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Julian Rosefeldt gehört zu den international erfolgreichsten und bildmächtigsten Künstlern an der Schnittstelle zwischen narrativem Film und komplexer Filminstallation. Seine suggestive Bildwelt handelt seit Ende der 90er Jahre - mit deutlichen Anspielungen auf die barocken Traditionen des „theatrum mundi“ - vom (kinematographischen) Spiel mit Schein und Sein und einem Leben in der ewigen Wiederholung. Auf einer weiteren Ebene spielen fast alle Arbeiten des Künstlers aus den letzten sieben Jahren mit der Idee des tableau vivant und seiner bewegten Bewegungslosigkeit.

In seiner visuell überwältigenden, vom Kunstmuseum Bonn mitproduzierten 5-Kanal-Film-Installation „American Night“ (2009), die hier erstmals zu sehen ist, reflektiert Rosefeldt zum einen das Genre des Westerns im Hinblick auf seine zentralen Motive und entlarvt dabei zugleich die filmische Logik der Szenen, indem er auch den Blick hinter die Kulissen auf das Set und den Produktionsprozess gewährt. In Kooperation mit EX3-Centro per l’Arte Contemporanea, Florenz, erscheint ein Katalog.

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Julian Rosefeldt
AMERICAN NIGHT
Filminstallationen 2004-2009
Kurator: Stephan Berg