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ULLA VON BRANDENBURG. SWEETS / QUILTS / SUN
01.11.2018 - 24.02.2019

Ulla von Brandenburg hat bis heute ein umfassendes, komplexes und charakteristisches Œuvre entwickelt, dem sich das Kunstmuseum Bonn und die Whitechapel Gallery London mit zwei unterschiedlichen Ausstellungen und einer gemeinsamen Publikation widmen.
Die motivische Verdichtung im Werk Ulla von Brandenburgs, die aus der Formsprache von Folklore, Theater und Zirkus speist, korrespondiert mit einer außer­gewöhnlich hohen medialen Vielfalt. In ihren Filmen, Installationen und Zeichnungen verwendet von Brandenburg Methoden des Theaters, um sich mit gesellschaftlichen und historischen Fragen aus­einanderzusetzen. Facetten des Bühnenhaften und Theatralischen oder die Regelhaftigkeit des Spiels werden zu Metaphern des Zusammenlebens, in denen die Trennung zwischen Zuschauerinnen und Akteurinnen, Realität und Illusion stets hinterfragt und stellenweise durchbrochen wird. Ulla von Brandenburgs Referenzen an das Theater führen uns immer wieder auf die Grundfragen unserer Existenz und Gesellschaft zurück: Wer sind wir? Welche Rolle spielen wir? Welche Position wird uns durch unsere Rolle zugewiesen? Uns wird ein Blick hinter die Bühnen des Lebens gewährt, ohne dabei die Faszination für das eigene Spiel zu zerstören. Mit jedem Bild, das von Brandenburg als Illusion, als Schatten oder Spiegelbild entlarvt, entsteht ein ebenso vielschichtiges neues.

Ulla von Brandenburg (*1974 in Karlsruhe) lebt und arbeitet in Paris. Von 1995 bis 1998 studierte sie Szenografie und Medienkunst an der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe und von 1998 bis 2004 Freie Kunst an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg. Seit 2016 hat Ulla von Brandenburg eine Professur im Fachbereich Malerei und Grafik an der Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe inne. Mit Einzelausstellungen im Institut Mathildenhöhe Darmstadt (2018), im Musée Jenisch Vevey (CH, 2018), der Kunsthal Aarhus (2017), dem K21 Ständehaus der Kunstsammlung NRW (2017) und der Beteiligung an zahlreichen Gruppenausstellungen, gehört Ulla von Brandenburg mittlerweile zu den international beachteten, diskursprägenden Positionen ihrer Generation.