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„Jedes Gitarrenriff wird Pinselstrich. Chris Succo führt in seinen Werken oftmals Konzepte zusammen, die scheinbar nicht zusammengehören, was sie zu Werk und Tätigkeit gleichzeitig werden lässt“, schreibt der Kurator Nils Emmerichs in einem Text zur Ausstellung über den als Maler und Bildhauer arbeitenden Düsseldorfer Künstler. Succos Werk finde keinen Abschluss, es wirke weiter, es überfalle den Betrachter und mache ihn zum Komplizen. „Die Energie des Malvorgangs bindet Succo in seine Bilder, konserviert sie und lässt sie dann den Betrachter angreifen. Diese Energie ist sein Besitz. Wenn er für eine Ausstellung arbeitet, eine Serie herstellt und erschafft, dann umgibt er sich oft mit den medialen Referenzen, den Objektträgern der Grundlagen seiner Inspiration. Bücher, CDs, Fotos, ob in physischer oder in digitaler Form begleiten den Schaffensprozess“, so Emmerichs. Ihre Anwesenheit erzeuge eine produktive Umgebung. Jede Textzeile, jeder Beat, jede Einstellung aus einem Film seien Potenziale, die während der Werkerstellung zu einem Zitat werden könnten, „sie sind Unterstützer und Verstärker der Inspiration“. Chris Succo entreißt die Fundstücke ihrem ursprünglichen Zusammenhang, fügt die Fragmente zusammen und überdeckt sie dann mit einer weiteren Schicht, die sie in einen neuen Sinnzusammenhang zu Wiedergängern der kulturellen Allgegenwart macht.

Chris Succo, geboren 1979, studierte an der Kunstakademie Düsseldorf bei Georg Herold und am Royal College of Art in London bei Richard Wentworth. Noch bis Ende des Monats ist eine Gruppenausstellung mit Succo in der New Relase Gallery in New York zu sehen.