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BEYOND STATES
ÜBER DIE GRENZEN VON STAATLICHKEIT
22.Januar – 06.Juni 2021
23.ERÖFFNUNG: Donnerstag, 21.01.2021, 19 Uhr

Ist der Staat Schutzraum oder Gefahrenzone? Beherbergungsverbot, Reisebeschränkungen, innerdeutsche Grenzerfahrungen, Einschränkungen der Grundrechte sind Themen, die aktueller sind denn je. Grenzerfahrungen sind in die Lebenswelt aller massiv eingedrungen, doch nicht nur coronabedingt wird die Schutzfunktion eines Staates durch Grenzen markiert.

International renommierte Künstler*innen reflektieren Fantasien bzw. Realitäten einer Staatskrise bis hin zum Staatsverfall, die sich zwischen Dystopie und Utopie bewegen. Angefangen bei rechtslibertären Ideologien, die in der Überwindung des Staates die Verwirklichung ultimativer Freiheit sehen bis hin zur Idee einer flexiblen Staatsbürgerschaft, die sich an Abo- bzw. Streaming-Portalen orientieren. Die Ausstellung wirft aber auch einen Blick auf diejenigen, die sich auf einen Zusammenbruch der staatlichen Ordnung vorbereiten wie u.a. Verschwörungstheoretiker und Prepper. Sie wirft aber gleichzeitig auch den Blick bis in das 19. Jahrhundert zurück und ergänzt die künstlerischen Positionen mit Exponaten, die Grenzen, Staatlichkeit und die damit verbundene Propaganda in der Luftfahrt thematisieren.

Teilnehmende Künstler*innen: Nevin Aladağ, James Bridle, Simon Denny, Vera Drebusch & Florian Egermann, Forensic Oceanography/Forensic Architecture, Jacob Hurwitz-Goodman & Daniel Keller, Peng! Kollektiv, Christopher Kulendran Thomas, Henrike Naumann und Jonas Staal

Kurator*innen: Ina Neddermeyer, Leiterin und Carline Wind, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Abteilung Kunst im Zeppelin Museum, Jürgen Bleibler, Leiter und Felix Banzhaf, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Abteilung Zeppelin im Zeppelin Museum.