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International Foundation Manifesta, Amsterdam

MANIFESTA 13 MARSEILLE 2020
07.06.2020 - 01.11.2020

Manifesta gibt künstlerisches Team für die 13. Ausgabe in Marseille (2020) bekannt

Bereits im August 2018 gab Manifesta 13 bekannt, dass der niederländische Architekt und Urbanist Winy Maas und sein Rotterdamer Büro MVRDV die Research-Studien im Vorfeld der Biennale in Marseille leiten werden. Nun wurde von Hedwig Fijen, der Direktorin der Manifesta, auch das künstlerisch-kuratorische Team für die Biennale 2020 in Marseille zusammengestellt.

Manifesta 13 (7. Juni – 1. November 2020) wird denselben innovativen Anspruch, wie er in Palermo erstmalig eingeführt wurde, auch in Marseille vertreten. Eine tiefgreifende urbane Studie ging hier der Benennung der vier interdisziplinär arbeitenden Creative Mediators voraus, die dann wiederum eng zusammenarbeiteten, um die Biennale wirklich in das soziale, kulturelle und politische Gewebe der Stadt Palermos einzubinden.

Dieses Modell soll nun fortgesetzt werden in Marseille – mit der Intention, die Stadt zu erschließen und einen konkreten nachhaltigen Effekt zu hinterlassen, so wie es in Palermo erfolgreich erreicht wurde. Dies ist das erste Mal, dass es eine Ausgabe der Biennale in Frankreich gibt. Die exakte Spiegelung der aktuellen geo-politischen Veränderungen, denen sich sowohl ganz Europa wie auch Frankreich selbst gegenübersehen muss, und die spezifische Rolle Marseilles als Stadt vieler Widersprüche machen die südfranzösische Metropole zu dem perfekten Ort, um die nomadisierende europäische Biennale 2020 auszurichten.

Dem künstlerischen Team für die 13. Ausgabe gehören an:

_die Marokkanerin Alya Sebti, Direktorin der Berliner ifa Galerie, vor kurzem war sie zudem Gastkuratorin der 13. Dak’Art. Biennial of Contemporary African Art (2018) wie auch künstlerische Direktorin der 5. Marrakesh Biennale

_die spanische Architektin Marina Otero Verzier, Direktorin für Forschung und Entwicklung am Het Nieuwe Instituut im niederländischen Rotterdam

_die in Moskau lebende russische Kuratorin Katerina Chuchalina, Chef-Kuratorin der V-A-C Foundation in Moskau und Venedig

_der deutsche Kurator Stefan Kalmár, Direktor des ICA in London, zuvor war er Direktor des Artists Space New York City wie auch des Kunstvereins München, er selbst hat 12 Jahre in Marseille gelebt

Das soeben bekannt gegebene künstlerische Team spiegelt den trans-disziplinären und inter-kulturellen Anspruch der Biennale wider, es setzt das erfolgreiche Modell einer Zusammenarbeit mit einem Team aus Architekten, Urbanisten, Kuratoren und künstlerischen Produzenten fort – ein Team, das das Wissen um die mediterrane Region als ganzes abdeckt, wie auch mit dem Arbeiten im spezifischen geografischen wie soziopolitischen Kontext von Marseille vertraut ist.

Die Manifesta Direktorin Hedwig Fijen zu der Entscheidung: "Als Fortsetzung der thematischen Ausrichtung und des in Palermo erfolgreich praktizierten Modells haben wir nach einer anderen südlich-mediterranen, historisch wichtigen und für die Idee Europas relevanten Stadt gesucht, die uns erlaubt, uns für die im 21. Jahrhundert so dringlichen globalen wie lokalen Themen zu engagieren. Die Second City von Frankreich scheint immer als „Outsider-Stadt“ positioniert gewesen zu sein – charakterisiert von vielen Widersprüchen, angefangen damit, dass sich viele Bürger zunächst als Marseiller und dann erst als Franzosen verstehen. Doch genau deshalb bietet Marseille mit dem starken Multi-Kulturalismus einer bedeutenden Hafenstadt und all ihrer Komplexität und ihren Konflikten eine perfekte Plattform, um zu erproben, wie Marseille, ja wie Frankreich und Europa den wichtigsten Konflikten unserer heutigen Zeit begegnet. Das soeben bekannt gegebene künstlerische Team hat unser vollstes Vertrauen, um eine kritische Auseinandersetzung gegenüber dem aktuellen Zustand in Europa – und zugleich eine künstlerische Vision zu entwickeln, wie wir auf globale Themen schauen können – durch den Blick, den wir auf Marseille richten."