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Siegfried Anzinger, der zu den international anerkanntesten österreichischen Malern und Grafikern zählt und der bereits höchste Auszeichnungen erhalten hat, ist mit Oberösterreich und im speziellen mit dem LENTOS in vielfältiger Weise seit langem verbunden. Schon im Jahr 1986 präsentierte Peter Baum in der Neue Galerie der Stadt Linz eine allererste Retrospektive, die im Anschluss im Kunstmuseum Bonn gezeigt wurde.

Die Schau im LENTOS, die einen Überblick über das bisherige Schaffen des Künstlers gibt, zeigt etwa achtzig Werke seit den frühen 1980er Jahren mit Schwerpunkt auf jüngeren Bildern, die bislang noch nicht zu sehen waren. Wichtige frühe Werke und Themenserien werden ebenso präsentiert und exemplarisch dem aktuellen, jüngsten Schaffen, das in der Werkschau vorrangig vertreten ist, gegenübergestellt.

Der 1953 in Weyer in Oberösterreich geborene Künstler, studierte von 1971 bis 1977 an der Akademie der bildenden Künste in Wien bei Prof. Maximilian Melcher und lebt seit 1982 in Köln. Die ersten wichtigen Ausstellungen waren 1982 die documenta VII in Kassel und im selben Jahr die Schau Zeitgeist in Berlin. 1988 vertrat Anzinger Österreich bei der Biennale in Venedig. Sein Werk wurde von der Kunsthalle Basel und im Städtischen Kunstmuseum Bonn ausgestellt. Im Jahr 2000 veranstaltete die Kunsthalle Bielefeld eine große Retrospektive. Mehrmals wurde Anzingers Oeuvre im Museum moderner Kunst in Wien, zuletzt 1998 bzw. 2002/2003 gemeinsam mit Marie Luise Lebschik in der Sammlung Essl präsentiert. Im Jahr 2008 gestaltete Anzinger die Fenster in der Pfarrkirche seines Heimatorts Weyer. 1997 wurde Anzinger an die Kunstakademie Düsseldorf berufen, wo er als Professor die Klasse für Malerei leitet.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit Texten von Stella Rollig, Elisabeth Nowak-Thaller u.a.

Siegfried Anzinger
Kuratorin: Elisabeth Nowak-Thaller