short biography

Lucian Freud (geb. 1922 in Berlin, gest. 2011 in London) war Maler und Zeichner. Er studierte am Goldsmiths College in London. Er hatte Soloausstellungen in Museen wie Centre Georges Pompidou, Paris, Kunsthistorisches Museum, Wien; National Portrait Gallery, London; Gemeentemuseum Den Haag; MoMA, New York; Irish Museum of Modern Art, Dublin; Louisiana Museum of Modern Art, Humlebæk; Museo Correr, Venedig; Scottish National Gallery of Modern Art, Edinburgh; Museum für Moderne Kunst, Frankfurt; Tate Modern, London; Whitechapel Art Gallery, London; Metropolitan Museum of Art, New York; Hayward Gallery, London; und anderen.

http://www.tate.org.uk/art/artists/lucian-freud-1120

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Der britische Maler Lucian Freud orientierte sich zunächst an den Malern der Neuen Sachlichkeit. Die nach seinem Studium in den 1940er und 1950er Jahren entstandenen Arbeiten weisen eine sehr lineare Linienführung auf, die sich erst später zu den für Freud typischen breiten, pastosen Farbaufträgen auflockerte. Zu seinem Oeuvre gehören vor allem Landschaften, Portraits und Aktbilder. Meist zeigen die konsequent realistischen Arbeiten des Malers Menschen, die er kennt oder die er besser kennenlernen möchte, egal ob sie aus der Gosse stammen oder der Highsociety angehören. Nur selten portraitierte Freud professionelle Modelle.

Um dem Menschen, den er zeigen mochte, näher kommen zu können, lud der sehr langsam malende Freud seine Modelle für mehrere Stunden oder gar Tage in sein Atelier ein. Während dieser Zeit entstand eine in Kolorit überführte Beziehung zwischen dem Künstler und der portraitierten Person mit sehr intimer und privater Anmutung. Durch ein Glaselement im Dach des Atelierraumes fiel das Licht von oben direkt auf den zu Portraitierenden. In die fast schon konservativen Bilder fließen Informationen über die Textur und Beschaffenheit der Haut, sowie über typische Bewegungsmuster und die Formen des Körpers ein. In ihrer Tiefe und Objektivität übertreffen die Portraits von Freud sogar die Fotografie. Das Interesse seiner Zeitgenossen für die Abstraktion hat Freud nie geteilt. Sein Ziel war es, bei der malerischen Darstellung von Personen ihr Innerstes nach Außen tragen: "Ich wünsche mir", sagte er, "dass meine Porträts sozusagen die Leute selbst sind, nicht nur deren äußere Erscheinung."

Anna Katharina Schäfer, kunstaspekte 2012

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