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Patina- oder Gebrauchsbilder nennt Karin Sander eine Werkgruppe, die seit 1990 entsteht. Dabei kehrt sie in listiger Weise den künstlerischen Prozess um. Indem die Werke im Grunde durch die Sammler entstehen, hinterfragt sie die Art und Weise, wie Kunst üblicherweise produziert, verkauft und aufbewahrt wird: ‹Die Gebrauchsbilder entstehen an dem Ort, an dem sie hängen. Die grundierten Bildträger werden ohne vorherige Manipulation an einen ausgesuchten Ort transportiert und verbleiben dort ungeschützt für einen zu bestimmenden Zeitraum. Sie sammeln die spezifische Patina ihres Ortes und bilden diesen ab.› (Karin Sander)

Im Zentrum des Schaffens der 1957 in Bensberg (D) geborenen Künstlerin stehen die Beziehungen zwischen Kunst, Sammlern und Museen. 1996 realisierte sie im Kunstmuseum St.Gallen ihre erste Einzelausstellung in einem Schweizer Museum.

Der Kontakt zur inzwischen weltweit bekannten Künstlerin ist nie abgebrochen. In einer gemeinsamen Aktion haben Vorstandsmitglieder des Kunstvereins St.Gallen 2004 eine Serie vorfabrizierter Leinwände erworben und diese im eigenen Heim, in Garagen, in Tomatenhäuschen oder Hundehütten platziert. Die Ausstellung bringt diese Bilder erstmals im Museum zusammen und präsentiert sie im Kontext der schweizweit einzigartigen Werkgruppe von Karin Sander im Kunstmuseum St.Gallen.

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Karin Sander
Gebrauchsbilder und andere. Eine Ausstellung mit Werken aus der Sammlung
Kuratoren: Konrad Bitterli, Roland Wäspe