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Der amerikanische Künstler Matt Mullican untersucht die Beziehungen zwischen der sichtbaren Welt und der Vorstellung , die wir uns von ihr machen. Seine Arbeiten erklären die Wahrnehmung als Interpretation der sichtbaren Wirklichkeit. Mullican ist bemüht, die Welt zu ordnen und zu strukturieren; hierbei stützt er sich auf die Prinzipien von Inventar und Enzyklopädie. Sein universales Interesse gilt drei Feldern: der Information, der Vorstellung und der Architektur als Mittel, der äußeren Welt eine Struktur zu geben. Matt Mullican geht es um die Idee, dass alles eine Bedeutung hat. Bezogen auf jedes einzelne Werk bedeutet dies, dass er einen Gegenstand oder seine Darstellung gleichzeitig als Teil eines Universums und als ein Universum für sich sieht.

Eine wesentliche Bedeutung für Mullicans Arbeit besitzen Performances unter Hypnose, um Vorstellungen zu gewinnen, die ihm in Wirklichkeit verschlossen sind; z.B. die Annahme eines anderen Lebensalters oder Geschlechts. In ihnen versucht er, die Identität einer 'anderen Person' zu ergründen. Das Ausstellungskonzept für den DC:Saal ist in starkem Maße darauf bezogen. Das Projekt ist als ein Work-in-progress angelegt. Mullican wird eine Architektur entwerfen, die den großen Raum mit einer Art Labyrinth füllt, dessen fragile Wände aus leinenen Bettlaken bestehen. Darauf werden Papiere mit Zeichnungen, Bildern, Fotografien etc. geklebt, die von seinem 'Alter Ego' stammen und durch die wir über es lernen können.

Lecture in three parts Am Dienstag, 15. März wird der amerikanische Künstler Matt Mullican einen Vortrag im Museum Ludwig halten. Kurz vor der Eröffnung seiner Ausstellung am Freitag, 18. März spricht er über sein Werk. In drei Teilen, einmal mit Hilfe einer Tafel, dann mit Dias und schließlich mit einer Videoprojektion wird er sein künstlerisches Schaffen Werk der letzten dreißig Jahre vorstellen.

Außerdem wird er sein neuestes Werk, das er für den DC: Saal im Museum Ludwig entwickelt hat, präsentieren. In seinem Vortrag wird er seine Zusammenarbeit mit einem Hypnotiseur erläutern und wie sein Alter Ego das künstlerische Schaffen unter der Hypnose übernimmt. Außerdem wird er den Zusammenhang dieses Teils seiner Arbeit mit seinem übrigen Werk thematisieren.

Matt Mullican hat für den DC: Saal eine Architektur entworfen, die den großen Raum mit einer Art Labyrinth füllt, dessen fragile Wände aus leinenen Bettlaken bestehen. Darauf werden Papiere mit Zeichnungen, Bildern, Fotografien etc. geklebt, die von seinem 'Alter Ego' stammen und durch die wir über es lernen können.

Mullican untersucht die Beziehungen zwischen Wirklichkeit und Vorstellung der sichtbaren Welt. Seine Arbeiten erklären die Wahrnehmung als Interpretation der sichtbaren Wirklichkeit. Mullican ist bemüht, die Welt zu ordnen und zu strukturieren; hierbei stützt er sich auf die Prinzipien von Inventar und Enzyklopädie. Sein universales Interesse gilt drei Feldern: der Information, der Vorstellung und der Architektur als Mittel, der äußeren Welt eine Struktur zu geben. Matt Mullican geht es um die Idee, dass alles eine Bedeutung hat. Bezogen auf jedes einzelne Werk bedeutet dies, dass er einen Gegenstand oder seine Darstellung gleichzeitig als Teil eines Universums und als ein Universum für sich sieht.

Matt Mullican - Learning from that person’s work
DC-Saal
Kurator: Ulrich Wilmes