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Actually, the Dead Are Not Dead. Politiken des Lebens 29.02.2020 - 10.05.2020

Eröffnung: Freitag, 28. Februar 2020, 19 Uhr

Eine Ausstellung des Württembergischen Kunstvereins Stuttgart

Kurator*innen: Hans D. Christ, Iris Dressler, Viktor Neumann

in Zusammenarbeit mit den weiteren Mitgliedern der Bergen Assembly 2019 Core Group: Murat Deha Boduro?lu, Banu Cenneto?lu, María García, Hiwa K, Katia Krupennikova, Paul B. Preciado, Pedro G. Romero, Simon Sheikh, Emma Wolukau-Wanambwa

Künstler*innen: Lisa Bufano, Antonio Centeno Ortiz / Raúl de la Morenam, Anna Dasovic?, Eva Egermann, Valérie Favre, Robert Gabris, María Galindo, Sonsherée Giles, Niklas Goldbach, Siri Hermansen, Suntag Noh, PEROU / Sébastien Thiéry, Maria Salgado / Fran Cabeza de Vaca, Sunaura Taylor und andere

Die Ausstellung Actually, the Dead Are Not Dead. Politiken des Lebens beschäftigt sich mit dem Leben: einem Verständnis des Lebens jenseits der Trennung von Leben und Tod, Mensch und Tier, Subjekt und Objekt, gesund und krank. Die Ausstellung geht der Frage nach, wie sich unsere Beziehungen zu denen, die nicht mehr oder noch nicht da sind, neu definieren lassen: Im Sinne der Verantwortung für das vergangene und kommende Leben. Dies bezieht die Auseinandersetzung mit dem Erbe ungelöster sozialer Konflikte ebenso ein wie die Sorge um den Planeten und dessen Ressourcen. Es geht um die Einbeziehung funktional diverser Körper in unsere Vorstellung von Leben, ebenso wie um den Kampf gegen jene Ökonomien, die den Tod um des Profits willen in Kauf nehmen. Dieser Kampf erfordert andere Attribute, als die des Heroischen. Er basiert auf emanzipatorischen Praktiken, bei denen Stärke und Verletzlichkeit, Trauer und Freude, die Lebenden und Toten zusammengehören.

Das Projekt basiert auf der Bergen Assembly 2019, einer Triennale für zeitgenössische Kunst in Bergen, Norwegen, deren künstlerische Leiterinnen 2019 die Direktorinnen des Württembergischen Kunstvereins waren. Iris Dressler und Hans D. Christ hatten dazu zehn weitere Kurator*innen eingeladen. Während sich der zweieinhalbjährige kuratorische Prozess in Bergen im September 2019 in Form einer neunwöchigen Ausstellung zuspitzte, wird er in Stuttgart wieder aufgefächert: Im Rahmen von drei zeitlich hintereinander folgenden, in sich geschlossenen und zugleich aufeinander bezogenen Ausstellungskapiteln.

Der Titel bezieht sich auf ein Zitat des Schriftstellers, Filmemachers und Theoretikers Alexander Kluge: Es ist nämlich ein Irrtum, dass die Toten tot sind.