press release

Ausstellungseröffnung: 29. April 2016, 19 Uhr
Es spricht Matthias Flügge
Ausstellungsdauer: 30. April – 16. Juli 2016

Ein Ausstellungsprojekt von Eugen Blume, Matthias Flügge, Frizzi Krella und Mark Lammert

Die siebente Ausstellung zum Dekalog setzt sich in Form eines weiteren Ausstellungsessays mit dem siebten Gebot auseinander:
Du sollst nicht stehlen.
Vordergründig spricht es von der widerrechtlichen Aneignung fremden Eigentums. Aber das ist nur die oberflächliche Lesart. „Du sollst nicht stehlen“ ist neben dem Verbot des Tötens wohl das aktuellste der Gebote in der heutigen Zeit, deren Reichtum Weniger und deren Krise aller Anderen gleichermaßen Folgen des Vergehens gegen das Gebot sind. Wir erleben gerade die Resultate: Datenklau, Urheberrechtsvergehen, Raubbau an den Ökosystemen, Insidergeschäfte an der Börse, das internationale Mafiasystem u.a. sind letztlich institutionalisierte und hypertrophierte Formen des ordinären Taschendiebstahls. Man kann das Stehlen als Agens und Movens des gegenwärtigen postdemokratischen Finanzkapitalismus verstehen.
Die siebte Dekalog-Ausstellung: ein Assoziationsraum über Besitz und Verlust. Gezeigt werden unter anderem Arbeiten von Shay Aloni, Erik Balling, Francis Ford Coppola, Honoré Daumier, Étienne-Jules Marey, Lucien Freud, Muammar al-Gaddafi, Matthias Hoch, Rembrandt, Ai Weiwei, Ammar Younis.

Ein Projekt der Guardini Stiftung und der Stiftung St. Matthäus anlässlich des Reformationsjubiläums 2017
Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages