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Bunny Rogers. Self Portrait as clone of Jeanne D’Arc

25.10.2020 bis 28.02.2021

Anlässlich der Schenkung durch private Förder*innen als großen Dank an den Ende Oktober 2020 aus seinem Amt scheidenden Direktor der Nationalgalerie Udo Kittelmann präsentiert der Hamburger Bahnhof die Installation „Self Portrait as clone of Jeanne D’Arc“ von Bunny Rogers in einer Sonderpräsentation. Das zentrale Werk der US-amerikanischen Künstlerin reflektiert anhand persönlicher wie popkultureller Referenzen die Vielschichtigkeit jugendlicher Weiblichkeit, damit verbundene Angst, Intensität und Narzissmus.

In ihren Arbeiten spielt Bunny Rogers (b. 1990 in Houston, Texas) mit Identitätsvorstellungen und thematisiert Empfindsamkeit und Verletzlichkeit, Freundschaft und Aussenseitertum. Dabei inspirieren sie oft Charaktere aus Fernsehserien, Videospielen und dem Internet. In ihrem fünfzehnteiligen, großformatigen Zyklus „Self Portrait as clone of Jeanne D’Arc“ (2019) adaptiert Rogers die Figur Joan of Arc aus der Zeichentrickserie „Clone High“, in der eine Schule von Klonen historischer Persönlichkeiten bevölkert wird. Als Joan of Arcs Alter Ego zeigt sich die Künstlerin auf diesen Bildern in unterschiedlichen Situationen mit Bezügen aus dem persönlichen Alltag sowie aus der Populärkultur und verwandelt den Ausstellungsraum in eine intime Stimmungsbühne.

Bunny Rogers wurde im Hamburger Bahnhof zuletzt in der Ausstellung „moving is in every direction. Environments – Installationen – Narrative Räume“ (2017) gezeigt und ist mit dem dort gezeigten Werk „Mandy’s Piano Solo in Columbine Cafeteria“ (2016) bereits in der Sammlung der Nationalgalerie vertreten.