chandelier made of 14,000 tampons. It also includes several of her most prominent recent works, such as ‘Marilyn (2011)’, a pair of sky-high stilettos assembled with stainless steel pans, and the steaming, almost choreographic installation of steam irons ‘Full Steam Ahead (A Todo o Vapor, 2012)’. This combination of romantic beauty and hard machinery might be said to blur the boundaries between traditional male and female characteristics. ‘I’ll Be Your Mirror (2018)’ has been specially designed for this exhibition. It is a Venetian mask composed of mirrors set in bronze frames. Visitors can look through the gigantic mask from all sides, but are never able to escape from their own reflection in the mass of mirrors. The title of this work – and of the exhibition – is a reference to the Lou Reed Song ‘I’ll Be Your Mirror’ and a tribute to the famous German vocalist of The Velvet Underground, Nico. She sang it as a promise to reflect – like a mirror - her ‘true self’. Another new work is ‘Solitaire’, a monumental engagement ring made of whisky tumblers and wheel rims. This work will be presented outside, on the square in front of the Kunsthal. Joana Vasconcelos Joana Vasconcelos (1971) has been creating a furore since 1997 with her impressive oeuvre, which by now has achieved worldwide recognition and familiarity, and she has evolved into one of Portugal’s best known and most loved artists. Her big breakthrough came in 2005 at the Venice Biennale, where she put herself on the map for good with ‘The Bride’, a six-metre tall chandelier made of tampons. With this bold work she managed to secure international fame, resulting in exhibitions in various prestigious European museums. In 2012 she was the first female, and the youngest artist ever to present a solo exhibition at the Palace of Versailles.
Kunsthal Rotterdam

Westzeedijk 341
3015 AA Rotterdam

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posted 31. Aug 2019

Fiona Connor

27. Jun 201901. Sep 2019
opening: 26. Jun 2019 07:00 pm
Fiona Connor#8 Closed for Installation, Sequence of Events 27.06.2019 - 01.09.2019 28.Grafisches Kabinett Eröffnung: Mittwoch, 26.06.2019 19:00 Uhr Die neuseeländische Künstlerin Fiona Connor reproduziert in ihren skulpturalen Installationen Gegen-stände und Strukturen des Alltagslebens. Durch ihre Nachbildungen von Anschlagtafeln, Trinkbrunnen,Möbeln oder Türen macht sie nicht nur auf diese oft übersehenen Dinge und ihre Formen aufmerksam,sondern zeichnet auch Geschichten und Mikroökonomien von Gemeinschaften nach. Viele ihrer Arbeitenentstehen in Reaktion auf die Infrastruktur der Orte und Umgebungen, an denen sie ausgestellt werden, und legen dadurch die Mechanismen offen, die unsere Interaktionen mit Kunst beeinflussen können. Ausden Skulpturen spricht die große Neugier, mit der die Künstlerin untersucht, wie Dinge gemacht werden.Sie spielen mit der Ambivalenz zwischen Handarbeit und industrieller Produktion und den Grenzen einesKunstobjekts.Für ihre Ausstellung in der Secession,#8, Closed for Installation, Sequence of Events, hat Connor einenWerkkomplex von 23 Bronzeobjekten entwickelt. Dargestellt ist das Werkzeug, das für gewöhnlich beimAufbau einer Ausstellung zum Einsatz kommt, wie Maßband, Lineal, Bleistift, Montagewagen usw. DieSkulpturen verhandeln die Prinzipien von Arbeit und Instandhaltung, indem sie Werkzeuge reproduzieren,die auf der ganzen Welt ähnlich aussehen, aber zum Zeitpunkt der Ausstellungseröffnung normalerweiseaus dem Blickfeld verschwunden sind. Außerdem realisierte die Künstlerin im Rahmen ihrer Ausstellung zwei Projekte außerhalb der Secession: Eines im Karl-Marx-Hof, wo sie eine allgemeine Anschlagtafel nachgebaut hat, um sie für die Dauer derAusstellung in einem privaten Apartment zu platzieren; und das zweite in einem anderen WienerGemeindebau, wo sie eine normale Zimmertür mit einer Tür aus einem Haus in Los Angeles dauerhaftvertauscht. * Interview mit Fiona Connor Annette Südbeck: Für deine Ausstellung in der Secession hast du Bronzeskulpturen gießen lassen, diealle Werkzeuge nachbilden, die für gewöhnlich beim Aufbau einer Ausstellung zum Einsatz kommen. Wiewürdest du die Produktionsprozesse dieser Nachbildungen beschreiben? Beruhen sie auf einer genauenBeobachtung oder wendest du eher mechanische Techniken an? Fiona Connor: Eine Mischung aus beidem – die Auswahl der Objekte beruht auf Beobachtungen undAufzeichnungen, ich sammle und zeichne. Dann musste ich für mich klären, wie ich sie gießen wollte. Ichhabe mit drei verschiedenen Gießereien zusammengearbeitet, die jeweils eigene Herangehensweisenund Techniken verwenden. Manche der Werkzeuge entstanden in Anlehnung an die Herstellung derOriginale im Sandgussverfahren, während bei den chaotischeren Formen wie den PlastiktütenSilikonformen zum Einsatz kamen; bei einigen der Objekte habe ich beide Techniken kombiniert. AS: Inwieweit bedeutet dir die Idee des Handgemachten etwas, also zum Beispiel in dem Sinne, dass dieBetrachterInnen die Berührung durch die Hand des Künstlers oder der Künstlerin wahrnehmen können? FC: Es geht mir darum, die Unterscheidung zwischen handgemachten und massengefertigten Objektenzu verunklaren, zum Beispiel indem ich etwas mache, das wie ein Industrieprodukt wirkt, aber in Wirklichkeit handgemacht ist. Ich interessiere mich für diese Ambivalenz und mag es auch, wenn dieUmwelt auf ein Objekt einwirkt, etwa durch Verwitterung oder Abnutzung, und es sich dadurch verändert. AS: Du hast zudem zwei Projekte in Wiener Gemeindebauten realisiert. Was ist die Idee dahinter? FC: Für meine Ausstellung wollte ich die Secession mit diesen anderen Orten in Wien verbinden, woLeute heute wohnen. Die Arbeiten gehören zu einem fortlaufenden Projekt namensSequence of Events, das vor allem aus permanenten Installationen in Wohnungen besteht. Das Zuhause ist ein Ort, an demman mit Objekten lebt und sie benutzt; ein Umfeld, in dem Kunstwerke ein kleineres Publikum haben,das sich ihnen dafür über längere Zeit zuwendet und eine dauerhafte Beziehung zu ihnen aufbaut. DieVersetzung der Anschlagtafel von einem öffentlichen Bereich im Karl-Marx-Hof in eine Wohnung drehtgewissermaßen das Gebäude auf links; der Türentausch zwischen Los Angeles, wo ich wohne, und Wienverweist auf eine andere Art von Austausch und Verbindung. AS: Gibt es einen Zusammenhang zwischen diesen Arbeiten und denen, die du in der Secession zeigst? FC: Bei der Installation von Werkzeugen, die normalerweise weggeräumt werden bevor eine Schaueröffnet wird, und den Interventionen in Wohnräumen außerhalb der Secession geht es gleichermaßenum eine Kompromisslosigkeit im Ausstellungsmachen – um die physischen und zeitlichen Grenzen einerSchau. AS: War das auch Teil deiner Überlegungen, diese Bronzearbeiten doppelt zu produzieren und zeitgleichim Sculpture Center in New York und in der Secession in Wien zu zeigen? FC: Ich denke viel über das Repetitive und zugleich Besondere jedes Aufbaus nach – die Instand-haltungsroutinen und üblichen Abläufe, die jede Ausstellung einzigartig machen. Die Bronzeobjektewerden in beiden Ausstellungen dieselben sein, aber verschieden installiert sein und dadurch aufverschiedene Weise Arbeit verkörpern. Interessanterweise hatten beide Ausstellungsräumlichkeiten in ihr em früheren Leben etwas mit Instandhaltung zu tun – das Sculpture Center war ein Straßenbahn-ausbesserungswerk, das Grafische Kabinett der Secession eine Hausmeisterwohnung. AS: Mit Blick auf das Konzept der Nachbildung von etwas als solches, was, denkst du, kennzeichnet dieKluft zwischen Original und Kopie, zwischen Quelle und Kunstwerk? FC: Einen Gegenstand nachzubilden erfordert eine gewisse Besessenheit: Man sieht ihn sich an undzeichnet ihn und kartografiert ihn und tüftelt aus, wie man ihn nachbilden kann – man versetzt sichsozusagen in ihn hinein – und wenn er fertig ist, geht, obwohl er einen an das Original erinnert, eineandere Wärme von ihm aus, weil er durch einen anderen Körper und mittels anderer Werkzeugeübersetzt worden ist. AS: Die Techniken des Reproduzierens sind ja eng verbunden mit dem Konzept der Appropriation. Esgab in der Geschichte der Appropriation viele unterschiedliche Ansätze, die KünstlerInnen der Pop Artetwa widmeten sich vor allem anonym produzierten Waren, während die KünstlerInnen der sogenannten Pictures Generation einige Jahre später sich auf die Bildwelt der Massenmedien konzentrierten. Wiewählst du das, was du reproduzieren willst, aus? Was sind deine Parameter? Mir ist zum Beispielaufgefallen, dass viele deiner Werke aus sozialen Zusammenhängen stammen und die Nutzung vonObjekten thematisieren. FC: Mich interessiert, Kunst über das gesellschaftliche Leben zu machen und Skulpturen zu schaffen, aufdenen man sitzen kann. Einen Gegenstand nachzubilden ist für mich ähnlich wie eine Fotografie ein Weg,mir etwas zu eigen zu machen, ohne direkt in das gesellschaftliche Gewebe einzugreifen, in dem ich es vorgefunden habe. Fiona Connor, geboren 1981 in Auckland, lebt und arbeitet in Los Angeles. Das Ausstellungsprogramm wird vom Vorstand der Secession zusammengestellt. Kuratorin: Annette Südbeck

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Fiona Connor 
Wiener Secession

Friedrichstraße 12
A-1010 Vienna

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posted 30. Aug 2019

Simone Fattal. Works and Days

31. Mar 201902. Sep 2019
Simone Fattal. Works and Days 31.03.2019 - 02.09.2019 MoMA PS1 MoMA PS1 presents the first solo museum exhibition in the United States of the work of Simone Fattal (Lebanese and American, b. 1942). This retrospective brings together a selection of over 100 abstract and figurative ceramic sculptures, paintings, and collages created over the last 40 years, drawing from a range of sources including war narratives, landscape painting, ancient history, mythology, and Sufi poetry to explore the impact of displacement as well as the politics of archeology and excavation. Fattal was born in Damascus, Syria, and raised in Lebanon, where she studied philosophy at the École des Lettres in Beirut. She then moved to Paris, where she continued her philosophical pursuits at the Sorbonne. In 1969 she returned to Beirut and began working as a visual artist, exhibiting her paintings locally until the start of the Lebanese Civil War. She fled Lebanon in 1980 and settled in California, where she founded the Post-Apollo Press, a publishing house dedicated to innovative and experimental literary work. In 1988 she enrolled in a course at the Art Institute of San Francisco, which prompted a return to her artistic practice and a newfound dedication to sculpture and ceramics. Fattal currently lives in Paris, and she has had recent exhibitions at the Musée Yves Saint Laurent Marrakech (2018), the Rochechouart Departmental Museum of Contemporary Art (2017), and the Sharjah Art Foundation (2016). Organized by Ruba Katrib, Curator, with Josephine Graf, Curatorial Assistant, MoMA PS1.

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Simone Fattal 
MoMA PS1, Long Island City

MoMA PS1 | 22-25 Jackson Ave. at 46 Ave., Queens
NY 11101 Long Island City

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posted 29. Aug 2019

Ima-Abasi Okon

28. Jun 201901. Sep 2019
Ima-Abasi Okon Infinite Slippage: nonRepugnant Insolvencies T!-a!-r!-r!-y!-i!-n!-g! as Hand Claps of M’s Hard’Loved’Flesh [I’M irreducibly-undone because] —Quantum Leanage-Complex-Dub 28.06.2019 - 01.09.2019 Chisenhale Gallery presents a new commission by London and Amsterdam-based artist Ima-Abasi Okon. Okon works with sculpture, sound and video to produce installations that explore exhibition-making as an exercise in syntax, adopting linguistic and grammatical structures within her installations as a way of complicating the construction of knowledge. For her new commission at Chisenhale Gallery, Okon brings together a vocabulary of symbols embedded in both hand-made and mass-produced materials to explore representations of the body and the formation of taste, value and excess. A series of industrial air conditioners are adapted to become hosts for a new multi-channel sound piece comprising an existing audio track that has been slowed down. Acting as both a cooling system for the gallery and as a vehicle for the sound work, the fans perform at various speeds and durations. The gallery ceiling has been partially lowered using a standardised modular system, often found within offices, retail spaces, waiting rooms and other administrative environments. The mass-produced ceiling tiles have been smeared with an invisible mixture of morphine, insulin, ultrasound gel and gold, imbuing the otherwise everyday objects with a personal, totemic charge. Hand-crafted glass light shades, each adorned with an opulent design and filled with palm oil, hang from the ceiling. With the introduction of oil, the lights emit a golden glow, further highlighting an atmospheric friction between Okon’s production processes, pointing to the possibilities of magic as a sculptural act. Okon’s ongoing use of oriented strand board, painted with varnish and framed with "exotic woods" further explore how value is assigned to a given object or material through its categorisation, modes of display and origin. Through the use of sound, scale and light, Okon’s new commission makes audible and palpable an excess, or surplus, that is often silenced or not seen and in doing so questions how to represent a body in its absence. As part of the commissioning process, a series of discursive events have been programmed in collaboration with Okon and run throughout her exhibition. Okon’s exhibition continues Chisenhale Gallery’s Commissions Programme for 2019, which includes new commissions by artists Ghislaine Leung, Mandy El-Sayegh and Sidsel Meineche Hansen. Through her work, Okon explores new discourses on institutional critique, labour and value, themes that recur throughout Chisenhale Gallery’s programme for 2019.
Chisenhale Gallery, London

64 Chisenhale Road
GB-E3 5QZ London

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