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Sie wirken auf den ersten Blick farbig, fröhlich und wild-bewegt und nennen sich ‹la chute›, ‹muro›, ‹escape› oder ‹jump›. Als ‹peinture animée› bezeichnet die 1978 in St.Gallen geborene Künstlerin Alexandra Maurer ihre meist kurzen expressiven Videosequenzen. Dabei handelt es sich nicht um rein filmische Arbeiten, sondern um eine Überblendung unterschiedlichster künstlerischer Techniken, vom Video über Malerei bis zur computergestützten Animation, die in einen räumlichen Zusammenhang übersetzt und als Installation präsentiert werden. Alexandra Maurers Schaffen bewegt sich buchstäblich zwischen den Medien: Kamera wie Malerei spielen mit den endlosen Verführungen erotischer Signale ein künstlerisches Striptease, ohne dass die verlockenden Bildsequenzen sich in der Katharsis einer klassischen Narration erfüllen würden. Ihre sinnlichen Verführungen weiss die Künstlerin mit präzisen formalen Eingriffen in verstörende Bildsequenzen zu übersetzen, die nicht zuletzt vom existentiellen Gefangen-Sein berichten. 
Der von der Firma Maus Frères SA gestiftete MANOR-Kunstpreis wird seit 1982 in mehreren Schweizer Städten vergeben. Nach Alex Hanimann, Pipilotti Rist, Christoph Büchel, Lutz/Guggisberg, Caro Niederer, Christian Vetter u. a. ist Alexandra Maurer die elfte St.Galler Preisträgerin.

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Alexandra Maurer

contremouvements

MANOR-Kunstpreis St.Gallen 2010
Kurator: Konrad Bitterli