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Als Bildhauer, Zeichner und Performer hat Norbert Nestler (1942–2014) das Kunstgeschehen in Graz lange begleitet und mitgeformt. In einer noch gemeinsam entworfenen Retrospektive zeigt die Neue Galerie Graz eine chronologische Auswahl (1967‑2014) an Objekten und Grafiken des im Januar 2014 verstorbenen Künstlers. Zudem wird im Stiegenhaus eine letzte, von Nestler für den Ort vorgesehene Arbeit realisiert.

Aus der Malerei kommend, untersuchte Norbert Nestler die Durchdringung des Raumes. In Erweiterung der Dimensionen entwickelte er lichtdurchlässige Grafiken, tragbare Skulpturen und parasitäre Objekte. Sein Schaffen steht dabei in enger Verbindung mit den Entwicklungen von Materialien und Medien seit den 1960er-Jahren, die er kontinuierlich auf ihre Durchlässigkeiten erprobte. Ungewöhnliche Werkstoffe, Experimente und performative Aktionen prägen Nestlers transmediales Oeuvre.

Er experimentierte mit neuen Materialien wie Lichtpausen oder Plexiglas. Licht wird zum aktiven Teil der Arbeit, die Fläche zur geschichteten Plastik, der Schlauch zum Motiv des Zukünftigen.

Die Ausstellung ist das Porträt eines zeichnenden Objektmachers im Sinne der medialen Erweiterung und der kinetisch-performativen Durchdringung seiner Zeit.