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posted 08. Jul 2020

Corita Kent___Joyful Revolutionary

30. May 202011. Oct 2020
opening: 30. May 2020 11:00 am
**30.05.2020 - 11.10.2020** * **Corita Kent__Joyful Revolutionary** Eröffnungswochenende mit freiem Eintritt: Sa, 30. Mai – Mo, 1. Juni 2020 (Sa–Mo 11–18 Uhr)** Die Siebdrucke von Corita Kent (1918–1986) vereinen diverse visuelle und textuelle Quellen und komponieren sie grafisch auf unerwartete Weise. Ästhetische Erfahrungen des Alltags, spirituelle Botschaften, Zitate aus Literatur, Popkultur und den Massenmedien werden farbintensiv nebeneinandergestellt und im Sinne sozialer Gerechtigkeit politisch mobilisiert. In ihren Arbeiten geraten Buchstaben und Sprache zur Form und zum Bild, die Form und das Bild zum Inhalt. Kents Serigraphien können als Pop Art und als Wegbereiter der Pictures Generation angesehen werden. Im Alter von 18 Jahren trat Kent der Vereinigung von Glaubensschwestern der Immaculate Heart of Mary in Los Angeles bei, deren Ordensmitglied sie für drei Jahrzehnte blieb. Am dortigen College avancierte sie zur renommierten Kunstprofessorin und leitete schließlich die Kunstabteilung. Leidenschaftlich setzte sie sich für Frieden und soziale Gerechtigkeit ein und wurde seit den 1960ern als Künstlerin, Pädagogin und Persönlichkeit des öffentlichen Lebens zur lebenden Legende, die 1967 mit dem Titel „THE NUN: GOING MODERN“ (Die Nonne auf dem Weg in die Moderne) auf dem Cover der Newsweek erschien. Ihr Engagement im Feld der neu aufkommenden Pop Art mit all den kulturellen Veränderungen, die diese bezüglich der Zusammenführung von Hoch- und Populärkultur einläutete, speiste sich aus Kents Interesse und Einsatz für die vom Zweiten Vatikanischen Konzil angestoßene Revitalisierung und Erneuerung religiösen Lebens. Das eine wurde in Kents Arbeiten in den Dienst des anderen gestellt und führte zu ihrer einzigartigen und alle Klassifizierungen herausfordernden Kunst. Seit den frühen 1950er Jahren arbeitete Kent hauptsächlich mit Serigraphien, die sie als eine erschwingliche und demokratische Kunstform erachtete. Während frühe Werke figurative und religiöse Motive enthalten, entwickelte sich ihre Kunst in den 1960ern Jahren zunehmend politisch. Sie integrierte aus Massenmedien appropriierte Fotografien von Persönlichkeiten wie Martin Luther King Jr., Coretta Scott King, César Chávez und Daniel und Philip Berrigan in ihre Siebdrucke, um damit ihre Unterstützung für soziale und politische Kämpfe wie zum Beispiel die Bürgerrechts- und Anti-Vietnamkriegs-Bewegung zu bekunden. Beispielhaft zeigt sich in ihrer Arbeit american sampler, wie ihre künstlerische Strategie im Umgang mit Farbe und Referenzen es ihr erlaubt, politische Komplexität sichtbar zu machen: Der Stempel-Schriftzug in Rot, Weiß und Blau bezieht sich sowohl auf die Farbgebung der amerikanischen Flagge als auch die Typographie von Fahndungsplakaten des „Old West“. Das spielerische Verweben von Vorder- und Hintergrund zerlegt einzelne Wörter in ihre Bestandteile und offenbart damit eine zweite Bedeutungsordnung innerhalb des expliziten Textes – eine, die an die individuelle und moralische Verantwortung der Betrachter_in appelliert. Kent spielt beispielsweise damit, dass das Wort „ASSASSINATION“ (Attentat) die Wörter „SIN“ (Sünde), „I“ (ich) und „NATION“ enthält. Mit Corita Kent___Joyful Revolutionary präsentiert das TAXISPALAIS Kunsthalle Tirol erstmals eine Einzelausstellung der Künstlerin in Österreich. Im Fokus stehen dabei Kents Siebdrucke aus den 1960er Jahren, die mittels vielschichtigem Archiv- und Dokumentationsmaterial kontextualisiert werden. Die Arbeiten aus dieser Schaffensperiode sind dezidiert politisch, sie verdanken sich Kents kritischem Blick auf soziale Fragen und verströmen zugleich spirituelle Zuversicht. Damit resonieren die Serigraphien mit aktuellen Fragestellungen zum gesellschaftskritischen Potential von Kunst und zu Veränderungsmöglichkeiten in gewachsenen Traditionen. Kuratiert von Nina Tabassomi Dank an das Corita Art Center, Immaculate Heart Community, Los Angeles

artist

Corita Kent 

curator

Nina Tabassomi 
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posted 07. Jul 2020

Tacita Dean

02. Jun 202002. Aug 2020
**02.06.2020 - 02.08.2020** Tacita Dean (February 26–May 3, 2020) The main exhibition this spring at EMMA showcases key works from the career of Tacita Dean, one of the internationally most prestigious contemporary artists of today. Some of the works in Dean’s first-ever solo exhibition in Finland receive their debut at EMMA, including Dean’s latest film, A Cloud makes itself. The show will be open from February 26 to May 3, 2020. Tacita Dean (b. 1965) is one of the most highly acclaimed contemporary artists of our day. She is known best for films shot on 16mm and 35mm and her work for the preservation of analogue film. She also creates large, spatially engaging chalkboard drawings as well as works on slate, photographs, print images and works made with found materials. The exhibition, curated by EMMA director Pilvi Kalhama, borrows from Dean’s existing body of work, in addition to which the artist has created several new pieces for this show. The show features recent key works in which Dean explores portraiture, painting, the ephemerality of natural events and the layers of time. Dean, a champion of slowness and concentration, draws attention to details and encourages us to stop and observe the world. The exhibition rewards the viewer who is prepared to give time to the works. The exhibition includes seven films, the latest of which, A Cloud makes itself, receives its premiere at EMMA. The works featured in the exhibition include Dean’s ambitious chalkboard drawing Chalk Fall (2018), her recent series of 80 monoprints on found postcards, Pantone Pairs (2019), displayed for the first time at EMMA and two works from the Saastamoinen Foundation ́s art collection, Quatemary and A Book End of Time. ”It is a great pleasure to be showing for the first time in Finland and always exciting to have the opportunity to show new works as well as to revisit older ones.” Tacita Dean Tacita Dean describes herself as a British European artist and divides her time between Berlin and Los Angeles. She was nominated for the Turner Prize in 1998 and later was awarded the Hugo Boss Prize in 2006 and the Kurt Schwitters Prize in 2009. In 2018, three London museums, the National Gallery, the National Portrait Gallery and the Royal Academy of Arts presented an unprecedented collaboration that consisted of three distinct exhibitions by Tacita Dean, entitled LANDSCAPE, PORTRAIT, STILL LIFE. Dean’s designs for The Dante Project, a new ballet choreographed by Wayne McGregor and composed by Thomas Adès, will première in May at the Royal Opera House in London.

artist

Tacita Dean 

curator

Pilvi Kalhama 
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posted 06. Jul 2020

Rubén Martín de Lucas "Stupid Borders - Minimal Republics"

27. Jun 202022. Aug 2020
opening: 27. Jun 2020 10:00 am
Rubén Martín de Lucas "Stupid Borders - Minimal Republics" 27.06.2020 - 22.08.2020 Die Eröffnung findet am 27.06.2020 in der Zeit von 10 bis 16 Uhr statt. Die Galerie Boisserée zeigt erstmals die Arbeiten des spanischen Künstlers Rubén Martín de Lucas in Deutschland. Unmittelbar nach Abschluss seines Studiums des Bauingenieurwesens begann Rubén Martín de Lucas mit seiner künstlerischen Arbeit. Bereits in ersten Projekten, die er zusammen mit dem Künstlerkollektiv "Boa Mistura" erarbeitete, widmete er sich der Realisierung von Kunstprojekten mit klarem Bezug zum öffentlichen Raum und zur Natur. Seine Werkreihe STUPID BORDERS, in der er sich in Konzepten und Aktionen mit dem Sinn von Grenzen und dem Begriff "Nation" auseinandersetzt, entsteht seit 2015 als Soloprojekt. Die Arbeiten des 1977 in Madrid geborenen Künstlers wurden bereits mit Preisen ausgezeichnet und befinden sich in öffentlichen wie privaten Sammlungen in Europa, USA und Südamerika. Nach musealen Ausstellungen vorwiegend in Europa, fand im vergangenen Jahr im Museum of Photography in Lianzhou, China eine erste Einzelausstellung der Werke aus STUPID BORDERS im asiatischen Raum statt. Das kritische Hinterfragen der künstlichen und vergänglichen Beschaffenheit von Grenzen sowie der Idee von Nationen ist die Grundlage der MINIMAL REPUBLICS, die Teil der Reihe STUPID BORDERS sind. Es handelt sich um Projekte, in denen Martín de Lucas die Bedeutung von Grenzen ad absurdum führt, indem er selbst ein definiertes Stück Land besetzt. Diese Landnahme basiert auf immer gleichen und bewusst simplen Grundlagen. Für 24 Stunden grenzt er eine 100 m2 große Fläche im öffentlichen Raum, auf Feldern oder auf dem Wasser einer geometrischen Form entsprechend ein und bewohnt sie in dieser Zeit allein. Absurdität und Einfachheit dieser Inbesitznahme regen dazu an, über die eigentliche Natur von Grenzen und über die Bedeutung von Landbesitz zu reflektieren. Luftaufnahmen und Videos dokumentieren diese Aktionen und lassen die künstlerische Arbeit von Rubén Martín de Lucas nachvollziehbar werden. Parallel zur Ausstellung zeigen wir in den anderen Galerieräumen eine Accrochage.
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posted 05. Jul 2020

Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer

20. Jun 202004. Oct 2020
opening: 20. Jun 2020 11:00 am
Sonntag, 5. Juli 2020 | 11.30 Uhr **Matinee-Gespräch Iza Tarasewicz** Moderation: Christiane Mennicke-Schwarz, Leiterin Kunsthaus Dresden. Aufgrund der beschränkten Personenanzahl bei Veranstaltungen ist eine Anmeldung bis zum 3. Juni 14 Uhr erforderlich. "Wir freuen uns, dass ab morgen die polnische Künstlerin Iza Tarasewicz ihr aus lebenden Pilzen und anderen konstruktiven Elementen bestehendes, raumgreifendes, künstlerisches Werk THE MEANS, THE MILIEU im Kunsthaus installieren wird. Besucher*innen können der Künstlerin bei der Arbeit an der vielteiligen und komplexen Installation begegnen, während die Arbeit bis zum kommenden Sonntag in alle Räume der aktuellen Ausstellung hinein ‚wächst’." Iza Tarasewicz lebt und arbeitet in Kolonia Koplany im Nordosten von Polen, nahe der Grenze zu Weißrussland. Ihre künstlerischen Installationen und Performances greifen komplexe, natürliche Systeme und deren Visualisierung in naturwissenschaftlichen Modellen auf. Die Installation THE MEANS, THE MILIEU ist ein künstlerisches Langzeitprojekt der Künstlerin, das sich mit Recherchen über Prinzipien der Informationsübermittlung und des Überlebens befasst. Der Pilz, der den Ausgangspunkt ihrer künstlerischen Forschung bildet und auch Material ihres Werkes ist, ist der in Ostasien als Heilmittel eingesetzte Glänzende Lackporling oder Reishi-Pilz. Der chinesische Name des Pilzes Ling Zhi bedeutet „Geist-Pflanze“, andere gebräuchliche Namen sind „Pilz der Unsterblichkeit“ und „Zehntausend-Jahre-Pilz“. Der Pilz, dessen Wirksamkeit in verschiedenen Studien bestätigt wurde, wird in China auch als „König der Heilpflanzen“ angesehen und seit über zweitausend Jahren für eine Vielzahl medizinischer Behandlungen eingesetzt. Anwendung findet der Pilz bei neurologischen Erkrankungen sowie in der Gynäkologie, der Kinder- und Jugendmedizin und bei Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems oder Problemen im Hals-Nasen-Ohren-Bereich. Außerdem wird der Pilz eingesetzt, um das Immunsystem zu stärken, unter anderem bei der Behandlung von Krebspatient*innen. * **Austellung Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer** 20.06.2020 - 04.10.2020 Am Eröffnungswochenende, Samstag und Sonntag, dem 20. und 21. Juni ist der Eintritt von 11 bis 19 Uhr frei, kommen Sie also gerne und besuchen Sie uns in der Ausstellung. An beiden Tagen wird das kuratorische Team, bestehend aus Christiane Mennicke-Schwarz, Vincent Schier und Robert Thiele sowie als Vermittlungsteam Peter Krüger und Liam Floyd da sein und in der Ausstellung willkommen heißen. * Mit den Debatten um Subventionen zur Wiederbelebung der Wirtschaft, oder einer möglichen Neuorientierung, ist das Thema der Ausstellung aktueller denn je – wie sichern wir mit dem Überleben der Natur auch die menschliche Existenz? Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer ist eine weitverbreitete Bauernweisheit. Beziehungen zur Natur prägen unsere Sprachen und Kulturen – aber ist dieses Wissen noch gültig? Lässt sich anhand des Vogelzugs noch der Sommer bestimmen? Gezeigt werden unter anderem Werke der in Amsterdam und New York lebenden Künstlerin Melanie Bonajo, die die Niederlande auf der Venedig Biennale 2022 vertreten wird. Mit Werken des im März verstorbenen österreichischen Künstlers Lois Weinberger wird auch die Arbeit eines visionären Pionieres der poetischen ‚Feldarbeit’ gezeigt, dessen mitunter provokatives Werk Mensch und Natur stets als Einheit gezeigt hat. Die Südtiroler Künstlerin Gabriela Oberkofler arbeitet in der Ausstellung unter anderem mit einem in der Dresdner Heide gefällten abgestorbenen Baum, die polnische Künstlerin Iza Tarasewicz wird, sobald Reisen wieder möglich sind, ihre Arbeit in die bereits eröffnete Ausstellung „hineinwachsen lassen“. Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer ist Teil des vom Kunsthaus initiierten Langzeitprojektes Nachbarschaften und gefördert durch die Ostdeutsche Sparkassenstiftung und die Ostsächsische Sparkasse Dresden.
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posted 04. Jul 2020

NORA TURATO - what do you make of this? did you make this up?

07. Feb 202026. Jul 2020
opening: 06. Feb 2020 06:00 pm
**07.02.2020 – 26.07.2020** NORA TURATO - what do you make of this? did you make this up? (07.02.2020 - 26.04.2020) Opening: 6. Februar 2020, ab 18.00 Uhr Der Nukleus von Nora Turatos Werken liegt in der Verwendung von Sprache. In ihren Videos, skulpturalen Installationen,Künstler*innenbüchern, Wandgemälden und SpokenWordsPer-formances überlagert sie phonetische, semantische sowie bildliche Qualitäten von Sprache. Aus dem alltäglichen Tohuwabohu des Informationsflusses aus Presseartikeln, Chatverläufen, Untertiteln und Werbebotschaften entnimmt Nora Turato Satzfragmente und verdichtet diese zu einem konzentrierten, sprachlich-visuellen Geflecht. Was die Künstlerin tagtäglich umspült, fließt auch in ihre Arbeit ein. In diesem Verfahren ist sie demokratisch. Gleichermaßen können politische Aussagen wie auch Kardashian-Zitate in ihr Konglomerat eingebettet werden. Die entstehende Parallelität reflektiert ein Netzwerk aus sozialen Beziehungen, Vermarktungsstrategien, Konsumhaltungenund ihrer eigenen Subjektivität. Neben dem gezielten Einsatz und Umgang mit Typographiekonnotationen, verwendet Turato auch ihre Handschrift als maßgebende typographische Formel. Dieses Konzept spielt mit der romantischen Idee der Autorenschaft derKünstlerinsowie mit den schriftlichen Überarbeitungsspuren in Vorbereitung auf ihre Performances. Die Handschrift bildet ein persönliches, visuelles Signum, welches im digitalen Schriftverkehr zu verschwinden droht. Nora Turato kanalisiert die Auswürfe unserer Smartphones, wobei sie die Flüchtigkeit von Inhalten nachvollziehbar macht und die ursprünglicheMacht von Sprache und den Verlust dieser Fähigkeit akzentuiert.Sie porträtiert ein Zeitalter, in dem Sprache von ihrer informativen Funktion zum deformativen Getöse geworden ist -basierend auf einem Pool aus Wortfragmenten. „Jeder Pool spiegelt nicht nur das kulturelle Klima und die Ereignisse auf der Welt wider, sondern auch, mit wem ich interagiere und wie ich meine Zeit verbringe.“ (Nora Turato) Nora Turato wurde 1991 in Zagreb geboren und lebt und arbeitet in Amsterdam. Sie studierte an der Gerrit Rietveld Academiein Amsterdam, gefolgt von einem Master an der 'Werkplaats Typografie' in Arnheim. Von 2017-2019 war sie Stipendiatinan der Rijksakadmie van Beeldende Kunsten in Amsterdam. 2019 hatte sie Einzelausstellungen im Kunstmuseum Liechtenstein und in der Beursschouwburg in Brüssel. NachTuratos Einzelausstellung in der Sammlung Philara im Jahr 2020 werden Solopräsentationen im Centre Pompidou in Paris und im MGLC in Ljubljana folgen.

artist

Nora Turato 
Sammlung PHILARA, Düsseldorf

PHILARA | Birkenstraße 47
40233 Dusseldorf

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posted 03. Jul 2020

Flint House Lizard. Ani Schulze

03. Jul 202031. Jul 2020
Flint House Lizard. Ani Schulze Dauer: 3.07.2020 - 31.07.2020 Künstlerin: Ani Schulze Kuratorin: Christin Müller Unter dem Titel Flint House Lizard versammelt Ani Schulze den gleichnamigen Film sowie installative Stoffarbeiten und Zeichnungen in einer Ausstellung bei basis. Sie bilden eine fragmentarische Erzählung, bei der die Auswirkungen der Sonne auf unser menschliches Verhalten als Ausgangspunkt dienen. Die filmische Arbeit Flint House Lizard (2019) kreiert einen surrealen Mikrokosmos, in dem sich Körper, Natur und Technik gegenseitig durchdringen und beeinflussen. Er referiert auf eine Theorie des russischen Wissenschaftlers und Kosmisten Alexander Chizhevsky (1897-1964), die besagt, dass soziale Entwicklungen und Massenbewegungen mit periodischen Sonnenzyklen zusammenhängen und von diesen beeinflusst werden. Im Film finden wir uns in einer scheinbar natürlichen Landschaft mit wurmartigen Gestalten und menschlichen Wesen wieder, die jenen Zyklen zu folgen scheinen. Vom Erwachen über das kollektive Erstarken bis hin zur anschließenden Apathie und Vereinzelung verbleiben die Figuren in einer Art Trancezustand. Der Film ist geprägt durch seinen Spannungsaufbau und der immerwährenden Durchbrechung eines einheitlichen Settings oder einer logischen Narration sowie durch einen Wechsel der filmischen Techniken und intensive Soundkompositionen. Die scheinbar entrückte Welt des Films bleibt bis zum Ende nicht greifbar, und doch zieht sich die Eidechse als konstantes Sinnbild der Erneuerung und Wiedergeburt durch den Film, der selbst einem geschlossenen Kreislauf zu folgen scheint. Einzelne Formen und Elemente aus der filmischen Arbeit finden sich ebenso in den Zeichnungen sowie den Textilarbeiten der Künstlerin wieder. Unter dem Titel Durst referieren die Zeichnungen auf ein natürliches und existenzielles Bedürfnis, das sowohl als treibende Kraft oder verbindendes Grundbedürfnis verstanden werden kann, während die bedruckten Textil-Arbeiten auf eine körperliche Hülle sowie kultische Rituale verweisen. Auf verschiedenen Ebenen taucht Ani Schulze ein in die Bedeutung der Sonnenzyklen und die Frage, wie sich diese auf mythologischer, technischer und wissenschaftlicher Ebene fassen lässt. Dabei gibt es keine eindeutige Antwort. Vielmehr erweisen sich die einzelnen Arbeiten in ihrer Zusammenstellung als fragmentarische Verweise auf einen Prozess von Kontrolle sowie auf das andauernde Verhandeln mit sich selbst und anderen. Die Werke erzählen weiterhin von einer unbestimmten Kraft und setzen damit körperliche Ermächtigung und kollektives Handeln in einen komplexen Bezugsrahmen. Beides verbleibt dabei in einem Schwebezustand zwischen kosmologischer Aufladung und technisierter Steuerung. Ani Schulze (*1982) studierte an der Städelschule in Frankfurt am Main, an der Glasgow School of Arts sowie an den Kunstakademien Düsseldorf und Karlsruhe. Ihre Arbeiten waren bereits in einer Reihe von Einzel- und Gruppenausstellungen, Screenings und Talks, unter anderem im Salzburger und im Kölnischen Kunstverein, im I: Project Space in Beijing, in der Kunsthalle Schirn in Frankfurt, in der Galerie Nagel Dragxler/ Reisebürogalerie in Köln, auf dem Kurzfilmfestival Oberhausen sowie in der Extra City Kunsthal in Antwerpen zu sehen. Die Ausstellung wurde unterstützt von: Kulturamt Frankfurt Der Film wurde unterstützt von: innogy Stiftung

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Ani Schulze 
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posted 02. Jul 2020

HI­ER UND JET­ZT im Mu­se­um Lud­wig. Dy­namische Räume

06. Jun 202030. Aug 2020
HIER UND JETZT im Museum Ludwig. Dynamische Räume 06.06.2020 – 30.08.2020 KünstlerInnen: Contemporary And, The Nest Collective, CUSS & Vukani Ndebele, Nkiruka Oparah, Frida Orupabo Für die sechste Ausstellung der Reihe „HIER UND JETZT im Museum Ludwig“ ist das Kunstmagazin „Contemporary And“ (C&) in Köln zu Gast. Gegründet von Yvette Mutumba und Julia Grosse, versteht sich C& als „dynamischer Ort, an dem Themen und Informationen zu zeitgenössischer Kunstpraxis aus afrikanischen Perspektiven reflektiert und vernetzt werden.“ Für ihre vielfältigen Aktivitäten ist die mehrsprachige Internetseite ein Knotenpunkt, zweimal jährlich erscheint ein gedrucktes Magazin. Im Museum Ludwig steht das Langzeitprojekt „C& Center of Unfinished Business“ im Mittelpunkt der Ausstellung. Es handelt sich um eine partizipative Bibliothek, die durch Videos und Publikationen die Spuren kolonialer Machtverhältnisse und deren Wirken bis in die Jetztzeit sichtbar macht. Die Kölner Version des „C& Center of Unfinished Business“ ist ganz auf ihren Standort bezogen. In der für den Museumsraum entwickelten Bibliotheksarchitektur kommen C&s eigene Bestände sowie von C& ausgewählte Publikationen aus der Kunst- und Museumsbibliothek Köln zusammen. Das Projekt knüpft damit dynamische Verbindungen zum Museum, dessen Standort und seinen Besucher*innen. Daneben sind in der Ausstellung Videoarbeiten afrikanischer Künstler*innenkollektive aus der Rubrik „C& Commissions“ sowie Werke afrodiasporischer Künstler*innen zu sehen. Auch diese eröffnen dynamische Räume voller Bilder, die aktuelle Erfahrungen Schwarzer Identität aufgreifen, fremdbestimmende Blicke offen legen und neue Entwürfe gegen stereotype Vorstellungen setzen. Kuratorin: Romina Dümler #HIERUNDJETZT #dynamischeraeume

curator

Romina Dümler 
Museum Ludwig Köln

Bischofsgartenstr. 1
50667 Cologne

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posted 01. Jul 2020

1:1 - Begegnung mit Originalen aus der Sammlung

20. Jun 202030. Aug 2020
1:1 - Begegnung mit Originalen aus der Sammlung 20. Juni – 30. August 2020 Kunst ist ein Versuch, dich einen halben Zentimeter über dem Boden schweben zu lassen. (Yoko Ono) Mit Arbeiten von Richard Joseph Anuszkiewicz, Hella Berent, Rainer Gross, Katharina Grosse, Raymond Hains, Peter Hutchinson, Juergen Klauke, Sherrie Levine, Eva tom Moehlen, Arnold Odermatt, Robyn Page, A. R. Penck, Sigmar Polke, Norbert Prangenberg, David Rabinowitch, Gerhard Richter, Jean-Paul Riopelle, Edward Ruscha, Nora Schattauer, Michael Schoenholtz, Ben Schonzeit, Ursula Schultze-Bluhm, Andreas Slominski, William Turnbull, Troels Wörsel und Rémy Zaugg Kuratiert von Fritz Emslander, kommissarischer Leiter von Museum Morsbroich. Pressekonferenz: Donnerstag, 18. Juni 2020, 11 Uhr Wenn wir nach vielen Wochen des Entzugs endlich wieder das Museum betreten, wird uns klar, was uns – auch im Zeitalter unbegrenzter digitaler Reproduzierbarkeit – gefehlt hat: Das Kunstwerk, das uns nach wie vor mit seiner materiellen Präsenz packen kann. Es bezaubert uns, begeistert uns ästhetisch und berührt uns emotional. Ein Kunstwerk ist aber auch eine Herausforderung, ein Original mit unvergleichlicher Ausstrahlung, ein Gegenüber im Hier und Jetzt! Die Ausstellung 1:1 inszeniert dieses große Wiedersehen mit den einzigartigen Kunstwerken unserer Sammlung auf allen drei Etagen des Museum Morsbroich. In jedem Raum wird nur eine Arbeit ausgestellt und so der Rahmen für ebenso intensive wie exklusive Begegnungen geschaffen. Meet the art work: Treffen Sie unsere Werke ganz persönlich, erleben Sie die Originale wieder unmittelbar und live! Kunst ist nicht nur eine Schule der Wahrnehmung, in der wir auf unser eigenes Sehen oder Nicht-Sehen zurückverwiesen werden. Indem (gute) Kunst weder vom Künstler noch vom Museum auf nur eine Deutung festgelegt wird, sondern sich wesentlich für verschiedene Sichtweisen und Interpretationen öffnet, schafft sie zudem auch „einen freien Raum für den Menschen, wo dieser seine Freiheit üben kann“ (Rémy Zaugg, 2000). Die Ausstellung ist von Samstag, 20. Juni 2020, 11 Uhr, für das Publikum geöffnet. Ciceroni-Aktion: Am Sonntag des Eröffnungswochenendes (21. Juni) sowie an den Sonntagen 26. Juli und 30. August erwarten die Besucher jeweils in der Zeit von 13 bis 16 Uhr unsere Ciceroni (Kunstvermittler) in verschiedenen Räumen der Ausstellung, um mit den Werken und Ihnen ins Gespräch zu kommen und Ihre Fragen zu beantworten. Corona-Hinweis: Das Tragen von Mund-Nasen-Schutz im Museum ist weiterhin verpflichtend. Wir bitten die Besucher die Hinweise zu Hygiene- und Verhaltensregeln zu beachten. Ein Wegeleitsystem ermöglicht die Einhaltung des Mindestabstands.

curator

Fritz Emslander 
Museum Morsbroich, Leverkusen

Gustav-Heinemann-Strasse 80
51377 Leverkusen

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posted 30. Jun 2020

Sue Williams

05. Jun 202025. Jul 2020
Sue Williams 05.06.2020 - 25.07.2020 I visited Sue Williams’ studio on March 8. That means she was among the last people (aside from my wife) with whom I spent any time in person before the Covid-19 pandemic drastically reconfigured our social and working lives to eliminate face-to-face meetings. And her paintings were the very last I saw in person (aside from the ones that hang in my own home). I’m glad it was Sue that I saw, and I’m really glad that I was able to spend that time with her paintings, which have been recurrent in my memory and imagination and helped me sustain what little equilibrium I’ve been able to muster since then. Those paintings, or even just my memory of them, turn out to be good company in catastrophe. They somehow know how I feel living a life turned upside down, a life in which it’s now hard not to feel that calamity has been preparing itself in innumerable abuses of power, whether they take place in the intimate realms of gender and the family or in the geopolitical realm in which governments continue to work behind the scenes to ensure that no good crisis will ever go to waste. Sue is not the only artist whose work has evoked these facts of our collective existence, of course, but the way she brings them into her work is unique, because she has no interest in persuading us of the seriousness of her concerns, or of the importance of her treatment of them; she has never cultivated a style that is austere, grim, or lugubrious, even in the bluntest of her early works. The tone of her work is neither apocalyptic nor mournful. It has always been imbued with humor, but over time the humor has becomes less visceral, more elegant. It’s hard to think of any painter working today whose work is so high-spirited, free-spirited, more buoyant. With her bright, translucent colors, wittily virtuosic and unpredictable line, and lightness of touch, not to mention her anti-gravitational sense of composition in which up, down, and sideways are all one, Sue’s aesthetic might be defined as a Rococo of distress, or as what protest art would be if it could be part of a tradition that somehow encompassed both Florine Stettheimer and Cy Twombly. I’ve remarked before about Sue’s penchant for describing the aesthetic of even her most obscene paintings as “pleasant,” even as “happy.” I think I know what she means: The painting should not take as its model the will to domination that might be its subject. It shouldn’t lean on the viewer, should not pummel the viewer into submission. No. Rather, the painting should lighten the load its viewer carries, not by distracting us from our troubles but by showing that what oppresses us can be made smaller than the spirit that bears witness to it and knows the oppression for what it is. I think that’s why the multitude of distinct images that flow together in each of Sue’s recent works are so petite—because while she can never forget the wrongs and absurdities they chronicle (and nor does she want anyone else to forget them)—she knows that according to the scale of consciousness, they can become puny. What’s “pleasant” in Sue’s paintings is not what the merely pleasant in art usually is, the lie that’s more agreeable than the truth, but rather the triumph of the truth-teller’s art (and what truth could there be without art?) over the very bitterness that is at the heart of the real. To me, that pleasantness—that pleasure—lends the courage to persist. Sue Williams was born 1954 in Chicago Heights, IL, US, and lives and works in New York, NY, US. Her first solo exhibition with Eva Presenhuber took place in 1999. Williams’ work is represented in major museums and private collections worldwide, including the Museum of Modern Art, New York, NY, US; Whitney Museum of American Art, New York, NY, US; Hirshhorn Museum and Sculpture Garden, Washington, D.C., US; the Art Institute of Chicago, IL, US; and Sammlung Goetz, Munich, DE. In the fall of 2015, a retrospective monograph was released by JRP|Ringier. Solo exhibitions in museums include Vienna Secession, Vienna, AT; IVAM Valencia, SP; Geneva Center for Contemporary Art, Geneva, CH; and Staatliche Kunsthalle Baden-Baden, Baden-Baden, DE. Williams participated in 3 consecutive Whitney Biennials in 1993, 1995, and 1997. Major institutional group shows include Comic Abstraction, Museum of Modern Art, New York, NY, US (2007); Rebelle, Museum voor Moderne Kunst Arnhem, Arnhem, NL (2009); Keeping it Real, Whitechapel Gallery, London, UK (2010); Figuring Color, The Institute of Contemporary Art, Boston, MA, US (2012); Take it or leave it, Hammer Museum, Los Angeles, CA, US (2014); America is Hard to See, Whitney Museum of American Art, New York, NY, US (2015); and Painting 2.0, Museum Brandhorst, Munich, DE (2015-16). Barry Schwabsky

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Sue Williams 
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posted 29. Jun 2020

Elmgreen & Dragset. SHORT STORY

16. May 202002. Aug 2020
Elmgreen & Dragset. SHORT STORY ST AGNES NAVE 16.05.2020 – 02.08.2020 Für ihre erste Einzelausstellung in Berlin seit 15 Jahren und der ersten in der KÖNIG GALERIE am 16. Mai präsentieren Elmgreen & Dragset drei neue figurative Skulpturen in einer immersiven Umgebung, die das visuelle Erscheinungsbild der NAVE, dem Kirchenschiff von St. Agnes, transformiert. WICHTIGER HINWEIS: Aufgrund der aktuellen Situation im Zusammenhang mit der Covid-19-Epidemie kann die Ausstellung nur nach Buchung eines Zeitfensters besucht werden. Die Galerie lässt eine begrenzte Anzahl von Besuchern gleichzeitig in die Räumlichkeiten, um die Gesundheit aller Gäste zu wahren. Short Story eröffnet die Bühne für ein Spiel zwischen zwei Jungen. Beim Betreten des Galerieraums trifft der Besucher auf einen fast normalgroßen, aber leicht erhöhten Tennisplatz. Ein Netz in der Mitte trennt die beiden Spieler und schafft eine Art horizontales Diptychon. Die weißen Linien, die auf die orange-braune Bodenfläche gemalt sind, weisen nicht nur auf die festgelegten Regeln des Sports hin, sondern erinnern visuell auch an die Rasterprinzipien der Moderne und die Straßenmarkierungen, die unsere Verhaltensmuster im öffentlichen Raum regulieren. Die weiß bemalten figurativen Bronzeskulpturen der Jungen sind diagonal an den gegenüberliegenden Enden des Spielfeldes aufgestellt – klein und isoliert voneinander auf der großen Fläche. Ihre Körper und Blicke sind voneinander abgewandt, der Dialog und das Spiel zwischen ihnen sind zum Erliegen gekommen. Statt Freude scheint eher ein Unbehagen aus dem Spiel entstanden zu sein, sowohl für den „Gewinner“ als auch für den „Verlierer“. Die Szene ist ein Standbild, das den aufgeladenen Moment nach einer Niederlage festhält, in dem das Publikum als Zuschauer die Erzählung weiterspinnt. War es ein faires Spiel? Gibt es jemals ein faires Spiel? In einer Ecke abseits des Tennisplatzes steht als dritte Figur die eines älteren Mannes, der im Halbschlaf in seinem Rollstuhl sitzt. Mit halb geschlossenen Augenlidern scheint seine Innenwelt seine Außenwelt zu überlagern, während er sich langsam aus der Realität um ihn herum zurückzieht. Es erscheint beinahe so, als sei das Tennisspiel zwischen den beiden Jungen nur eine Vision in seinem Kopf - eine ferne Erinnerung, die in einem Traum wiederauftaucht. Das Szenario in Elmgreen & Dragsets Short Story mit seinen abrupten Narrativen, dem scheinbaren Zerfall der Zeit und den kollidierenden Realitäten lädt zum Nachdenken über Themen wie Individualismus und Wettkampf ein, bietet aber drüber hinaus die Möglichkeit vieler weiterer Lesarten. Elmgreen & Dragset arbeiten seit 1995 als Künstlerduo zusammen, seit 1997 leben und arbeiten sie in Berlin. In ihrer künstlerischen Praxis erforschen sie Fragen nach Identität und Zugehörigkeit. Mit ihren Arbeitsmethoden, die oft konventionelle Formen des Ausstellungsmachens in Frage stellen, strebt das Künstlerduo an, die Bedingungen, unter denen wir als Publikum skulpturale Objekte wahrnehmen, zu rekontextualisieren oder zu verändern. Die Künstler haben zahlreiche Einzelausstellungen in Kunstinstitutionen auf der ganzen Welt veranstaltet, darunter zuletzt eine Überblicksausstellung über ihre skulpturale Praxis im Nasher Sculpture Center, Dallas (2019-20), und eine Ausstellung in der Whitechapel Gallery, London (2018-19), wo sie den Galerieraum in ein verlassenes öffentliches Schwimmbad verwandelten. Elmgreen & Dragset haben zahlreiche öffentliche Skulpturen realisiert, darunter Van Gogh‘s Ear, das erstmals 2016 vom Public Art Fund im Rockefeller Center, New York, präsentiert und nun im K11 in Hongkong installiert wurde; ihre Arbeit Bent Pool wurde im Dezember 2019 im Pride Park, Miami Beach, installiert. Im Jahr 2008 schufen die Künstler das Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen, das dauerhaft im Berliner Tiergarten zu sehen ist. 2019 erwarb der Hamburger Bahnhof ihre Statue of Liberty (2018) für den Skulpturengarten. Ihre Arbeiten wurden auf Biennalen in Bangkok (2018), Istanbul (2013, 2011, 2001), Gwangju (2006, 2002) und auf der Venedig Biennale (2009, 2003) gezeigt, wo sie 2009 für ihre Ausstellung The Collectors im nordischen und dänischen Pavillon eine besondere Erwähnung erhielten. Im Jahr 2017 kuratierten die Künstler die Biennale Istanbul. Werke der Künstler sind in zahlreichen Sammlungen vertreten, unter anderem im Museum of Contemporary Art, Chicago, im Louisiana Museum of Modern Art, Humlebæk, im Astrup Fearnley Museum, Oslo, im Städel Museum, Frankfurt am Main, in der Pinakothek der Moderne, München, im Hamburger Bahnhof–Museum für Gegenwart, Berlin, im Museum für Moderne Kunst, Frankfurt am Main, im Tel Aviv Museum of Art, Tel Aviv, und im Benesse Art Site, Naoshima sowie in vielen weiteren Institutionen. Im Jahr 2002 wurden Elmgreen & Dragset mit dem Preis der Nationalgalerie für Junge Kunst ausgezeichnet; im Januar 2020 erhielt das Künstlerduo den B.Z.-Kulturpreis.
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posted 28. Jun 2020

Marlene McCarty - Into the Weeds

24. Jan 202005. Jul 2020
opening: 23. Jan 2020 06:30 pm
**verlängert bis 05.07.2020** Marlene McCarty (*1957, USA/CH) ist in Basel keine Unbekannte. Von 1978 bis 1983 studierte sie an der Allgemeinen Kunstgewerbeschule in Basel. Nach ihrem Umzug 1983 nach New York arbeitete sie u.a. als stellvertretende Leiterin der MoMA-Abteilung für Grafikdesign. Früh wurde sie Mitglied des AIDS-Aktivismuskollektivs Gran Fury, das mit Auftritten wie 1990 an der Biennale in Venedig international für Aufsehen sorgte. McCarty untersucht mit alltäglichen Materialien wie Grafit und Kugelschreiber brisante gesellschaftliche Themen, die von sozialer und sexueller Ungleichheit, der Rolle der Frau bis hin zu Transbiologie reichen. Sie ist Professorin an der NYU Steinhardt. Die Ausstellung ist McCartys bislang umfangreichste Präsentation in der Schweiz und stellt neben Arbeiten der letzten Jahre auch ein neues Projekt vor, das einmal mehr auf dezidierte Art und Weise Fragen an Macht- und Wissensverteilung innerhalb unserer Gesellschaft stellt. Hierfür kooperiert das Kunsthaus erstmals mit den Merian Gärten, eine Institution der Christoph Merian Stiftung. Das zentrale Zusammenspiel von Mensch und Natur, das durch Wissen, Verständnis und Gestaltung zu einem kulturellen Gut werden kann, ist dabei das zentrale, verbindende Moment. KuratorIn: Ines Goldbach

curator

Ines Goldbach 
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posted 27. Jun 2020

shaped

13. Jun 202019. Jul 2020
**13.06.2020 - 19.07.2020** shaped Nils Bleibtreu, Domingo Chaves. Roman Lang, Eilike Schlenkhoff, Filiz Özcelik, Colin Penno Eröffnung: Samstag, den 13. Juni 2020 von 17 - 21 Uhr Einführung: Zur Einführung um jeweils 18 und 20 Uhr spricht der Kurator Wilko Austermann. Finissage: Sonntag, den 19. Juli 2020 von 11 bis 14 Uhr Die Ausstellung „Shaped“ im MMIII Kunstverein Mönchengladbach knüpft an der Ausstellung „Shaped Figure“ 2019 an. Die Künstlerinnen und Künstler präsentieren Kunstwerke, die nicht im klassischen quadratischen Format ausgeführt sind, sondern bewegen sich in dem Raum hinein an der Schnittstelle zwischen Malerei und Plastik. Die ausgewählten Künstler aus dem Rheinland täuschen Räume und geometrische Formen durch diese Verbindung vor. Diese Schau zeigt abstrakte Werke, die sich installativ im Kunstverein einfügen. Nils Bleibtreu Nils Bleibtreu arbeitet in seinen Installationen und Malereien häufig mit vorgefundenem Material. Er verknüpft verschiedene Elemente mit Farbe und entwickelt dabei gezielt Formkontraste. Der intuitive Schaffensprozess im Atelier spielt dabei eine wichtige Rolle. Für den Kunstverein Mönchengladbach baut Bleibtreu eine ortsspezifische Installation mit Folien und Malerei. Bleibtreu hat an der Kunstakademie Düsseldorf bei Tal R studiert. https://www.nilsbleibtreu.de/ Domingo Chaves Domingo Chaves kreiert aus Blättern Malereien, Installationen und Performances. Er sammelt und trocknet die Pflanzen und fügt sie zu einer Fläche zusammen. Die Oberfläche bemalt Chaves und reduziert dadurch die natürliche Struktur. Die Verbindung aller Blätter zu einer Fläche führt zu einer seriellen Struktur, die durch kleine Löcher durchbrochen ist. Chaves zeigt in der Ausstellung eine Bodenarbeit, die einen Dialog zum Ort sucht. Chaves hat an der Kunstakademie Düsseldorf bei Katharina Grosse studiert. Roman Lang Roman Lang baut aus Holztafeln abstrakt, geformte Objekte. Diese sind mit einem geometrischen Muster überzogen und mit knalligen Farben verknüpft. Die Linie verbindet und konstruiert vermeintliche Raumandeutungen. Das Kolorit und die Zeichnung kontrastieren dabei mit der natürlichen Maserung des Holzes. Im MMIII entwickelt der Künstler eine Wandarbeit, in der er Malerei und Objekt miteinander verschmelzen lässt. Lang hat an der Kunstakademie München bei Prof. Ben Willikens and Prof. Gerhard Merz studiert. https://www.roman-lang.com/ Eilike Schlenkhoff Eilike Schlenkhoff malt auf Leinwänden unterschiedliche Striche. Diese einzelnen Arbeiten fügt die Künstlerin seit 2016 zu Wandinstallationen zusammen. Jedes malerische Element erscheint anders und ergibt in ihrer Kontemplation ein grafisches, fast skulptural anmutendes Gefüge. In ihren Bildern entsteht eine abstrahierte und verformte, aber plausible malerische Welt, dessen Realität man als selbstverständlich begreift. Es geht also um eine malerische Annäherung an die Realität, um die Möglichkeiten ihrer Abbildung und die Betonung der Kunstwirklichkeit dieser Abbildung. Schlenkhoff hat an der Kunstakademie Münster bei Prof. Cornelius Völker studiert. http://eilike.de/ Filiz Özcelik Filiz Özceliks Bildwelten entstehen zunächst aus der Zeichnung. Zeitgleich entstehen einzelne Verse, die sie aus Gedichten sammelt, sie durch kleine Veränderungen dekontextualisiert und in ein neues poetisches Gebilde aufbaut. Diese Strukturen stellen die Basis für ihre Bildideen dar und geben ihrem Vorhaben eine Richtung, wie eine Art Kompass. Im Schaffensprozess entsteht eine Wechselwirkung zwischen Bild und Sprache, wobei letzteres am Ende kaum sichtbar wird. Durch die Nutzung verschiedenster Materialien, wie PVC, Knetbeton, Fundstücke, etc., entstehen raumbegreifende Installation, die von der Zweidimensionalität zur Dreidimensionalität hin und her wechseln. Es entsteht ein durch bildnerische Mittel entstandenes Gedicht im Raum. Özcelik hat an der Kunstakademie Düsseldorf bei Prof. Rosemarie Trockel und Prof. Tomma Abts studiert. Colin Penno Colin Pennos Kunst besteht aus abstrakten Zeichen und unterschiedlichen Materialien. Er entwickelt Formen, die er mit einem ungewöhnlichen Malauftrag behandelt. Die „Shaped Canvas“ positioniert Penno häufig skulptural im Raum. Die Aluminium Plastiken in der Ausstellung resultieren aus Überresten seiner Bildproduktion. Diese zeigt er entkontextualisiert im Raum und kreiert damit eine neue Konstellation. Penno hat an der Kunstakademie Düsseldorf bei Prof. Georg Herold und Prof. Martin Gostner studiert. http://www.colinpenno.de/
MMIII Kunstverein Mönchengladbach

Rudolf-Boetzelen-Silo, Künkelstraße 125
41063 Monchengladbach

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posted 26. Jun 2020

Julie Mehretu

26. Jun 202020. Sep 2020
Julie Mehretu 26.06.2020 - 20.09.2020 This mid-career survey of Julie Mehretu (b. 1970, Addis Ababa, Ethiopia) covers more than two decades of the artist’s examination of painting, history, geopolitics, and displacement. Including approximately thirty paintings and thirty-two works on paper dating from 1996 to today, the exhibition presents the most comprehensive overview to date of Mehretu’s practice and her explorations of abstraction, architecture, landscape, scale, and, most recently, figuration. Julie Mehretu is co-organized by the Whitney and the Los Angeles County Museum of Art. The exhibition is curated by Christine Y. Kim, curator of contemporary art at LACMA, with Rujeko Hockley, assistant curator at the Whitney.

artist

Julie Mehretu 
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posted 25. Jun 2020

Fragile Orte

26. Jun 202005. Jul 2020
opening: 26. Jun 2020 03:00 pm
"Heimat ist Utopie. Am intensivsten wird sie erlebt, wenn man weg ist und sie einem fehlt; das eigentliche Heimatgefühl ist das Heimweh. Aber auch wenn man nicht weg ist, nährt sich das Heimatgefühl aus Fehlendem, aus dem, was nicht mehr oder auch noch nicht ist.“ Bernhard Schlink Während 2020 Covid-19 die Notwendigkeit der Raumerschließung des Unmittelbaren und eine gleichzeitige Ausgrenzung von Sehnsuchtsorten stark spüren lässt und vielleicht mit bisher selten gekannter Dringlichkeit die Frage stellt: „Wie lebe ich, wie will ich leben – und wie real ist der Ort im Jetzt?“ verbindet die Ausstellung „Fragile Orte“ das Motiv der Suche nach Herkunft und der der Beheimatung. In fotografischen, filmischen und installativen Arbeiten laden die Künstlerinnen Hayley Austin, Constanze Flamme, Bärbel Praun und Mika Sperling ein zur Spurensuche, die an bestimmte und unbestimmte Orte führt - und zur Begegnung mit der eigenen Biographie.
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posted 24. Jun 2020

SURVIVAL OF THE FITTEST

15. May 202006. Sep 2020
**15.05.2020 bis Sonntag, 06.09.2020** SURVIVAL OF THE FITTEST Zum Verhältnis von Natur und Hightech in der zeitgenössischen Kunst (29.02.2020 - 24.05.2020) ERÖFFNUNG | Freitag, 28. Februar, 19 Uhr Aufführung „AUSSAAT“, eine Kollaboration von Andreas Greiner und Komponist Páll Ragnar Pálson TAGUNG ZUR AUSSTELLUNG | 15.-16. März 2020 Teilnehmende KünstlerInnen: Christina Agapakis (US) & Alexandra Daisy Ginsberg (UK) & Sissel Tolaas (NO), Tega Brain (AU) & Julian Oliver (NZ) & Bengt Sjölen (SE), James Bridle (UK), Simon Denny (NZ), Anna Dumitriu (UK) & Alex May (UK), Futurefarmers (International), Andreas Greiner (DE), Paul Seidler (DE) & Paul Kolling (DE) & Max Hampshire (UK), Jonas Staal (NL), und Pinar Yoldas (TR). Ob Künstliche Intelligenz, Blockchain-Technologie, Big Data oder Bioengineering – sind technologische Innovationen ein Schlüssel zur Rettung unserer Umwelt oder ist diese Hoffnung naiv und auf mangelndes Verständnis neuester Technologien zurückführen? In einer Flut von widersprüchlichen Informationen über den Zustand der Welt und angesichts des rasanten technologischen Fortschritts wird es zunehmend schwieriger, den Status Quo zu evaluieren. In eine Endzeitstimmung ähnlich der Zeit vor hundert Jahren mischen sich Gefühle von Aufbruch und Untergang, Euphorie und Ohnmacht, Dekadenz und Weltschmerz. Die internationale Gruppenausstellung „Survival of the Fittest“ zeigt 10 künstlerische Positionen, die sich in unterschiedlichen Medien dem komplexen und oft auch widersprüchlichen Verhältnis von Natur und Hightech nähern. In Fotografie, Computersimulation, Plastik, Video, Installation und Performance wird das diskursive Feld weit gesteckt. Von dekonstruktiv-kritischen Positionen über optimistische Zukunftsperspektiven bis hin zu phantastischen Visionen einer Wiederverzauberung der Natur wird der Frage nachgegangen, wie sich unser Verhältnis zur Umwelt in Zukunft gestalten lässt. Die Ausstellung begegnet der wachsenden Komplexität des Themas mit ungewöhnlichen und kreativen Perspektiven, die die Grenzen des Erwartbaren verschieben. Eine interdisziplinäre Tagung mit  Referent*innen aus Kunst und Wissenschaft ergänzt die Ausstellung. Teilnehmer*innen sind unter anderem Prof. Dr. Ingeborg Reichle (Medientheorie, Universität für angewandte Kunst Wien), Prof. Dr. Joachim Fensterle (Professor für Biotechnologie/Bioengineering, Scientists for Future) und Prof. Dr. Wolfgang Kießling (Paläobiologe und einer der Autor*innen des Weltklimaberichts 2022). 

curator

Milena Mercer 
Kunstpalais Erlangen

Palais Stutterheim | Marktplatz 1
91054 Erlangen

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posted 23. Jun 2020

Communities to Come: A Toolkit

18. May 202010. Aug 2020
Communities to Come: A Toolkit A selection of projects and recordings from our archive organized in response to COVID-19 18.05.2020 - 10.08.2020 "Will you say, the disasters which threaten mankind are exceptional, and one need not lay his account for cataclysms every day? Aye, but what happens once, may happen again, and so long as these strokes are not to be parried by us, they must be feared." — Ralph Waldo Emerson, "Fate," in The Conduct of Life (1860) "Historically, pandemics have forced humans to break with the past and imagine their world anew. This one is no different. It is a portal, a gateway between one world and the next. We can choose to walk through it, dragging the carcasses of our prejudice and hatred, our avarice, our data banks and dead ideas, our dead rivers and smoky skies behind us. Or we can walk through lightly, with little luggage, ready to imagine another world. And ready to fight for it." — Arundhati Roy, "The pandemic is a portal," Financial Times, April 3, 2020 This photograph, taken by Mexican photographer Graciela Iturbide in the Sonoran desert in 1979, belongs to a series she took of the Mexican Seri people for the ethnographic archive of the National Indigenous Institute. The mysterious woman in the photograph—donning traditional clothing and walking in a landscape that appears to have existed forever—seems to be walking into the future, with a boom box in her right hand. Entitled Mujer Ángel (Angel Woman), the photograph presents a woman that seems to move gracefully between different worlds. Crossing the desert on foot while listening to recorded music, she combines old ways with modern ones. She is alone, but belongs to a community that is in a state of transformation, one sign being the transmission device she carries with her. Like an angel, she seems to hover between ground and sky, and heaven and earth; as Iturbide has noted several times, she seems about to fly, carrying her portable archive of music and news with her. Although we cannot identify with this woman or the particularity of her precarity—she is bound to a set of traditions, histories, and vulnerabilities that we can learn about but never experience directly in the same way as she does—we find ourselves in a similar moment of transition between the past, the present, and an unknown future. We do not yet have a language to match the scale, speed, and destruction wrought by the globalization of the COVID-19 virus. If we have turned to this photograph—Iturbide has said it is the favorite of her photographs—it is less to read it in all of its specificity and more to evoke it as an inspirational image to help us imagine and perhaps call forth a different future. As we face the precipice of an unknowable future, we too rely on technology to hold onto sociality and pursue education, even in our isolation. We think of the Slought archive as an analogue to the boom box in this Seri woman's life, which was secured through a process of exchange in which she offered something she and her community had made. Our archives have similarly been formed through a series of social exchanges and cultural collaborations and have always relied on different informal, cooperative economies that welcome participation and resist capitalization of any kind. In these times, we offer here a selection of projects and recordings from our archive as a means of exchange that can permit us to remain in touch with everyone who has supported us for nearly two decades now, and as a way to engage new and widening audiences. There are many things that both Slought and our communities need now, including different ways of listening to the stories of others, thinking about the devastating and transformative traces this virus will leave on our lives, and connecting to other times, spaces, and communities—sometimes very different than ours, and sometimes infinitely more vulnerable than ours, too.
Slought, Philadelphia

4017 Walnut Street
PA-19104-3513 Philadelphia

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posted 22. Jun 2020

Henrik Olesen

22. May 202015. Aug 2020
Neven-DuMont-Straße 17, Köln Henrik Olesen 22.05.2020 - 15.08.2020 HenrikOlesen *1967, lives in Berlin.In his workHenrik Olesenaddresses questions about identity, language, the body and their construction to describe relations of power and social norms. The new works by Henrik Olesen take as their starting point the meeting of repetition, consumption, and signs. The exhibition brings together 3 images (signs) and their references: 1.the organ (intestines/stomach):digestion, waste, excretion, shit! 2.the plug:Kreislauf, Kabelsalat, sex!3.the keyboard:fingertips, work, waste, pollution! Theorgan paintingscame into existence within the last year, in a daily process of repetitively reworking with layers of paint and materials applying layers, scratching off. attaching anew. The organ paintings were inspired by: Jean Fautrier: L'Homme ouvert (L’Autopsie) 1928 a painting about which it is said that:it is an anatomy lesson of painting itself, whether it is an explosion of signs or conducting the plasticity of the material, here the paths of Fautrier and Georges Bataille crossed. Henrik Olesen'srecent solo exhibitions include shows at Reina Sofia, Madrid (2019), Wattis Institute (2017), Museum Ludwig/Wolfgang-Hahn-Price, Cologne (2012), MoMA –Projects 94, New York (2011). Recent group exhibitions include: Bienal de Sao Paulo (2018, 2017),Slip of the Tongue, Punta della Dogana in Venice (2015), Venice Biennale (2013), New Museum, New York (2012), Generali Foundation, Vienna (2012) and Pinakothek der Moderne in Munich (2012).

artist

Henrik Olesen 
Buchholz, Köln

Elisenstraße 4-6
50667 Cologne

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posted 21. Jun 2020

Kristina Buch. You can’t walk unless the word runs.

01. Feb 202019. Jul 2020
** bis zum 19. Juli 2020 verlängert** Kristina Buch. You can’t walk unless the word runs. (01.02.2020 – 19.04.2020) Die Praxis der Glossolalie, das „Reden in Zungen“, ist mit gängigen Vorstellungen von Religion verknüpft, spiegelt jedoch das genaue Gegenteil religiöser Praxis wider. Während Religion in festen Ritualen verwirklicht wird und von institutionellen Ängsten vor Kontrollverlust geleitet ist, durchbricht die Glossolalie diese vermeintlich sichere Choreografie und galoppiert frei und ungezügelt davon. Die Zunge beginnt, unabhängig von ihren Besitzer*innen zu sprechen, und spricht die Sprache des unverfälschten Geistes. Wer sind wir, unabhängig von der Sprache, in der wir miteinander kommunizieren? Wenn der geschriebene Text und das gesprochene Wort die Konstrukte sind, aus denen sich unsere Wirklichkeit zusammensetzt, so gibt es auch anhaltende Impulse zu einer Entwicklung entgegen dieser Auffassung über Phänomene des Derrida’schen Logozentrismus. Die Postmoderne versprach, die Illusion mithilfe der Dekonstruktion aufzudecken, doch die Burg steht immer noch, und der Graben wird immer tiefer. Und so suchen wir nach Wegen, um diese Gebäude zu umgehen. Indem Kristina Buch Wörter in Stücke schneidet und ihnen ermöglicht, zu neuen Formen zu wachsen, wie Plattwürmer, die sich immer wieder regenerieren, prägt sie ein differenziertes Verständnis der Silben, die Brücken schlagen zwischen Kennen und uns Bekanntem sowie dem Unbekannten und dem noch-zu-Kennenden... (Aimee Walleston, 2019) Hier weiterlesen Kristina Buch (geb. 1983 in Meerbusch) wurde 2012 durch ihren Beitrag zur dOCUMENTA (13), einem Schmetterlingsgarten, bekannt. Carolyn Christov-Bakargiev lud die damals 29-Jährige als bis dato jüngste Künstlerin nach Kassel ein. Buch studierte Biologie und Theologie bevor sie ans Royal College of Art in London und zu Rosemarie Trockel an die Kunstakademie Düsseldorf wechselte. Seitdem hat sie vielfach international ausgestellt. Mit Installationen, Video, Text, Objekten und „life gestures“, wie sie ihre performativen Arbeiten nennt, erprobt sie Rituale, die Menschen, Dingen, Materialien und Lebewesen in immer wieder unerwartete Dialoge setzt. Kuratorin: Regina Barunke

artist

Kristina Buch 

curator

Regina Barunke 
GAK Gesellschaft für Aktuelle Kunst, Bremen

GAK Gesellschaft für Aktuelle Kunst Bremen | Teerhof 21
28199 Bremen

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posted 20. Jun 2020

The Kalpana. In desert times

30. May 202012. Jul 2020
**30.05.2020 – 12.07.2020** The Kalpana. In desert times (28.03.2020 – 10.05.2020) Into the middle of things, right away, not only in terms of time, but also of space, there is the glistening brown horizon of the future, spread out thin, no more than the width of a grain of rice, but full of promise, visible even in the white ghostly fog and the inexhaustible sterile saline whiteness of the present. However, the truth is that this horizon, which we call the future, is also beneath it all, folded into the planetary archives. Bodhisattva Chattopadhyay, Speculation: Desert (forthcoming) Im Zentrum der Arbeit von The Kalpana (Sanskrit: bilden, Vorstellung) steht, was das 2016 gegründete Kollektiv die „spekulative Wüste“ nennt. Vor dem Hintergrund des Klimawandels und der fortschreitenden Desertifikation in weiten Teilen der Welt untersucht The Kalpana die Wüste als einen Bereich von Zukunftsimaginationen und Science-Fiction-Welten. Die spekulative Wüste wird von drei sich überschneidenden Ansätzen kartiert: geo-kulturell, künstlerisch-biologisch und über Science-Fiction, womit zugleich die jeweiligen künstlerischen und kulturwissenschaftlichen Forschungsfelder der drei Mitglieder des Kollektivs, Goutam Ghosh, Susanne M. Winterling und Bodhisattva Chattopadhyay, zusammengeführt werden. Die erste institutionelle Ausstellung von The Kalpana In desert times im Kunstverein Freiburg besteht aus zwei Hauptelementen: einer Karte des spekulativen Wüstenplaneten und einem darauf Bezug nehmenden Glossar. Die interaktive und dreidimensionale Wüstenkarte präsentiert die Recherchen des Kollektivs zu künftigen Arten, künftigen Artefakten und künftigen Codes und verwandelt die Ausstellungshalle des Kunstvereins Freiburg in ein Labor, das dazu einlädt, den Wüstenplaneten spekulativ zu erkunden. Quellen der Inspiration für diese raumgreifende Installation sind erstens die Recherchereisen des Kollektivs zu der Salzwüste Rann von Kachchh an der Grenze zwischen Indien und Pakistan sowie zu der dortigen archäologischen Stätte Dholavira, die der Induskultur zugeschrieben wird; und zweitens der Wüstenplanet in der Science-Fiction, beispielsweise in fiktionalen Beschreibungen des Mars. Im Vordergrund stehen dabei die Entwicklungen möglicher Überlebensstrategien in einer Wüstenlandschaft durch das Lernen von und das Sein mit anderen Lebens- und Nicht-Lebensformen wie Gebirgsgruppen, Sandformationen, Kakteen und Kamelen. Solche Szenarien des Überlebens auf Wüstenplaneten sind allerdings nicht mehr nur Science-Fiction. Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen warnt, dass mindestens drei Viertel der Landflächen der Erde von Wüstenbildung bedroht sind. Dieser von Menschen verursachte Prozess wird mit dem Klimawandel noch beschleunigt. So ist auf dem indischen Subkontinent die weitläufige Zerstörung von Land und Leben längst die Norm für eine von Desertifikation betroffene Landschaft. Während die Erde verwüstet, träumen Staaten und Unternehmen von einer Kolonialisierung des Mars. Hier setzen die disziplinenübergreifenden Recherchen von The Kalpana mit einer einfachen Frage an: Warum richten sich unsere Zukunftsphantasien auf andere Wüstenplaneten als Fluchtorte, wenn wir auf unsere eigene Wüste zurasen? Das Kollektiv möchte dazu anregen, die Vorstellungskraft zu dehnen und über lähmende Untergangsszenarien hinaus in einem adaptiven und transformativen Modus lebenswerte Zukünfte zu denken. Eröffnung Fr, 27.03.2020, 19 Uhr Einführung: Heinrich Dietz und Antonia Lotz, Kurator*innen Programm Sa, 28.03., 15 Uhr Gespräch mit The Kalpana Sa, 28.03., 19:30 Film zur Ausstellung The Dune (David Lynch, 1984) Filmscreening, Einführung: The Kalpana Ort: Kommunales Kino Do, 16.04., 19 Uhr Kuratorenführung mit Heinrich Dietz So, 26.04., 14–16 Uhr Kinderworkshop (mit Anmeldung) Do, 30.04., 19 Uhr Öffentliche Führung mit Nelly Kuch Sa, 09.05., 14–21 Uhr In desert times Symposium mit The Kalpana und Wissenschaftler*innen vom Institut für Geographie der Universität Freiburg
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posted 19. Jun 2020

Julian Charrière. Thickens, pools, flows, rushes, slows

19. Jun 202008. Aug 2020
Julian Charrière. Thickens, pools, flows, rushes, slows Jun 19th — Aug 8th, 2020 Flames rise from the tiered basins of a neoclassical fountain, to form a conical pyre in the night. Overflowing rings of burning liquid cascade downward, in rhythmic splashes, gurgling amidst the conflagration. Illuminated droplets seem to hang in midair, caught between flight and the gravitational pull of the mass below. Beneath it all flows liquid fire (2019), a video recording of a site-specific performance staged in Lugano, Switzerland, dramatizes a tension between the vertical impulse of flame and water’s tendency to seek the lowest level. Thresholds between realities are figured as transitions between states of matter in Julian Charrière’s newest body of work. The burning fountain encapsulates the enigma of another world: a speculative glacial landscape, composed of video footage shot by drone under the cover of arctic night. Images of polar and high-altitude glacial regions are at once alien and overly familiar—cool blue, gleaming from the crevices of jagged cliffs, vast stretches of whiteness, and, occasionally, portraits of cultural life on bare terrain. Long a domain of projection and fantasy, these regions have played host to a myriad of fictions, from the literary to the paranoid. And yet, as exquisitely sensitive registers of climate change, they are also indices of a reality principal within today’s mediascape—saturated with stock images of calving glaciers and stranded polar bears. As the poles and mountaintops warm at twice the rate of the rest of the planet, threatening local cultures and economies, global strategic interest in new shipping channels and mineral rights leave little time for melancholy. The poles are overexposed. The importance of defamiliarizing ourselves with their iconography issues from a need to confront the radically changing conditions of the environment itself. Drawing inspiration from Jules Verne’s prescient novel The Purchase of the North Pole (1889), Julian Charrière deploys a drone’s uncanny perspective in search of a critical optic. Stemming from a series of expeditions to high latitudes and altitudes in the Arctic, Greenland, Iceland, the French and Swiss Alps, and Antarctica, Toward No Earthly Pole presents a unique vision of 21st Century glacial landscapes—a novel consideration of their mythos, delicate ecology, intensive technological mediation, and fraught geopolitical conditions. The video follows a spotlight over the surface of glaciers and icebergs bobbing in frigid seas. Haunted by knowledge that the earth is warming all too rapidly due to human activity, the camera’s uncanny technological gaze tracks rutted paths of meltwater, and the sublime vista of glacial waterfalls, drawing attention downward to the waterline, beneath which ninety percent of any iceberg remains submerged. “When you return to earth, send us some ice, for we thirst for cold water down here,” said the people of the underworld to Kúnigseq. The Inuit story of Kúnigseq, collected in the early twentieth century by the Danish-Greenlandic explorer Knud Rasmussen, tells the tale of a wizard who visits the underworld by descending through floors rinsed with seawater. Aided by guiding spirits, he passes through a reef entangled with slippery seaweed into a world of abundance that resembles that of the living in many respects—except insofar as “there is no snow, and a beautiful open sea.” The underworld, we may infer, is a warm place. Like Orpheus and other mythic travelers to the underworld, Kúnigseq is urged to resist his mother’s embrace and the berries she offers him, lest he be forced to stay below with his departed kin. As he departs, the inhabitants of the underworld plead for some ice, to quench their thirst for cold water.[1] Told to pass the time during the long months of polar night, these stories were expanded and elaborated until the listeners fell asleep. As Rasmussen relates, many begin “with the proud declaration that “no one has ever heard this story to the end” and end abruptly, as though the narrator gave up in mid-stream, having suddenly noticed that all the members of his audience were sleeping. “The telling of the story thus becomes a kind of contest between [the storyteller’s] power of sustained invention and detailed embroidery on the one hand, and his hearers’ power of endurance on the other.” One can readily imagine sinking into the embrace of a dream on a cold winter’s night, comforting visions of a warm underworld beneath the ice; a world so warm it calls for a drink of refreshing meltwater from the world above. “Time moves differently here in the underland,” writes Robert MacFarlane of his subterranean journeys. “It thickens, pools, flows, rushes, slows.”[2] Beyond dreams, the geological underworld supplies its own flow of transgressions. One of these takes the form of lava, spat up from the belly of the earth in volcanic eruptions, which cools rapidly to form obsidian once it reaches the surface. Obsidian lacks the crystalline structure associated with true minerals; it is, rather, a supercooled and congealed liquid, a form of black (or green) glass whose physical properties cause a distinctive conchoidal fracture pattern. The ripple-like fractures produce extremely hard edges, which allowed obsidian to be fashioned into flints by Neolithic peoples and thus to become one of the earliest materials to be traded and transported over large distances. Much later, dark obsidian mirrors delivered omens and pleasantly distorted landscapes in the form of the Claude Glass. Sculpted from large chunks of obsidian, Charrière’s Thickens, pools, flows, rushes, slows unearths these complex histories and casts black volcanic glass against glacial ice, itself a true mineral, whose shattering pattern now resonates across the threshold of worlds. Text: Dehlia Hannah Dehlia Hannah, PhD is a philosopher and curator based at Aalborg University-Copenhagen, and editor of the forthcoming book Julian Charrière—T [1] Eskimo Folktales, Edited by Knud Rasmussen, Translated by W. Worster, 1921 (https://www.gutenberg.org/files/28932/28932-h/28932-h.htm, accessed March 11, 2020) [2] Robert MacFarlane, Underland: A Deep Time Journey, W.W. Norton, 2019
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