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posted 04. Dec 2020

RAMIN HAERI­Z­A­DEH, ROKNI HAERI­Z­A­DEH UND HESAM RAHMA­NIAN.

03. Sep 202013. Dec 2020
RAMIN HAERIZADEH, ROKNI HAERIZADEH UND HESAM RAHMANIAN. EITHER HE'S DEAD OR MY WATCH HAS STOPPED. GROUCHO MARX (WHILE GETTING THE PATIENT'S PULSE) 3. September bis 13. Dezember 2020 Die raumgreifenden Installationen von Ramin Haerizadeh (*1975), Rokni Haerizadeh (*1978) und Hesam Rahmanian (*1980) entführen in eine eigene Welt. Sie sind überbordend, exzentrisch und voller Anspielungen. Immer wieder kreist das Werk der iranischen Künstler um die Krisen des Nahen Ostens, um Exil und Migration. Mit melancholischer Poesie und beißendem Humor verwandeln sie düstere Szenen in karikaturhafte Grotesken, die das Abstruse der globalisierten Welt spiegeln. Ihrem Prinzip des "work in progress" folgend, führen die Künstler neue und bestehende Werke zu einer immersiven Installation zusammen. Ausgangspunkt und Herzstück der Ausstellung ist ein eigens für die Schirn entstandenes, monumentales Bodengemälde – ein dichtes Geflecht aus Detailerzählungen und Referenzen. Es wird von weiteren Werken ergänzt, darunter Skulpturen, Collagen und Videoarbeiten wie "We Are the Eighth of a Kind" (2014, zusammen mit dem Künstler und Musiker Lonnie Holley), "From Sea to Dawn" (2016) oder die Neuproduktion "If I Had Two Paths I Would Choose the Third" (2020). Basis und Zentrum der künstlerischen Arbeit des Trios ist ihr Haus in Dubai. Hier entstehen im Prozess des gemeinsamen Lebens und Arbeitens Kunstwerke und Ausstellungen – häufig im Austausch mit Freundinnen und Freunden oder anderen Künstlerinnen und Künstlern. So umfasst die Schirn-Ausstellung auch zwei Textilskulpturen der ägyptischen Künstlerin Hoda Tawakol. Gemäß ihrer Definition des Kollektivs arbeiten die Künstler in einem jeweils eigenen Stil sowohl zusammen als auch unabhängig voneinander. Sie schaffen überraschende Begegnungen, die die Aufmerksamkeit auf dringliche politische und soziale Konflikte der Gegenwart richten und Machtmechanismen ebenso hinterfragen wie normative Geschlechterrollen oder die Kunstwelt. KURATORIN Martina Weinhart
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posted 03. Dec 2020

Musterung

08. Nov 202021. Feb 2021
Musterung Pop und Politik in der zeitgenössischen Textilkunst 8. Nov 2020 – 21. Feb 2021 Die Auseinandersetzung mit dem Stofflichen, neuen Textilien und Trägermaterialien begeistert Künstler:innen unterschiedlicher Generationen und Herkunft aus allen Kontinenten. Vorhang, Tapeten und Teppiche werden als Bildträger zeitgenössischer Darstellungen wiederentdeckt. Mit Stoffen, textilem Dekor und Kleidung lassen sich Geschichten, Hintergründe historischer, bildlicher und globaler Zusammenhänge neu erzählen. Dabei steht der Wiederentdeckung traditioneller Techniken die Begeisterung für neue digitale Technologien gegenüber: Digitale Technologie steuert die Webstühle in der heutigen Zeit oder spinnt die Fäden in eine erweiterte Realität. Stoffe sind immer auch kulturelle Identitätssymbole. Materialforschung im Kontext von Massenproduktion und Nachhaltigkeit sind Stichworte, die auch künstlerisch aktuell einer besonderen Musterung unterliegen. Im sächsischen Jahr der Industriekultur zeigt die Ausstellung anhand international renommierter Positionen, wie explizit und facettenreich Popkulturelles, (Post-)Feministisches und Tagespolitisches mit textilen Materialien ihren Ausdruck finden. Eine Ausstellung mit Werken von Nevin Aladağ, Alexandra Bircken, Tim Berresheim, Shannon Bool, Edith Dekyndt, Die Tödliche Doris / Tabea Blumenstein, Kyungah Ham, Tobias Hantmann, Erika Hock, Magdalena Kita, Helen Mirra, Laure Prouvost, Yelena Popova, Puppies Puppies (Jade Kuriki Olivio), Regine Schumann, Sara Sizer, Oliver Sieber, Heidi Specker, Roland Stratmann, Rosemarie Trockel
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posted 02. Dec 2020

Catalina Ouyang - Cunt Waifu

31. Oct 202006. Dec 2020
Catalina Ouyang - Cunt Waifu October 31 - December 6, 2020 IN repeatedly trying to write the meaning(s) of violence and how gender is incommensurately inscribed upon structures of power the scene of unprecedented collective violence Hair soaked in glue grief is articulated through the body, for instance, by infliction of grievous hurt on oneself, “objectifying” and making present the inner state The women as objects on which the desire for nationalism could be brutally inscribed Christ’s wound, and proof in which case one would say that language is hooked rather inadequately to the world of pain, to the details of everyday life rain, bird shit, cigarette butts Transactions in the Construction of Pain including a hospital, a laboratory, barracks, a laundry, and a two-story bathhouse The non-world into which she has been plunged by making the bodies of women the surfaces on which their text of the nation is written All the details of her life are the conventional ones associated with female martyrs of the early fourth century a repository of poisonous knowledge The idea that we do not need protection typically refers to an idealistic conception of truth: if we have truth on our side, it will protect us. One way to circumvent this habit of thought is to never divide people into good and bad, but to start instead from the fact that we all live in an unhealthy environment. a type of plaster composed of sand, water, and lime Like the feet of Chinese women instability, self-recognition, and non-recognition in making them impermeable Her Catholic upbringing introduced her to Latin this image of sexuality and its intimate connection with the project of nationalism has not only a genealogy in the Indian imagination, but it was also an important narrative trope in the representation of the violation of the project of the Empire as it were the human incapacity for and refusal of peace Because of its caustic qualities Now the weight begins from the uppermost back of her head, pressing downward. It stretches evenly, the entire skull expanding tightly all sides toward the front of her head. the precise book in which the accounts of past relationships were kept where rain-fall was scarce in summer so that she can hide the faults of her husband deep within her the site for hysterical pregnancies It happens but I am not there. Characters Veena Das Theresa Hak Kyung Cha Isabelle Stengers Julia Kristeva -Aurelia Guo, 2020
Lyles & King, New York

21 Catherine St
NY 10002 New York

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posted 01. Dec 2020

mommartzfilm. 1964 − 2020. Premiere & Werkschau

21. Nov 202007. Feb 2021
mommartzfilm. 1964 − 2020. Premiere & Werkschau 21.11.2020 – 7.2.2021 Das Werk des Experimentalfilmers Lutz Mommartz (\*1934) ist in der Kunst- und Filmszene seit über 50 Jahren präsent und stand dennoch nie im Fokus einer Einzelausstellung in Düsseldorf, wo er seit den 1960er Jahren künstlerisch aktiv ist. Bereits von Anfang an gehörte Lutz Mommartz zu den Querdenkern, die gegen die profane Traumfabrik Kino opponierten und den radikalen Neuanfang des Films mit ästhetischer und gesellschaftlicher Relevanz durchsetzen wollten. Nicht das narrative und verführerische Moment des Films war sein Anliegen, sondern die experimentellen Antworten auf grundsätzliche Fragen, die bis heute die Filmproduktion begleiten: Wie gestaltet sich das Verhältnis zwischen Filmemacher und Zuschauer*innen durch das Vermittlungsmedium Film und vor allem wie viel Authentizität verträgt der Film? Lutz Mommartz‘ überraschender Erfolg 1967 beim renommierten Experimentalfilmfestival im belgischen Knokke katapultierte ihn als Autodidakten in die deutsche Avantgarde der Filmer\*innen und bildenden Künstler\*innen. Weiterhin als Verwaltungsbeamter tätig, wurde Mommartz Mitinitiator der legendären Künstlerkneipe Creamcheese, nahm an einflussreichen Filmfestivals und Ausstellungen wie der documenta 4 (1968) und „STRATEGY: GET ARTS“ (Edinburgh, 1970) teil und gehörte fortan zum Kreis der Filmer*innen, die als Gegenentwurf zum Mainstream „das andere Kino“ und alternative Distributionssysteme propagierten. Als mit dem Aufkommen des Begriffs ‚Intermedia‘ die Annäherung und Überschneidung von bislang getrennten Kunstgattungen sowie generell die Synthese von künstlerischer Praxis und alltäglichem Leben gefordert wurde, rückte auch das zeitbasierte Medium Film immer mehr in den Fokus der künstlerischen Praxis. In den 1970er Jahren war Lutz Mommartz maßgeblich an der Initiative der Filmgruppe Düsseldorf beteiligt, die sich für die Anerkennung des Mediums Film in der bildenden Kunst und für die Etablierung einer Filmklasse an der Kunstakademie Düsseldorf einsetzte. 1975 erhielt Mommartz die erste Professur für Film in der damaligen Abteilung für Kunsterziehung der Kunstakademie Düsseldorf (heute Kunstakademie Münster) und leitete die Filmklasse bis 1999. Die Aktivitäten der Filmgruppe Düsseldorf bewirkten zudem 1976 die Gründung der städtischen Filmwerkstatt. Die Kunsthalle Düsseldorf war bundesweit eine der ersten Institutionen, die im Sinne eines solchen intermedialen Ansatzes Mommartz‘ Filme zeigte und ihn bereits 1968 eine multimediale Inszenierung veranstalten ließ. Seine unkonventionellen Filme und Inszenierungen sorgen für Begeisterung und mediales Aufsehen, in ihrer Konsequenz aber gelegentlich auch für Skandale. In mehr als 50 Jahren hat Mommartz ein beeindruckendes Werk an Kurz- und Experimentalfilmen, Langfilmen und dokumentarischen Aufnahmen der Düsseldorfer Kunstszene, an zeitbasierten Installationen und Projekten produziert. Die Retrospektive in der Kunsthalle Düsseldorf führt in dieses vielschichtige Filmschaffen von Lutz Mommartz ein und zeigt thematische sowie assoziative Querverbindung zwischen den Filmen auf. Zusätzlich nimmtd Lutz Mommartz selbst in zwei großangelegten Installationen eine Revision seiner Filme vor und entwickelt von seinem heutigen Standpunkt aus eine Präsentation, in der filmische Verfahren wie Montage, Loop, Zeitlupe, Beschleunigung, Zersplitterung und Fragmentierung, zum Einsatz kommen. Die Retrospektive ist deshalb sowohl eine Werkschau des fünfzigjährigen Gesamtwerks als auch dessen Premiere. Die Ausstellung wurde kuratiert von Renate Buschmann und Gregor Jansen – in Kooperation mit dem Künstler. Zur Ausstellung erscheint ein umfassender zweibändiger Katalog, der als Überblicksverzeichnis zu Mommartz‘ Lebenswerk dienen soll. In Ergänzung zeigt die Filmwerkstatt Düsseldorf vom 21. November bis 17. Januar 2021 die Ausstellung Film, Gruppe, Werkstatt – Lutz Mommartz und die Filmwerkstatt Düsseldorf, kuratiert von Jan Wagner, in der die Gemeinschaftsproduktion Der gerechte Krieg 1525 (Regie: Lutz Mommartz und Hartmut Kaminski) zum Anlass genommen wird, die Entstehungsgeschichte der Filmwerkstatt darzulegen. Kuratiert von Renate Buschmann und Gregor Jansen.

artist

Lutz Mommartz 
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posted 30. Nov 2020

Gerold Miller

31. Oct 202022. Dec 2020
Gerold Miller 31.10.2020 – 22.12.2020 solo show 31.10. & 1.11., 12:00 - 19:00 soft opening

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Gerold Miller 
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posted 29. Nov 2020

Actually, the Dead Are Not Dead. Una forma de ser

17. Oct 202017. Jan 2021
Actually, the Dead Are Not Dead. Una forma de ser 17. Oktober 2020 - 17. Januar 2021 KünstlerInnen Gerd Arntz, Daniel Baker, Canciones de la guerra social contemporánea, Joy Charpentier, Ines Doujak, El Solitario / Francisco Lameyer, Toto Estirado, Flo 6x8, Robert Gabris, María García Ruiz, Gonzalo García-Pelayo, Israel Galván, Tony Gatlif, Helios Gómez, Francisco de Goya, Isaias Griñolo, Julio Jara, Hiwa K, Teresa Lanceta, Darcy Lange / Maria Snijders, Delaine Le Bas, Los Putrefactos, Máquinas de vivir, Ocaña, Otto Pankok, PEROU, Ragel, Pedro G. Romero, August Sander, Franz W. Seiwert, SEM/EN, Stalker, Ceija Stojka, Mario Maya y Teatro Gitano Andaluz, Luca Vitone, Rosario Weiss u.a. Kurator*innen María García und Pedro G. Romero Mit Una forma de ser (Eine Form des Seins, des Lebens) setzt der Württembergische Kunstverein seine Ausstellungreihe Actually, the Dead Are Not Dead fort, die auf die gleichnamige Bergen Assembly 2019 zurückgeht. Die Ausstellung, die vom 17. Oktober 2020 bis 17. Januar 2021 stattfindet, beschäftigt sich mit den Beziehungen zwischen dem Fest und dem Feld des Politischen. Sie untersucht das Fest als soziale und kollektive Bühne der Emanzipation und Selbstbestimmung und geht den ästhetischen und poetischen Formen nach, die sich daraus seit dem 19. Jahrhundert insbesondere im Umfeld der Subkulturen der Roma, Flamencos und Bohèmes ergeben haben. Dabei verbindet sie bildende Kunst, Musik und Tanz ebenso miteinander wie die avancierten Künste seit dem 19. Jahrhundert und kulturelle Formen, die der Folklore und Populärkunst zugewiesen werden: Francisco de Goya mit dem vielfach preisgekrönten zeitgenössischen Flamencotänzer Israel Galván; August Sander und seine Fotografien der Kölner „Lumpenbälle“ mit dem spanischen Undergroundkünstler Ocaña; die modernistischen Grafiker Gerd Arntz und Helios Gómez mit Ceija Stojka; die andalusische Bohèmekultur des 19. Jahrhunderts mit einem an neuer Musik geschulten Flamenco. Die Kurator*innen der Ausstellung, Pedro G. Romero und María García, beschäftigen sich seit Jahrzehnten mit Flamenco und den Beziehungen zwischen der Stereotypisierung, Romantisierung und Ausgrenzung europäischer Roma. Zugleich geht es ihnen immer wieder darum, aufzuzeigen, welche entscheidende Rolle Roma und andere marginalisierte Gruppen für die Entwicklung der Avantgarden gespielt haben. So ist der Flamenco Mitte des 19. Jahrhunderts im urbanen Umfeld der Roma, Bohème und des sogenannten Lumpenproletariats der Vororte Sevillas und anderer andalusischer Städte entstanden: als Gegenbewegung zu einem damals wachsenden Folklorismus in Andalusien. Diese moderne, avantgardistische künstlerische Manifestation wird erstmals von Serafín Estébanez Calderón 1838 in seinem Text Asamblea General (Generalversammlung) beschrieben. Was Calderón hier im Wesentlichen beobachtet, ist eine Reihe von Kris, den politischen Versammlungen der andalusischen Roma, bei denen die Gemeinschaften aus Málaga, Cádiz und Sevilla ihre Angelegenheiten und Streitigkeiten regelten und die immer mit einem Fest verbunden waren. Dieser Text sowie eine der Grafiken, die der Goya nahe stehende Künstler Francisco Lameyer dafür anfertigte, sind Ausgangspunkt der Ausstellung, ebenso wie die Serie Los Disparates von Francisco de Goya selbst: Eine Serie düsterer, karnevalesker und grotesker Szenarien mit vielfältigen Anspielungen auf die damalige politische Situation. Von hieraus spannt die Ausstellung mit Künstler*innen wie Delaine Le Bas, Robert Gabris und Teresa Lanceta den Bogen bis hin zur zeitgenössischen Kunst. Eine wichtige lokale Referenz stellt der Stuttgarter Vagabundenkongress dar, der 1929 von Gregor Gog einberufen worden war und unweit der damals neuen Weißenhofsiedlung auf dem Killesberg stattfand. Bereits 1982 haben sich der Württembergische Kunstverein und weitere Kunstinstitutionen im Rahmen der Ausstellung Wohnsitz: Nirgendwo mit diesem Kongress und seinen Umfeldern beschäftig. 2014 widmete ihm das Stuttgarter Theater Rampe ein Reenactment. Unter dem Titel Una forma de ser, eine Form des Seins oder Lebens, geht es den Kurator*innen darum, die Gemeinschaften der Flamencos, Roma und Bohèms jenseits von Identitätspolitiken im Hinblick auf Formen und Strategien der politischen Subjektivierung zu verhandeln. Vor dem Hintergrund der aktuellen Erfahrungen von Lockdown und sozialer Distanz haben sie das thematische Feld der Ausstellung erweitert und rekontextuiert: Ist doch das Fest der Inbegriff sozialer und körperlicher Nähe. Darüber hinaus sind bestimmte soziale Gruppen wie die Roma von der Corona-Pandemie und ihren Folgen besonders stark betroffen und hat sich ihre bereits lange davor bestehende gesellschaftliche Ausgrenzung noch verschärft. Insofern greift die Ausstellung auch raumpolitische Aspekte auf.
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posted 28. Nov 2020

Joachim Koester — The way out is the way in

28. Nov 202007. Mar 2021
opening: 27. Nov 2020 03:00 pm
Joachim Koester — The way out is the way in 28.11.2020—07.03.2021 Eröffnung: Fr 27.11.2020, 15–21 Uhr Joachim Koester (geb. 1962 in Dänemark) ist vor allem für seine konzeptuellen Film- und Fotoarbeiten bekannt, die ihre Bedeutungen aus okkulten Praktiken, veränderten Bewusstseinszuständen und historischen Figuren ableiten. Er gilt als einer der wichtigsten konzeptuellen Fotografen seiner Generation. Fakten und Fiktion, Realität und Mythos verweben sich in seinen Werken zu Fragmenten, die Vergan- genheit mit Gegenwart, die Wissen mit Unbekann- tem verbinden. Körperliche Aktivitäten und Ausdrucksformen, wie beispielsweise der Tanz, sind ebenso zu finden wie umfangreiche Untersuchungen von Natur und urbanen Landschaften. In seinen jüngeren filmischen Arbeiten hinterfragt Joachim Koester, wie Spuren von Geschichten und Ereig- nissen in unseren Nerven- und Muskelsystemen als schlafende Erinnerungen verwahrt und durch Bewegung und Gestik geweckt werden können. Zu Zeiten des globalen Interesses an Wahrnehmungs- und Bewusstseinsveränderungen an der spirituellen Erlebniswelt, rücken die viel- schichtige Beziehung und Abgrenzung von Mensch und Natur verstärkt ins Bewusstsein. Joachim Koester untersucht diese Schnittstellen multimedial. „Wahrnehmung“, „Bewusstsein“ und „Vernetzungen“ sind dabei die entscheidenden Konstanten. Sie bilden gleichermaßen Impuls wie Ergebnis seiner künstlerischen Arbeit. Seine Fotografien, Video-, Soundarbeiten und Installationen kommen formal sehr reduziert daher, fächern sich aber Schritt für Schritt in ihrem immensen, netzwerkhaften Bedeutungsspektrum auf. Sie erzählen von Menschen, die durch den Biss der Tarantel zu Körperbewegungen animiert werden und geradewegs in die Entrückung zu steuern scheinen; von Gottesanbeterinnen, die nahezu in ihrer Umgebung aufgehen; von Phantasiereisen, die an einen Ort aufgegebener Zukünfte führen oder von den charakteristischen Oberflächenstrukturen von Kokain- und Marihuanapartikeln, die fern der direkten menschlichen Wahrnehmung liegen. Formen der Entgrenzung – der Übergang von Tier zu Pflanze oder von Tier zu Mensch – und Grenzerfahrungen – wie das Zeichnen unter Einfluss des Halluzinogens Meskalin oder das Erreichen neuer Bewusstseinszustände mittels Meditation – bilden den roten Faden durch die Ausstellung The way out is the way in. Welche Methoden und Hilfsmittel gibt es, die Beschränkungen des eigenen Körpers, des Denkens temporär hinter sich zu lassen? Was resultiert aus derartigen Erfahrungen – welche Bewegungen, Gedanken, Handlungen oder Bilder? Das Verhältnis zwischen physischen und mentalen Erlebnissen, das körperliche Wahrnehmen und Verstehen sowie deren Einfluss auf das geistige Durchdringen und umgekehrt reizen Joachim Koester seit jeher. Der Stimulation bestimmter Hirnareale steht das Herunterfahren anderer Regionen gegenüber. Welche Bereiche unseres Gehirns nutzen wir? Können neue Erfahrungen, kann eine künstlerische Arbeit Reize auf selten aktivierte Hirnareale oder auch Körper- regionen ausüben? Das Übertreten unterschiedlich gearteter Schwellen zeigt sich ebenso in den Gesängen (beinahe) ausgestorbener Vögel wie in einem planetaren System, dem Objekte verschiedener Herkunft, Gattung und Zeitalter zugewiesen werden. Die neuen Bezüge, die hieraus entstehen, sind genauso assoziativ wie sie zu eigenen Verknüpfungen anregen. Die subjektive Wahrnehmung und das Bewusstsein der Besucher*innen sind gleichermaßen zentral wie diejenigen der Protagonist*innen der Werke und des Künstlers. Tiere, Gesteine, Pflanzen bilden im Zusammenspiel mit Planeten eine Konstella- tion, die von der Mnemotechnik des Gedächtnis- palasts inspiriert ist. Es entstehen Bezüge, Kategorisierungssysteme, eine Kunstaus- stellung verwandelt sich in einen alternativen Gedächtnispalast. Ein Schritt hinaus führt wie auf einer unendlichen Spirale zurück in ein neues Universum – The way out is the way in. Der Gang durch Joachim Koesters Ausstellung ähnelt dem Streifzug durch vernachlässigte, verlassene oder unbekannte Ortschaften – der Psyche, des Körpers, der Stadt, des Kosmos. Der Künstler selbst bezeichnet den Rezeptions- prozess der Werke als „Einatmen der Ausstellung“: Räume und Werke körperlich erfassen; aufnehmen, was die Atemzüge in die Sinne treiben. Joachim Koesters Einzelausstellung The way out is the way in in der Kunsthalle Mainz ist seine bislang umfangreichste Einzelschau in Deutschland. Sie fasst mehrere Jahrzehnte seines künstlerischen Schaffens zusammen und verbindet sie mit raumgreifenden Neuproduktionen. Die Ausstellung wird gefördert durch den Kultursommer Rheinland-Pfalz, die Danish Arts Foundation und die Kgl. Dänische Botschaft Berlin. Sie beinhaltet Exponate des Naturhistorischen Museums Mainz, des Botanischen Gartens sowie der Geowissenschaftlichen Sammlungen der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.
Kunsthalle Mainz

KUNSTHALLE MAINZ | Am Zollhafen 3–5
55118 Mainz

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posted 27. Nov 2020

ART AND CINEMA

04. Sep 202003. Jan 2021
ART AND CINEMA 4 September, 2020 to 3 January, 2021 In partnership with La Cinémathèque française and the Réunion des musées métropolitains Rouen Normandie, the Fondation de l’Hermitage is opening a new chapter in its exploration of modern art, looking at the links between fine art and cinema, the great visual revolution of the 20th century. The new exhibition is an adapted version of a show hosted by CaixaForum, Madrid and Barcelona (2017) and by Musée des Beaux-Arts, Rouen (18 October 2019-10 February 2020) and illustrates the mutual influences between film-makers and visual artists, from the early films of the late 19th century to the French Nouvelle Vague. The emphasis at the Lausanne event will be on the visual arts, placing film clips, posters and models in dialogue with sculptures, drawings, photographs and paintings of the highest quality, and setting up new resonances between works by major figures including the Lumière Brothers, Fernand Léger, Fritz Lang, Charlie Chaplin, Pablo Picasso, Luis Buñuel, Nicolas de Staël and Jean-Luc Godard. The exhibition has been developed from an original idea by Dominique Païni, film theorist and former Director of La Cinémathèque française, and is arranged chronologically to highlight the dialogue between cinema and art in relation to the following themes: Before cinema; The Lumière Brothers and Impressionism; Chaplin and Cubism; Formal Rhythms; German Expressionism; Russian Expressionism; Surrealism; Filming Art; Modern Waves; Political Cinema.
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posted 26. Nov 2020

MONICA BONVICINI. LOVER'S MATERIAL

10. Oct 202017. Jan 2021
MONICA BONVICINI. LOVER'S MATERIAL 10. OKTOBER 2020 - 17. JANUAR 2021 Die Kunsthalle Bielefeld freut sich, mit der Einzelausstellung «LOVER’S MATERIAL» von Monica Bonvicini die erste große Ausstellung von Christina Végh in dem von Philip Johnson gebauten und 1968 eröffneten Museumsbau zu präsentieren. «LOVER’S MATERIAL» erstreckt sich über das gesamte erste Obergeschoss der Kunsthalle und umfasst die neuesten Arbeiten der Künstlerin, von denen einige speziell für die Ausstellung in Bielefeld geschaffen wurden. Der Titel der Ausstellung bezieht sich auf die Biographie Philip Johnsons, den Architekten der Kunsthalle Bielefeld, und dabei im Besonderen auf die Beziehung Johnsons zu seinem damaligen Partner Jon Stroup. Franz Schulze, der Autor der Biographie, beschreibt Stroup als «unfehlbar zugetan, angenehm passiv und ewig dankbar für die materielle Großzügigkeit seines Liebhabers.» Diese nuancierte Beschreibung des unausgewogenen Machtgefüges zwischen den beiden Liebenden hat Bonvicini dazu animiert, in ihren Arbeiten für die Ausstellung zahlreiche private und öffentliche, politische und wirtschaftliche Abhängigkeiten, sowohl innerhalb als auch außerhalb von Ausstellungsräumen, zu untersuchen. Mit pointierter Kritik und dem ihr eigenen Humor reflektiert sie aktuelle Themen, die im Jahr 2020 zentral geworden sind: Die Räume, in denen wir leben, und die wir uns angeeignet haben, und die Fürsorge denen gegenüber, sowohl privat wie gesamtgesellschaftlich, mit denen wir diese Räume teilen. Die Ausstellungsräume präsentieren eine Vielzahl an Narrativen und Choreographien aus Bildern, skulpturalen Werken und architektonischen Interventionen. Sie sind in Paaren und größeren Kompositionen arrangiert, als ob jeder Raum ein anderes Kapitel einer übergeordneten Geschichte darstellt. Die Gesamtheit der Ausstellung wird durch Sounds und Licht zusammengehalten, die durch die eher starre Architektur des modernistischen Ausstellungsraumes wandern. Dadurch wird zugleich der Effekt einer Annäherung an die und Détournemet von der Narration erzeugt. Im Hauptraum der Ausstellung bedeckt Monica Bonvicini mit der Arbeit «Breach of Decor», einer großformatigen Komposition aus Teppichen, fast den gesamten Fußboden. Die Arbeit versammelt Bilder einer photographischen Serie, die von der Künstlerin über einen langen Zeitraum aufgenommen wurden. Die Fotografien verdoppeln den Blickpunkt der Betrachter*innen von oben. Sie zeigen Fragmente unterschiedlicher Bodenbeläge mit darauf liegenden Kleidungsstücken. Beim Laufen über die Arbeit erkunden die Besucherinnen Szenen, die aus dem eigenen Alltag bekannt erscheinen. Das Publikum findet sich in einem ambivalenten Schwindel von visuellen Perspektiven und ironischer Subversion wieder. Die Wandinstallation «Never Tire» im angrenzenden Raum besteht aus Malereien, die Monica Bonvicini während der Zeit des Lockdowns geschaffen hat. Die Installation kreiert eine nebulöse schwarze, dunkelgraue und pinkfarbene Landschaft, aus der Maschendraht, Ketten und Textzeilen hervortreten. Die Textzeilen heben sich leuchtend vom undefinierten Hintergrund ab. Es handelt sich um Zitate aus Schriften von Roland Barthes, Judith Butler, Natalie Diaz, Soraya Chemaly und Andrea Dworkin. Die Textpassagen sind in sich verdreht, gekürzt und verändert und erlangen so eine neue, poetische Dimension: «Weep Me Crude», «Power Joy Humor & Resistance», «I Never Tire». Die Papierarbeiten sind auf vertikalen Aluminiumpanelen mit sichtbaren Metallrändern befestigt und erinnern dadurch an politische Protestschilder, in denen sich die Vielstimmigkeit von Forderungen, Aussagen und Inhalten manifestiert. Die unmittelbaren Assoziationen, die durch das Werk aufgerufen werden, sind zugleich persönlich, politisch und aktuell. Weitere neue Arbeiten in der Ausstellung sind eine Videoarbeit und eine ortsspezifische Installation. Das Video «I See a White Building, Pink and Blue» ist eine abstrakte Verbildlichung der Fahrt der Künstlerin zum Atelier im Frühling während des Lockdowns. Die abstrakte, laute Sequenz voller Lichtblitze erfasst die Betrachter*innen körperlich und führt beinahe zu halluzinatorischen Effekten. Die ortsspezifische Installation «Be Your Mirror» besteht aus einer Aluminiumwand, die zum Teil zu einer spiegelnden Oberfläche poliert wurde und die während der Laufzeit der Ausstellung durch Mitarbeiter*innen des Museums aktiviert wird. Die Aluminiumoberfläche wird jeden Tag poliert, um den Unterschied zwischen der klar spiegelnden und der matten Oberfläche zu erhalten. Die eine Fläche wirkt wie ein gleißender Spiegel, während die andere die Betrachter*innen mit einer geisterhaft verschwommenen Fläche konfrontiert. «Be Your Mirror» stellt auf metaphorischer Ebene die Idee des Reinigens in psychologischen und gesellschaftlichen Kontexten zur Diskussion. Die ausgestellten Werke unterscheiden sich stark in ihrer Größe, kleinere skulpturale Interventionen verschmelzen fast mit dem Innern des Museums. Die Ausstellungsräume erfahren durch die Künstlerin eine Domestizierung und die klare, makellose Anmutung des Museums wird ästhetisch dekonstruiert durch verschiedene Objekte von ungewöhnlichem, nahezu abjekthaftem Dekor. Auf diese Weise befragt «LOVER’S MATERIAL» die Räume des Komforts und der Isolation, an die wir uns in diesem Jahr gewöhnt haben. Die Aussagen, die die Künstlerin durch ihre Installationen eloquent kommuniziert, unterminieren die gegenwärtige gesellschaftliche Benommenheit gegenüber drängenden und oft schockierenden, globalen Ereignissen. Monica Bonvicini (*1965, lebt in Berlin) wurde international mit renommierten Preisen ausgezeichnet. Unter anderem gewann sie den Goldenen Löwen der Venedig Biennale (1999), den Preis der Nationalgalerie, Berlin (2005) und in jüngster Zeit den Oskar-Kokoschka- Preis (2020). Ihre Werke wurden vielfach auf der Venedig- und Berlin- Biennale gezeigt und werden in diesem Herbst auf der Quadriennale in Rom, der Busan Biennale und im Kunstmuseum Stuttgart zu sehen sein. Neben ihren zahlreichen nationalen und internationalen Gruppenausstellungsbeteiligungen zeigte sie jüngst umfassend Werke im BALTIC Centre for Contemporary Art (2016), auf der 15ten Istanbul Biennale (2017), im Belvedere 21, Wien, und im OGR (Officine Grandi Riparazioni), Turin (2019). Eine Einzelausstellung im Kunst Museum Winterthur wird im Januar 2021 eröffnen.
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posted 25. Nov 2020

ARTEMISIA

03. Dec 202024. Jan 2021
**3 December to 24 January 2021 ** **ARTEMISIA** (4 April –26 July 2020, postponed) **‘I will show Your Illustrious Lordship what a woman can do’** (Letter from Artemisia Gentileschi to Don Antonio Ruffo, 7 August 1649) For the first time in the UK, a major monographic exhibition of the work of Artemisia Gentileschi (1593–1654 or later),will open at the National Gallery in April 2020. The inspiration for this exhibition is the National Gallery’s recent acquisition of Artemisia Gentileschi’s Self Portrait as Saint Catherine of Alexandria(about 1615–17), the first painting by the artist to enter a UK public collection. At a time when women artists were not easily accepted, Artemisia Gentileschi was exceptional. Her career spanned more than 40years and she gained fame and admiration across Europe, counting leading rulers among her patrons. She was the first woman to gain membership to the artists’ academy in Florence. Although Artemisia was greatly admired during her lifetime, she was essentially rediscovered in the 20th century. Certain elements of her biography–particularly her rape as a young woman and the torture she endured during the trial that followed–have sometimes overshadowed discussions about her artistic achievements, but today she is recognised as one of the most gifted painters of the Italian Baroque period. Her art and life continue to inspire novels, films, documentaries, musical and theatrical productions. **‘with me Your Lordship will not lose and you will find the spirit of Caesar in the soul of a woman’** (Letter from Artemisia Gentileschi to Don Antonio Ruffo, 13 November 1649) Artemisia will present a highly selective survey of the artist’s career, bringing together around thirty of her works from both public institutions and private collections around the world-the majority of the loans in the exhibition have never been seen in the UK before. The earliest work in the exhibition will be her first signed and dated work, Susanna hand the Elders (1610, Kunstsammlungen Graf von Schönborn, Pommersfelden) painted when she was just 17. Artemisia returned to this subject throughout her career, approaching its story afresh with each retelling, and her last-known painting, of the same subject, dating from 42 years later, will also be included in the exhibition(Susanna hand the Elders, 1652, Polo Museale dell’Emilia Romagna, Collezioni della Pinacoteca Nazionale, Bologna). Visitors will be invited to get to know Artemisia more fully ‘in the round’ –appreciating her wit, passion and resilience, as well as her vulnerability-through a number of her recently discovered personal letters, especially conserved for the show. The exhibition is arranged broadly chronologically, starting with Artemisia’s training in Rome, where she learnt to paint under the guidance of her father Orazio, whose Judith and her Maid servant (about 1608, The National Museum of Art, Architecture and Design, Oslo) will be on display beside Artemisia’s earliest paintings. In addition to her Susannah, the first room will also include her Cleopatra (about 1611-12, Etro Collection) and Danaë (about 1612, Saint Louis Art Museum, Museum Purchase). Many of Artemisia’s paintings have been read in the past as autobiographical and there is no doubt that her personal identity is closely intertwined with her artistic production. This is especially true of the paintings she produced in Florence (1612/13-20), where she repeatedly used her own image; perhaps as a vehicle for self-promotion. The room dedicated to her Florentine period (Becoming Artemisia in Florence) opens with a trio of works for which she is the model, and which all date from the mid-1610s -Self Portrait as a Female Martyr (Private collection USA), Self Portrait as a Lute Player (Wadsworth Atheneum Museum of Art, Hartford, CT. Charles H. Schwartz Endowment Fund) and Self Portrait as Saint Catherine of Alexandria (The National Gallery, London). Nearby will also be displayed her Saint Catherine of Alexandria (Gallerie degli Uffizi, Florence) which, as recent scientific analysis in Florence and London has shown, is closely related to the National Gallery’s own self portrait. This room will also include one of the undoubted highlights of the exhibition, bringing side by side for the first time in the UK the two versions of Artemisia’s most famous and iconic composition of Judith beheading Holofernes (one about 1612-13 Museo e Real Bosco di Capodimonte, Naples and the other about 1613-14, Gallerie degli Uffizi, Florence). In this depiction of female determination over brute strength, Artemisia spares us none of the gore. Blood streams down the white bedsheets as the Assyrian general Holofernes writhes under the weight of Judith's maid servant. Blood spatters Judith's clothes as she grasps the sword with one hand and pulls his hair with the other, a look of determination on her face. The visceral violence of these paintings has frequently been interpreted as Artemisia taking revenge in paint, translating onto canvas her own experience of physical attack. Judith and her Maid servant with the Head of Holofernes (about 1623-25, Detroit Institute of Arts, Gift of Mr. Leslie H. Green), a Caravaggesque masterpiece which shows a moment later in the narrative, just as Judith prepares to make her escape from the enemy camp with Holofernes’s head, can be seen in a nearby room of the exhibition. **‘...a woman’s name raises doubts until her work is seen...’** (Letter from Artemisia Gentileschi to Don Antonio Ruffo, 30 January 1649) Artemisia had enormous gifts as a storyteller and she brought an unprecedented, female, perspective to traditional subjects, many of which are drawn from the Bible or ancient history. Her paintings treat well-known themes often featuring female heroines –Judith, Susannah, Cleopatra, Lucretia – and Artemisia was able to get under the skin of her protagonists with astonishing sensitivity and truthfulness. Her ability to paint female figures of strength, passion and vulnerability remain a feature of her work throughout her career. Highlights of ‘female heroes’ in Artemisia include Lucretia(about 1620-25, Etro Collection), Cleopatra(about 1633-35, Private Collection), Clio, Muse of History(1632, Property of the Fondazione Pisa, exhibited at Palazzo Blu, Pisa), David and Bathsheba(Columbus Museum of Art, Ohio: Museum Purchase, Schumacher Fund), Jael and Sisera (dated 1620, Szépművészeti Museum / Museum of Fine Arts, Budapest) Susannah and the Elders (1622, The Burghley House Collection, UK),and the recently discovered Mary Magdalene in Ecstasy (about 1620-25, Private European collection), on display in the UK for the first time. A room called The Hand of the Famed Artemisia considers the artist through the eyes of others – a 1625 ‘portrait’ drawing of her hand by the French artist Pierre Dumonstier II, The Right Hand of Artemisia Gentileschi Holding a Brush (The British Museum), a bronze medal Portrait of Artemisia Gentileschi (unknown artist, about 1625, The Stephen K. and Janie Woo Scher Collection, New York) and a Portrait of Artemisia Gentileschi with painter’s palette in hand by her friend, the French painter Simon Vouet (about 1623-6, Property of the Fondazione Pisa, exhibited at Palazzo Blu, Pisa). Here we also get to see Artemisia’s own handwriting – and ‘hear’ her voice-through a series of passionate letters to her Florentine lover Francesco Maria Maringhi, written between 1618 and 1620. These were only discovered in 2011and have never been seen outside of Italy (Archivio Storico Frescobaldi, Florence). Two rooms of the exhibition will be dedicated to Artemisia’s time in Naples, the city in which she settled for the last 25 years of her life and where she established a thriving studio with her daughter Prudenza, also a painter. Here, Artemisia’s first altarpieces will be on show – Annunciation (1630, Museo e Real Bosco di Capodimonte, Naples) and Saint Januarius in the Amphitheatre at Pozzuoli (about 1635-7,Cathedral Basilica San Procolo, Diocese of Pozzuoli, Naples) – as well as works made in collaboration with other leading Neapolitan artists. The exhibition will end with Artemisia’s brief trip to London, where she was reunited with her father just months before his death. It was here, at the court of Charles I of England, that she painted Self Portrait as the Allegory of Painting (La Pittura) (about 1638-9, The Royal Collection / HM Queen Elizabeth II), which has long been regarded as the pinnacle of her achievements. Although not a literal self portrait, it embodies the artist’s vision of painting as a physical and purposeful act and the inspired woman at her easel is unquestionably intended to refer to Artemisia herself. **‘I shall not bother you any longer with this womanly chatter, for the works will speak for themselves’** (Letter from Artemisia Gentileschi to Don Antonio Ruffo, 1649-51) The exhibition is curated by Letizia Treves, the National Gallery James and Sarah Sassoon Curator of Later Italian, Spanish, and French 17th-century Paintings. She says: ”Artemisia is an inspirational figure of resilience and unbowed creativity in the face of exceptionally challenging odds. I hope that this exhibition will bring Artemisia’s artistic achievements to the fore, so that visitors can fully appreciate what a talented painter and extraordinary woman she really was.” Dr Gabriele Finaldi, Director of the National Gallery, says: “The first exhibition devoted to Artemisia Gentileschi in Britain, a country she visited and worked in at the end of the 1630s, celebrates her astounding artistic achievements with a superb selection of her paintings. She was a remarkable and immensely admired artist in her lifetime and she is an inspirational figure in our own time.” Michele Coppola, Executive Director Art, Culture, and Historical Heritage, Intesa Sanpaolo says: “The acclaim of Intesa Sanpaolo’s Progetto Cultura programme, its extraordinary exhibitions, and the reputation of its Gallerie d’Italia venues have ensured our Bank’s standing as a world class partner not only commercially but also in the field of art and culture. One concrete example of this is the collaboration that has developed in recent years with one of the most prestigious museums in the world today, the National Gallery in London. This is an important alliance which today celebrates one of the leading female talents of seventeenth-century Italy. This venture is further testament to Intesa Sanpaolo’s commitment to Italy’s artistic heritage, seeking inspirational ways to promote this invaluable asset both at home and abroad.“

curator

Letizia Treves 
National Gallery, London

NATIONAL GALLERY | Trafalgar Square
WC2N 5DN London

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posted 24. Nov 2020

Romy Rüegger - The Moving Body - The Listening Body - Moving through wires of wind

02. Oct 202029. Nov 2020
opening: 01. Oct 2020 07:00 pm
Romy Rüegger The Moving Body The Listening Body Moving through wires of wind 2.10. – 29.11.2020 Eröffnung: Donnerstag, 1. Oktober 2020, 19 Uhr Wir freuen uns, im Herbst die Künstlerin Romy Rüegger mit einer ersten umfassenden Ausstellung in Deutschland zu zeigen. Rüegger arbeitet als Künstlerin und Autorin. Ihre Formate reichen von Performances über Audio-Installationen hin zu choreografierten Räumen – oftmals in kollaborativen Stukturen. Sie verbindet Archivarbeiten, Recherchen und zeitgeschichtliche Zusammenhänge mit dem Format der Performance, das auf Displays weiterentwickelt wird – die Ausstellung wird von der Performance her gedacht und als Körperraum oder Körperzeit gedeutet. Romy Rüegger verfasst zudem experimentelle Audio-Arbeiten, inszeniert Gespräche, Notationen und Texte, die bereits mehrfach aufgeführt, gelesen, publiziert und ausgestrahlt wurden. Einige davon sind in der kürzlich von ihr veröffentlichten Publikation Language as Skin – Scripts for Performances erschienen. Mit assoziativen, zwischen poetischen und dokumentarischen Zugängen wechselnden Material-Text-Konstellationen eröffnet Rüegger radikale Sichtweisen auf unsere (feministische) Gegenwart und fordert ein kontinuierliches Re-reading von Konventionen, festgeschriebenem Wissen in Dokumenten sowie Leerstellen tradierter Geschichtsschreibung. Dieses Re-reading versteht sie als „Arbeit im Jetzt“, als eine temporäre räumliche Setzung, die nicht abgeschlossen sein kann. Im Badischen Kunstverein zeigt Romy Rüegger aktuelle Arbeiten, die sie für die Ausstellung weiterentwickelt. Ihre kritische Untersuchung von Heimarbeit und Reproduktionsarbeit, industrialisierter Fabrikarbeit, Arbeitsmigration sowie von kolonialen Produktions- und Handelsverhältnissen verbindet die verschiedenen Projekte miteinander. A Fabric in Turkey Red ist eine fortlaufende, recherchebasierte Performance mit installativen Elementen und thematisiert beispielsweise die geschlechtsspezifischen und kolonialen Ausprägungen der industrialisierten Textilproduktion im 19. Jahrhundert. Damit verquickt sind Fragen des globalen Handels, sogenannte „Stumme Kolonialismen“, Arbeitsrechte von Frauen* und Kindern, frühe Arbeiter*innenstreiks, aber auch der Webstuhl als erste Rechenmaschine und die Bedingungen und Architekturen digitaler Heimarbeit in ehemaligen Textilfabriken. Kuratiert von Anja Casser

artist

Romy Rüegger 

curator

Anja Casser 
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posted 23. Nov 2020

ADRIAN GHENIE

15. Oct 202028. Nov 2020
ADRIAN GHENIE 15 October - 28 November, 2020 Tim Van Laere Gallery presents the fifth solo exhibition of Adrian Ghenie, featuring nine new paintings and three new charcoal drawings. Adrian Ghenie was born in 1977 in the Romanian city of Baia Mare. He graduated from the Art and Design University of Cluj-Napoca and now lives and works in both Berlin and Cluj. In 2015 he was selected to represent Romania at the 56th Venice Biennale. His work is in important public collections worldwide, including: The Hermitage, St Petersburg; Museum of Contemporary Art (M HKA), Antwerp; S.M.A.K., Ghent; Tate Modern, London; Centre Pompidou, Paris; Metropolitan Museum, New York; The Hammer Museum, Los Angeles; Long Museum, Shanghai; SFMOMA, San Francisco; and the Museum of Contemporary Art, Los Angeles. Adrian Ghenie’s work is characterized by a remarkable wealth of pictorial fragments with a flowing and hallucinatory spatial arrangement that results in a collage-like gathering of distinct pictorial motifs, a hedonistic sensuality and an innovative, radical and eclectic interpretation of the most diverse subjects. Ghenie’s extensive knowledge of our history in all its various facets reveals itself in the different motifs: ranging from obscure historical stories via mystical narratives about profane figures to the mythologizing of his own figure. For example, his work Medusa, 2020 combines aspects from the history of Nazi Germany with Greek mythology, while the artist interweaves his own figure with an art-historical reference in Self-Portrait with Picassoesque Background, 2020 and reinterprets the work of Henri Rousseau in Untitled (After Henri Rousseau), 2020. By exploring different historical and artistic narratives and at the same time undermining them in his work, Ghenie brings feelings of vulnerability, frustration or longing to the fore and challenges our collective memory to reflect also on the human aspect behind these stories. ​ Adrian Ghenie combines different aspects of historical painting techniques. For instance, he demonstrates an expert mastery of baroque chiaroscuro, but also of the expressive use of paint that is a feature of abstract expressionism. He combines these technical skills with a profound interest in the activation of symbolic meanings behind specific images. A conceptual component that was important for the Dada movement as well as for the Flemish primitives and Flemish baroque masters. Ghenie’s interest in Flemish art history has left several traces in his work, which contains various references to Pieter Bruegel the Elder, Jan Van Eyck, Peter Paul Rubens, Paul De Vos and Frans Snyders. He has also drawn inspiration from the hunting scenes of Flemish baroque painters for Park Scene, 2020 and The Hunter 3, 2020. Ghenie has a profound affinity with Antwerp, which he calls ‘the battleground of painting’.

artist

Adrian Ghenie 
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posted 22. Nov 2020

Vivian Greven. Apple

21. Nov 202014. Feb 2021
opening: 20. Nov 2020
Am 20.11.2020 eröffnet das Kunstpalais digital die Ausstellung: Vivian Greven. Apple 21. November bis 14. Februar 2021 Kuratorin: Helga Krutzler Sinnliche Oberflächen, erotische Kompositionen, makellose Schönheit, doch immer wieder durch eine überraschende Irritation verzerrt – die neuesten Gemälde von Vivian Greven (*1985 in Bonn) verführen die Betrachter*innen mit einer eigentümlichen Spannung, die sich zwischen Polen wie Perfektion und Unheimlichkeit, Tradition und Avantgarde aufbaut. Grevens Figuren sind in Bildern zum Leben erweckte Skulpturen, deren glatte Haut an Marmor und Porzellan erinnert. Mal aufreizend glänzend, mal geheimnisvoll matt – ihre figurative Malerei spiegelt das Verlangen nach einer perfekten Ästhetik und gefühlvollen Körperlichkeit in einer digitalen Zeit wider. Apfel und Pfeil – die inhaltlichen Ausgangspunkte für ihre neue Serie Apple sind zwei der ältesten und weit verbreitetsten Motive der Kulturgeschichte. Grevens virtuos verstörende Kompositionen wecken ineinanderfließende Assoziationen von der biblischen Frucht als Symbol der Lust und des Wissens bis hin zum Logo von „Apple“, vom Märtyrertod des Heiligen Sebastian bis hin zu digital animierten Computerspielen. In der Ausstellung „Apple“ spielt Vivian Greven nicht nur in ihren Gemälden mit den verschiedenen Momenten komplexer Licht- und Schatteneffekte, sondern überträgt diese mittels zusätzlicher Farbsetzungen auch auf die Wände der Ausstellungsräume. Die kabinettartige Ausstellungsarchitektur greift die barocke Geschichte des Palais Stutterheim mit engen Türbögen und raumgreifenden Pastellfarben auf.  Als Betrachter*in wird man unwillkürlich in den Bann der sinnlichen Figuren gezogen und zum verbotenen Anfassen verführt! Zu der ersten institutionellen Ausstellung der Künstlerin erscheint ein reich bebilderter Katalog mit einem Vorwort von Amely Deiss, Essays von Helga Krutzler und Timotheus Vermeulen und einer neuen Kurzgeschichte von Jackie Thomae, die sich von den Werken der Künstlerin inspirieren ließ. Begleitend zu den zwanzig Gemälden, die alle zum ersten Mal publiziert werden, schrieb Vivian Greven anlässlich des Katalogs zwei neue Gedichte. Der Katalog ist ab sofort online bestellbar. Gebundene Ausgabe: 128 Seiten, 24 x 29 cm, englisch/deutsch, zahlreiche farbige Abbildungen und Detailaufnahmen  

artist

Vivian Greven 

curator

Helga Krutzler 
Kunstpalais Erlangen

Palais Stutterheim | Marktplatz 1
91054 Erlangen

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posted 21. Nov 2020

Adriano Amaral

17. Oct 202021. Nov 2020
Galerie Fons Welters - front space Adriano Amaral 17 Oct – 21 Nov 2020 “With an intuitive approach towards materials, combining industrial and discarded personal objects, Amaral creates site-sensitive installations that model the exhibition space as an encompassing experience. In his response to existing architectural qualities, Amaral both subverts and transforms them. Although discussions about the relationship between the human and the artificial have intensified in the last couple of years, this relationship is nothing new. Humans are, and always have been, reshaped by the objects and technologies they create. In his work, Amaral accentuates this relationship by combining found materials, trying to find “the most natural way to extend objects synthetically.” By doing so, he investigates and tests the social and environmental implications of materials and their interactions, suggesting a flow of energy and movement between them.” - fkawdw Q&A Piero Bisello & Adriano Amaral 1. You mention "To allow myself to lose control and keep things open is really important. Of course it can result in a lot of waste and failures, but it’s also exciting." I would like to ask you what is waste for you? Where does the artwork begin and where does waste end? One could say it is about giving precise form, but there are many objects with loose form in your work. Interesting question, I think the line between work and waste is thin, at least in my practice. Perhaps it would be more appropriate for me to say if something is activated or not, since it feels that these aspects are constantly shifting into one another and everything has the potential to have a new purpose. I often use discarded materials and fragmented objects as a starting point for a work. Sometimes things click, it feels right and they become activated after several procedures. But often this doesn’t happen and those things stays in a dormant state... I like to bring some of those moments to the show, since it complements and enrich the total experience in my opinion. But there are also some ephemeral gestures in the installation, often with raw materials and fragments from the studio that blurs this line a bit more and bring some porosity into this idea of a precise form for a work. 2. You say "The material list is like the DNA of each work. It reveals a little bit of my process and interests." I am interested to hear about the stories with which you give sense to the choice of materials. Are they stories about the aesthetics qualities? Are there specific narratives building the list, or is it a matter of opportunity and economy of means (you work with what you get)? It’s a little bit of all that. My process is intuitive in a sense that I don’t have a fixed plan. The work is constantly changing and is built along the process. However, I do have preferences based on the context and aesthetics of certain materials. But the choices are never only visual or conceptual; it’s not a binary thing, it has to feel right in every way; it’s hard to articulate this sensation in words, it simply works or not…Most often synthetic and organic matters merge and this fusion can start a narrative even if it’s a very loose and open one. I think my personal experiences and my surroundings have a huge influence on my work and I’m constantly collecting things that are around and catch my eyes for a certain reason, like an old pair of shoes or a rotten branch at the beach. 3. There is a quote in the press release of your exhibition at Witte de With: The combination of found materials is used to find "the most natural way to extend objects synthetically." I am interested in this idea of extending objects. Could you elaborate? It seems the extension is not merely physical, but also philosophical, lifting the barrier between organic and artificial, between design and evolution. How does an extended object look like in writing? I think this process started as a physical impulse of putting things together; to force this encounter of matters that don’t belong and see how they react to each other until they become a new body… Many times I try to do that in a seamless way, respecting the shape and qualities of a certain object as if it had grown naturally over time. I believe I was referring to that in the quote you mention. Indeed this practice it is for me a way to reflect and transpose my personal and existential questions into a physical thing. But at the same time I’m not trying to send a specific message or want to restrict my work to a certain subject. It’s more like a necessity; a way to release and hopefully what comes out can be strong enough for the viewer to relate with their own experiences. 4. Lastly, I would like to ask you about your so-called violon d'Ingres, i.e., an artistic hobby you might cultivate beside your major activity as an artist. (for reference, here is the explanation of the expression: https://wordhistories.net/2018/01/05/violon-dingres-origin/) I think I try to insert all my hobbies in the work itself. Maybe it was an unconscious strategy to keep myself motivated and keep things going along those years… but I tend to naturally navigate between several medias and techniques. I do like cinema, fashion, architecture, design, sports, dance and I’m constantly looking and getting inspired from all that stuff but I never had the discipline to focus in one thing for a long period besides my own work. So I guess it’s more casual for me, the hobbies are like a sporadic leisure that is continuously nourishing my practice…
Fons Welters, Amsterdam °

Bloemstraat 140
NE-1016 LJ Amsterdam

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posted 20. Nov 2020

Michaela Eichwald

14. Nov 202016. May 2021
Michaela Eichwald November 14, 2020–May 16, 2021 The bloody root of art strangled by nausea shaking my fist against me. What remains of “songless” — “a serious bird.” Because I feel sick. Samesick with you. (Heiner Müller (Friedrich Hölderlin) / Ulf Stolterfoht / Kai Althoff) Berlin-based artist and writer Michaela Eichwald (Germany, b. 1967) maintains a restless and fearless belief in the possibility of painting. Bringing together pieces made over the last 15 years, this first US museum exhibition reveals the wide variety of references in her work, drawing on references to theology, philosophy, and art history, while also reflecting on her own life: her surroundings, thinking, reading, and friends. Following studies in philosophy, history, art history, and German philology in Cologne, Eichwald emerged as an artist, with her first exhibition held at Galerie Daniel Buchholz in 1997. The context of Cologne—at the time, an undisputed center of European contemporary art—proved formative for Eichwald, a place where she maintained a lively exchange of ideas with many intellectuals and fellow artists, including Kai Althoff, Jutta Koether, Michael Krebber, Josef Strau, and Charline von Heyl, among others. In 2006, Eichwald began episodically blogging on uhutrust.com, providing a logbook with insight into her practice, everyday musings, and contemplations of current affairs. Bridging abstraction and figuration, Eichwald’s densely layered paintings—often made on unconventional surfaces such as printed canvas or imitation leather—bear an alchemical combination of acrylic, oil, tempera, spray paint, mordant, graphite, varnish, and lacquer. Whether in large- or small-scale formats, her works combine smooth paint strokes and quick smudges, at times revealing figurative forms and snippets of text. Discussing her preference for pleather, the artist notes, “artificial leather has something repulsive, inelegant, something that cannot be easily classified in art history. And it doesn't suck.” This sense of refusing to fall within conventions underscores Eichwald’s practice. While her works are part of a lineage of abstraction, they resist any direct connection to a particular movement or period, instead churning through a history of painterly styles and combining them in surprising ways. To create her sculptures, Eichwald pours resin into bags, rubber gloves, and plastic bottles, in which she collects—like objects captured in amber—uncommon and dissonant materials, such as chicken bones, erasers, jewelry, mushrooms, fishing tackle, needles, candy, small drawings, and hard-boiled eggs. At once repulsive and alluring, grotesque and seductive, these pieces bring to mind associations ranging from trophies and time capsules to the human digestive system. Interspersed throughout the exhibition is a newly commissioned long-form poem by her friend, writer Ulf Stolterfoht, created especially in response to the selection of works on view. Curator: Pavel Pyś, curator, Visual Arts Michaela Eichwald is made possible by generous support from Martha Gabbert, the David and Leni Moore Family Foundation, Monica and David Nassif, and Brian Pietsch and Christopher Hermann. Support for the exhibition’s preview and opening program is provided by Heather Flow; Galerie Isabella Bortolozzi, Berlin; Maureen Paley; and Reena Spaulings Fine Art. * **Related Event** Virtual Exhibition Talk: Laura Hoptman on Michaela Eichwald Saturday, November 14, 7pm (CST) To celebrate the opening of this exhibition, curator and writer Laura Hoptman will offer a virtual lecture that surveys the artist’s practice. Looking across Eichwald’s paintings, drawings, and sculptures, Hoptman will discuss key motifs and subject matter recurring throughout the artist’s work. The lecture will be screening online for free on YouTube Premiere beginning at 7pm (CST) November 14 and remain on the Walker’s website throughout the duration of the exhibition. Exhibition curator Pavel Pyś will be present in the YouTube Premiere chat November 14, 7–8pm to answer questions live. Laura Hoptman is executive director of The Drawing Center in New York, a position she has held since 2018. Before that Hoptman was a curator in the Department of Painting and Sculpture at the Museum of Modern Art New York, where she began her career in the 1990s as a curator with a specialty in drawing. Among the dozens of exhibitions that Hoptman has curated are Drawing Now: Eight Propositions (2002), a landmark exhibition of contemporary figurative drawing at MoMA, as well as The Forever Now: Contemporary Painting in an Atemporal World (2014), a major survey of recent painting, which featured works by Michaela Eichwald. Hoptman has also curated several retrospectives by artists including Yayoi Kusama, Isa Genzken, Henry Taylor, Bruce Conner, and Elizabeth Peyton, and she organized the 54th Carnegie International at the Carnegie Museum in Pittsburgh.

curator

Pavel Pys 
Walker Art Center, Minneapolis

WAC | 725 Vineland Place
MN-55403 Minneapolis

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posted 19. Nov 2020

Ulrich Erben. Neue Bilder

08. Oct 202021. Nov 2020
Ulrich Erben. Neue Bilder Oct 8th — Nov 21st, 2020 Opening Thursday, Oct 8th, 2020, 6—9 pm Born in Düsseldorf in 1940, Ulrich Erben is one of the great postwar painters in Germany. Having grown up on the Lower Rhine and in Rome, the vastness of the landscape became the starting point for his art. Yet Erben does not paint from nature; his paintings are in the tradition of concrete art, geometric abstraction, and color field painting. After studying art in Italy and Germany, Erben returned to the Rhineland at the age of twenty-six and moved into a studio away from the art scene in Goch, near Düsseldorf. One year later he traveled to the USA for the first time, where his interest in landscapes and minimalism gathered momentum. In 1968 he created his first Weißen Bilder (White Paintings), which he presented at the groundbreaking gallery m bochum in 1971 and documenta 6 in 1977. Unlike Robert Ryman’s saturated white surfaces, Erben’s works have edges. They look like pastose slabs, bathed in glistening sunlight: an impression that was soon continued by his light objects—halogen projections in space—and which is still inherent in his painting today. Whether cool and clean, as if they have never been touched by a human hand, or with bold colors and a gestureless style, Erben’s paintings are always flooded with light, like windows opened wide. Time and again he creates a dialogue between the edge and the center of the image, stripes and larger surfaces, the vertical and the horizontal, and between formal and color relationships. The results are tranquil floating energy fields that glow from within, and which are more than just analytical statements on abstraction. Light-footed and well-tempered, they pulsate and whisper in a playful way. It is this meditative and poetic power of his images that distinguishes Erben from his contemporaries. Although reduction and optical processes are the themes of Erben’s era, it is the quiet compositions of Giorgio Morandi and Edward Hopper that loom in his mind’s eye—not necessarily what his contemporaries are concerned with. But Erben, who now also lives in Düsseldorf, is not a denizen of the art scene. Instead of immersing himself in the intense, rebellious environment of the art academy, he has preferred to work alone on his color landscapes from the very beginning. The way in which narratives, memories and thoughts are inscribed in these, often linked to places he has traveled to, may seem formally anonymous and considered, but Erben transcends color so that it acquires something spiritual. Its tone is bright and gentle, cheerful and lively. This is why Erben is one of the most important representatives of concrete art. In the new works that comprise his first exhibition at Sies + Höke, the paradoxical combination of emotion and calculation is particularly evident. Here, the image becomes a floating dialogue field of colors and forms—what Josef Albers described as “independence and interdependence”: monochrome and multicolor, framing and endlessness, precision and mystery all become one. Erben’s art emanates something that is likely due to his connection to Italy: beauty and harmony. As non-representational and clearly composed as his images may be, in the end it is always the landscape that shines through his windows. Erben’s paintings are compositions of nature and light—and thus nothing less than the essence of painting itself.

artist

Ulrich Erben 
Sies + Höke, Düsseldorf

Poststr. 2 / Poststr. 3
40213 Dusseldorf

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posted 18. Nov 2020

Thu Van Tran - H as Homme

11. Sep 202021. Nov 2020
opening: 11. Sep 2020 03:00 pm
Thu Van Tran H as Homme 11 Sep – 21 Nov, 2020 Opening day Fr, 11 Sep, 2020 / 15 - 21 Uhr Die Arbeiten von Thu Van Tran konstruieren einen offenen Raum, in dem sich die Geschichte in der Natur manifestiert und zeigt so, dass jede gesellschaftliche Handlung Spuren in der Geschichte und Narben in der Natur hinterlässt. Ein Baum ist ein stummer Zeuge, der das Geschehene miterlebt und nie wieder vergisst. Die Natur spürt, sieht und archiviert. Die Arbeiten von Thu Van Tran visualisieren die Erinnerungen der Natur: auf dem Boden liegende Bäume, die wie begraben wirken, mit Kautschuk überzogene Leinwände, Papierarbeiten mit symbolträchtiger Farbabfolge. Die Symbolik der Materialien spielt bei der Künstlerin eine wichtige Rolle. Es ist ihre Sprache, die die kulturellen und historischen Ereignisse festhält. Geboren in Vietnam und aufgewachsen in Paris stellt Thu Van Tran in ihren Arbeiten das sublime Geschehen des 20. Jahrhunderts in einer poetischen und narrativen Installation dar.

artist

Thu Van Tran 
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posted 17. Nov 2020

Iman Issa___Proxies, with a Life of Their Own

08. Nov 202007. Feb 2021
Iman Issa___Proxies, with a Life of Their Own Laufzeit: 8. November 2020 – 7. Februar 2021 Pressetermin: Fr, 6. November 2020, 10 Uhr Eröffnung: Sa, 7. November 2020 Iman Issa fragt nach der Relevanz von Formen und iteriert Vergangenes in virulente Gegenwart. Historische Artefakte, die Ideengeschichte und kulturelle Praktiken, wie beispielsweise museale Konventionen des Zeigens und Bewahrens, werden in ihren Installationen, Filmen, Publikationen und Soundarbeiten aufgegriffen, variiert und neu interpretiert. Für ihre erste umfassende Einzelausstellung in Österreich schafft sie zahlreiche neue Arbeiten, die im Kontext ihrer Werkserien präsentiert werden. Kuratiert von Nina Tabassomi

artist

Iman Issa 

curator

Nina Tabassomi 
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posted 16. Nov 2020

Christina Quarles

06. Oct 202028. Nov 2020
Christina Quarles 06.10.2020 - 28.11.2020 Pilar Corrias is pleased to present Christina Quarles, an exhibition of new works by the artist opening in the gallery in October 2020. Quarles’ practice is constantly developing, her work becoming ever more intricate and layered. The polymorphous figures in this latest body of work, for example, are more contorted, elastic and attenuated than ever before. Quarles’ figures eschew fixed categories of gender and race, and are conspicuously ambiguous in this regard. Bodies melt into one another and are turned inside out, resisting straightforward legibility and, in turn, precluding the possibility of fixed definition. Traces of the same body-parts, shown from different angles, frequently appear more than once, as if to imply a sequence of movements, as well as the possibility of different, though concurrent, modes of existence and states of being: a fluid and dynamic multiplicity of potential selves and identities. Motifs of transparent light and spectral gradients suspend the figures in a reality that is simultaneously physical and digital. Pools of water, grass, flowers, trees, and rain anchor the tangle of fragmented bodies, hinting at the harsh reality of the world which we have created for ourselves. Christina Quarles (b. 1985 Chicago, USA) currently lives and works in Los Angeles, CA. She received an MFA from the Yale School of Art in 2016, and holds a BA from Hampshire College. Quarles was a 2016 participant at the Skowhegan School for Painting and Sculpture. She was the inaugural recipient of the 2019 Pérez Art Museum Miami Prize and in 2017 she received the Rema Hort Mann Foundation Emerging Artist Grant. Upcoming solo exhibitions include South London Gallery (2021); MCA Chicago (2021); and X Museum, Shanghai (2021). Recent exhibitions include: Radical Figures, Whitechapel Gallery, London (2020); Christina Quarles, Pond Society, Shanghai (2019); In Likeness, Hepworth Wakefield (2019); Kiss My Genders, Hayward Gallery, London (2019); Paint, also known as Blood, Museum of Modern Art, Warsaw (2019); The Foundation of the Museum: MOCA’s Collection, Museum of Contemporary Art, Los Angeles (2019-20); Stonewall 50, Contemporary Arts Museum, Houston (2019); But I Woke Jus’ Tha Same, Regen Projects, Los Angeles (2019); Always Brightest Before Tha Dusk, Pilar Corrias, London (2018); Christina Quarles / MATRIX 271, UC Berkeley Art Museum and Pacific Film Archive, Berkeley (2018); Made in L.A., Hammer Museum, Los Angeles (2018); Trigger: Gender as a Tool and as a Weapon, New Museum, New York (2017-18); and Fictions, The Studio Museum, New York (2017) among others. Pilar Corrias, London is open Monday-Friday, 11am - 6pm and Saturday by pre-booked appointment only.
Pilar Corrias, London

54 Eastcastle Street
W1W 8EF London

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posted 15. Nov 2020

Wagnis der Oeffentlichkeit

01. Nov 202006. Dec 2020
opening: 31. Oct 2020 02:00 pm
Halle fuer Kunst laedt herzlich ein zu Wagnis der Oeffentlichkeit Mit Arbeiten von Juliette Blightman, Barbara Bloom, Sofia Duchovny, Jana Euler, Bernadette Van-Huy und Annette Wehrmann 1. November 2020 – 6. Dezember 2020 Eroeffnung: Samstag, 31. Oktober 2020, 14 – 20 Uhr Ort: Halle fuer Kunst Lueneburg, Reichenbachstrasse 2, 21335 Lueneburg Aufgrund der aktuellen Lage ist der Einlass nur mit einer Mund-Nasen-Bedeckung möglich. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Bitte stellen Sie sich gegebenenfalls auf Wartezeiten beim Einlass ein, da nur eine dem Hygienekonzept der Halle für Kunst entsprechende Anzahl an Besucher*innen diese gleichzeitig betreten kann. Die Gruppenausstellung »Wagnis der Oeffentlichkeit« stellt die gedankliche Fortfuehrung der Ausstellung »Vom Handeln« dar, die 2018 in der Halle fuer Kunst gezeigt wurde. Anliegen war damals, vor dem Hintergrund einer in zeitgenoessischen kuenstlerischen Praktiken zu beobachtenden »Neuen Innerlichkeit« bzw. »Neuen Subjektivitaet« das Motiv des »Handelns« in den Fokus zu ruecken. »Handeln« jedoch nicht verstanden als »Praxis«, sondern im Sinne von Hannah Arendts Ueberlegungen zur »Vita activa oder Vom taetigen Leben«, welches sich in einem Weltbezug, das heißt in einem Interesse fuer bzw. einem Sorgen um die Welt ereignet. Bedingung eines jeden politischen Handels ist es, so Arendt, die eigene Person im Tun zu exponieren, das heißt sich oeffentlich zu setzen. Denn nur wer »sein Leben und seine Person mit in das Wagnis der Oeffentlichkeit nimmt, kann sie erreichen«. Dieses Wagnis, von dem Hannah Arendt spricht und das als Ueberlegung und Begrifflichkeit auf ihren Lehrer Karl Jaspers zurueckzufuehren ist, gilt aber nicht nur fuer politisches Handeln, sondern fuer jegliche Form des oeffentlich Werdens und damit auch fuer kuenstlerische Praxis. Ist doch das Machen, vor allem aber das Zeigen von Kunst, mit einem Einsatz des Persoenlichen im Oeffentlichen verbunden und stellt damit ein Wagnis dar. Ist eben nicht nur Streben, das, was man geschaffen hat, auch sichtbar zu machen, sondern geht mit einer Preisgabe und Verletzlichkeit einher. Diese Ueberlegungen bilden nun wiederum den Ausgangspunkt der aktuellen Ausstellung. Denn der Aspekt, dass es das Persoenliche zu wagen gilt, moechte man den anderen erreichen, ist angesichts des sich aktuell in der zeitgenoessischen Kunst abzeichnenden Revivals subjektiver und »authentischer« Motive hochinteressant und stellt, wenn man so will, den reflexiven Beitrag dar, den die Ausstellung leisten moechte. Markiert doch das Exponieren der eigenen Person in der kuenstlerischen Arbeit zugleich auch jenen schmalen Grad, mit dem stets die Gefahr einer rein subjektiven, im verheerendsten Falle identitaer-regressiven Nabelschau einhergeht. Auf der anderen Seite laesst sich im Zuge einer »Neuen Authentizitaet« aber auch ein Gros an kuenstlerischen Arbeiten ausmachen, die das Subjektive quasi als Stil vor sich hertragen und damit, wenn auch auf ganz andere Weise, ebenfalls den Einsatz des Persoenlichen – hier als entleerte Geste – in Verruch gebracht haben. Sich nun aber folglich ganz vom Persoenlichen zu verabschieden scheint wiederum auch zu kurz gegriffen. Es ist also eine aeußerst komplexe Sache. Die damit verbundene Spannung, das komplizierte Verhaeltnis, welches moeglicherweise gar einen Wiederspruch in sich darstellt, sowie die Frage, wie vor diesem Hintergrund ein persoenliches Involviertsein aussehen koennte, sind es, die mit der Ausstellung in den Blick genommen werden. Nicht zuletzt ist aber auch jener Faden von Interesse, der sich von dort aus weiterspinnen ließe. Denn wenn das persoenliche Verwobensein die Voraussetzung des den anderen Erreichens ist, ist damit eben auch eine jener Bedingungen benannt, die die Grundlage von Gemeinschaft bildet. Veranstaltungen »Kinder fuehren Kinder« & »Kinderclub« mit Vilma Braun Samstag, 14. November 2020, 11 – 13 Uhr Fuer Kinder von 6 bis 12 Jahren Eintritt frei Anmeldung unter: vermittlung@halle-fuer-kunst Kuratorinfuehrung Donnerstag, 26. November 2020, 19 Uhr Eintritt frei Anmeldung unter: vermittlung@halle-fuer-kunst
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