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Eröffnung: Samstag, 23. Juni 2007, 15–18 Uhr

Die Skulpturen und Installationen von Matthew McCaslin (*1957 in Bashore, lebt und arbeitet in Brooklyn, New York) erinnern auf den ersten Blick an die Werkstatt eines technikbesessenen Bastlers: Kabel, Stecker, Fernseher, Lautsprecher, Lampen oder Ventilatoren bilden die Grundelemente seines künstlerischen Vokabulars. Mit solchen alltäglichen Materialien schafft er auch in der aktuellen Ausstellung „Electric Paintings“ eine Situation komplex vernetzter Gegenstände. Das „technologische Skelett“ – Lampen, Flatscreens und Halterungen – wird als plastische Form sichtbar gemacht und in ihrer Ambivalenz von Funktionalität und Materialästhetik vorgeführt. Einmal in Gang gesetzt, verwandeln sich McCaslins Video- und Audioinstallationen in pulsierende Felder visueller und akustischer Reize.

Mit der neuen Serie „Electric paintings“ untersucht McCaslin spielerisch die Grenzbereiche von Skulptur und Malerei: Mit der Erfindung des Flatscreens ist die traditionelle Form des Fernseh-Kubus der Erscheinung eines „flachen Bildträgers“ an der Wand gewichen – scheinbar tritt das Gerät selbst vom skulpturalen in den zweidimensionalen Raum zurück. Indem abstrakte Bilder auf den Bildschirmen erscheinen, simuliert die Oberfläche des flachen Monitors die Oberfläche von Gemälden. So wie seine Netzwerk-Installationen als plastische Metaphern für energetische Ströme gelesen werden können, stellen sich bei den „Electric paintings“ die Metallkonstruktionen, welche an dekorative Rahmen erinnern, nicht nur metaphorisch als die notwendige Energiequelle der bewegt malerischen Farbfelder dar.

Matthew McCaslin
Electric Paintings