The State Tretyakov Gallery, Moscow

The National Museum of Russian Fine Art | bLawruschinskij Pereulok 10
Moscow

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DIVERSITY UNITED
Contemporary European Art
23. November 2021 – 13. März 2022

Nach erfolgreicher Präsentation in Berlin ist die Ausstellung Diversity United nun an ihrer zweiten Station – der Tretjakow Galerie in Moskau – angekommen. Zur offiziellen Eröffnung gestern Abend begrüßte Tretjakow-Direktorin Zelfira Tregulova Mikhail Shvydkoy, Sonderbeauftragter des Präsidenten der Russischen Föderation für internationale kulturelle Zusammenarbeit, Géza Andreas von Geyr, Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Russland, und Jürgen Großmann, Vorsitzender des Projektbeirats Diversity United. Auch 15 an der Schau beteiligte internationale Künstler:innen waren anwesend. „Obwohl die Pandemie hart zuschlägt, konnte sie den kulturellen Dialog nicht verhindern", freute sich die Tretjakow-Direktorin.

Rund 90 zeitgenössische Künstler:innen, Künstlerpaare und Kollektive aus den verschiedensten Generationen und Regionen Europas sind in der Ausstellung vertreten und reflektieren mit ihren Werken aktuelle Themen wie Freiheit und Globalisierung, Wert und Gefährdung von Demokratie, Solidarität und Spaltung. Weitere Themen sind Angst vor der Zukunft, Einigkeit und Trennung der europäischen Staaten, die Pandemie und ihre Folgen. "Diese Ausstellung ist auch im hohen Maß ein Ergebnis guter und kluger deutsch-russischer Kulturbeziehungen, so Géza Andreas von Geyr, Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Russland. Die Ausstellung zeige eine Vielfalt der Kultur und der Meinungen. „Toleranz und Respekt, ohne beides funktioniert das kulturelle Europa nicht. Dies gilt für mein Land, wie für alle anderen, auch für Russland. Überall braucht Vielfalt Schutz."

Gezeigt werden etwa die umfangreiche Installation Winterreise des deutschen Künstlers Anselm Kiefer, kaleidoskopische Collagen von Gilbert & George, die Multimedia-Installation Forget me not des Letten Kristaps Epners, Arbeiten aus der Serie Sleeping Songs von Annette Messager (Frankreich), die kinetische Skulptur Title Suspended (Sky Blue) des in Paris lebenden Albaners Anri Sala, Fotografien der niederländischen Künstlerin Rineke Dijkstra, Gemälde des Belgiers Luc Tuymans und viele weitere Werke junger und etablierter europäischer Künstler:innen. Unter den ausgestellten Arbeiten befinden sich zahlreiche, die eigens für dieses Projekt entwickelt wurden. Sie stammen u.a. von Yael Bartana, Christian Boltanski, Pia Fries, Antony Gormley, Manuel Graf, Sheila Hicks, Patricia Kaersenhout, Peter Kogler, Kris Martin, Katja Novitskova, Tal R, Tristan Schulze, Jan Svenungsson, Per Wizén, Erwin Wurm, Yan Pei-Ming und Bluesoup. (Vollständige Künstler:innenliste s.u.)

„Es ist ein Hochgefühl, diese mit viel Herzblut zusammengestellte Ausstellung über Europas zeitgenössische Kunstszene hier in Moskau zu eröffnen. Seit diese Ausstellung vor drei Jahren konzipiert wurde, hat sich das politische Klima in Europa leider nicht verbessert. Umso wichtiger ist es, den Dialog aufrechtzuerhalten. Nach der geschichtsträchtigen Ausstellungsstätte in Berlin Tempelhof, bietet die Tretjakow Galerie in Moskau eine verdichtete Art, die Kunstwerke zu sehen, die dadurch noch stärkere Interaktion entwickeln. Ein Symbol für die Notwendigkeit, in Europa zusammenzustehen.
Die Kunstwerke hier machen viele – zum Teil subtile – Aussagen, die allesamt die humanitäre Situation Europas beleuchten. Sie sollen uns zum Nachdenken bringen. Allerdings: Diese Ausstellung ist nicht der erhobene eigene Zeigefinger „Ihr müsst mal“, sondern eine sanfte Erinnerung, sich der europäischen Stärken bewusst zu sein. Immerhin leben 700 Millionen Menschen mit 150 Sprachen im europäischen Haus zusammen. Wir dürfen keine Türen zuschlagen. Kunst und Kultur müssen ein Bindeglied sein“, führt Jürgen Großmann, Vorsitzender des Projektbeirats Diversity United, aus.

„Kunst besitzt die große Fähigkeit, Brücken zu bauen, auch jenseits politischer Schwierigkeiten. Daher ist die große europäische Kunstausstellung Diversity United in Moskau gerade jetzt von ganz besonderer Bedeutung. Mit der ästhetischen Botschaft der Künstlerinnen und Künstler werden viele Fragen aufgeworfen. Wofür steht Europa, was bedeutet es und inwieweit kann man sich auf Solidarität, Respekt und gegenseitige Akzeptanz verlassen? Sie greifen Themen auf, die uns heute ganz besonders beschäftigen – nicht nur in Europa. Diversity United ist ein Beitrag zum grenzüberschreitenden kulturellen und persönlichen Austausch, den wir heute dringender brauchen als jemals zuvor.“ Walter Smerling, Vorsitzender der Stiftung für Kunst und Kultur Bonn