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Anlässlich der Waldkraiburger Kulturtage wartet die Städtische Galerie mit einem besonderen Highlight auf: Am Donnerstag, den 01. Oktober eröffnet eine eindrucksvolle Ausstellung mit den berühmten New York Fotografien von Andreas Feininger aus den 1940er Jahren.

Andreas Feiniger (1906-1999) gehört zu den großen Fotografen des 20. Jahrhunderts. Speziell die Architektur und das Leben seiner Wahlheimat New York haben ihn über die Jahrzehnte hinweg besonders fasziniert. Immer wieder hat Feininger die Skyline von Manhattan, Straßenschluchten, Wolkenkratzer, Brücken und Hochbahnen von New York in atmosphärisch dichten Bildern festgehalten. Vor allem diese Ansichten, die kurz nach seiner Ankunft in den 1940er Jahren entstanden sind, gehören heute zu den Klassikern der Fotogeschichte und haben unser Bild von New York geprägt.

Andreas Feininger, 1906 als ältester Sohn des berühmten Malers Lyonel Feininger in Paris geboren, gehörte zu einer Künstlergeneration, die in der Zeit nach dem ersten Weltkrieg die Fotografie als künstlerisches Medium für sich entdeckte und eine neue fotografische Sehweise entwickelte. Klarheit und Einfachheit waren für den Meisterfotografen die Grundprinzipien seiner Arbeit. Wie kaum ein anderer verstand er es, Bildinhalte mit strengen formalen Kriterien, wie Perspektive und Komposition, zu verknüpfen.

Am Bauhaus in Weimar, wo auch sein Vater als Lehrer tätig war, studierte Andreas Feininger Architektur an den staatlichen Bauschulen in Weimar und Zerbst. Nach Abschluss seines Studiums arbeitete er als Architekt in Hamburg und für kurze Zeit in Paris bei Le Corbusier. Als ihm in Frankreich die Arbeitserlaubnis entzogen wurde, ging er 1933 nach Stockholm. Hier konzentrierte er sich zunehmend auf die Fotografie und machte sich sehr bald einen Namen als renommierter Architekturfotograf. Mit Ausbruch des Zweiten Weltkriegs emigrierte Feininger nach New York. Seine Ansichten dieser Metropole, die kurz nach seiner Ankunft entstanden, zählen heute zu den Klassikern der Fotografiegeschichte. In New York arbeitete er zunächst als freischaffender Fotograf, wurde aber bereits 1943 als Bildredakteur beim »Life«-Magazin angestellt. Er gehörte fast zwanzig Jahre dem berühmten Fotografenstab der Zeitschrift an, die als Wegbereiter der zeitgenössischen Bildberichterstattung gilt. Von den beiden Motivwelten, die Andreas Feiningers zeitlebens faszinierten: urbanes Leben und skulpturale Formen der Natur, zeigt die Städtische Galerie Waldkraiburg nun seine frühen Bilder von New York. Zur Ausstellung ist der Katalog „Andreas Feininger - That´s Photography“ von Hatje Cantz erhältlich.

Andreas Feininger
New York in the Forties