Museum Junge Kunst, Frankfurt/Oder

GALERIE JUNGE KUNST | Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Straße 11
15230 Frankfurt an der Oder

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artists & participants

Pierre AlechinskyHorst AntesKarel Appel ArmanElvira BachErnst BarlachGeorg BaselitzMax BeckmannHans BellmerJoseph BeuysMax BillGeorges BraqueArik BrauerBernard BuffetAlexander CalderMassimo CampigliMarc ChagallSandro ChiaEduardo Chillida Christo & Jeanne-ClaudeAntoni ClavéJames CoignardLovis CorinthGuillaume CorneilleSalvador DalíNiki de Saint PhallePaul DelvauxOtto DixJean DubuffetMax ErnstLyonel FeiningerConrad FelixmüllerRainer FettingLucio FontanaGünter FruhtrunkErnst FuchsRupprecht GeigerAlberto GiacomettiGünter GrassHAP GrieshaberGeorge GroszHans HartungRudolf HausnerErich HeckelDavid HockneyKarl HoferAlfred HrdlickaKarl HubbuchFriedensreich HundertwasserJörg ImmendorffRobert IndianaHorst JanssenAllen JonesDonald JuddWassily KandinskyPaul KleeMax KlingerWerner KnauppOskar KokoschkaJiri KolarKäthe KollwitzAlfred KubinAndre LanskoyRoy LichtensteinMax LiebermannRichard LindnerMarkus LüpertzHeinz MackFranz MarcMarino MariniAndré MassonHenri MatisseJoan MiróHenry MooreOtto MuellerEdvard MunchErnst Wilhelm NayEmil NoldeClaes OldenburgEmil OrlikA. R. PenckPablo PicassoSerge PoliakoffMel RamosRobert RauschenbergAuguste RenoirGerhard RichterJames RosenquistKarl Schmidt-RottluffHA SchultBernard SchultzeEmil SchumacherGustave SingierK.R.H. SonderborgFrank StellaAntoni TàpiesJean TinguelyCy TwomblyGünther UeckerTomi UngererVictor VasarelyJacques VillonMaurice de VlaminckWolf VostellAndy WarholFritz WinterFritz WotrubaPaul WunderlichOssip Zadkine 

curator

press release only in german

Was kann sich ein Sammler mehr wünschen als wesentliche Arbeiten von den wichtigsten Vertretern der Moderne zu seinem Besitz zu zählen. Diesen Glücksfall nutzend, stellt das Museum Junge Kunst 170 Exponate vor allem grafische Blätter aber auch Bilder von 111 Künstlern vor. Ob Europäer oder Amerikaner, Arbeiten von diesen Autoren sind in den Museen der Metropolen in aller Welt vertreten. Dass ein Privatsammler und Kunstkenner die Auswahl traf, macht diese Präsentation ebenso spannend, wie die Tatsache, dass die Arbeiten auf Papier durch ihre Lichtempfindlichkeit nur temporär gezeigt werden können. Hinzu kommt, dass hier auch Blätter und Bilder vorgestellt werden, die nicht zu den Bekanntesten der prominenten Autoren zählen und so für den Betrachter so manche Überraschung bereithalten.

Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: die Begriffsdefinitionen der Moderne sind eben so vielgestaltig wie die „Ismen“ jener Zeit. Dennoch steht bei aller Unterschiedlichkeit der Sichten fest, dass es sich bei der Moderne um eine zeitlich historische Kategorie handelt, die die gesamte künstlerische Entwicklung seit dem Impressionismus, d.h. seit dem ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts umfasst und sich zum Teil bis in deren 80er Jahre erstreckt . Am Gezeigten wird erkennbar, dass sich die Kunst noch nie so kurzfristig und generell veränderte wie in ihr. Doch trotz der Unterschiedlichkeit z.B. von kubistischer und futuristischer Kunst, Werken des Expressionismus, Dadaismus und Konstruktivismus und zum Teil auch dem Surrealismus sowie der nonfigurativen Kunst lässt sich als Gemeinsamkeit konstatieren, dass nicht die fotografische Ähnlichkeit angestrebt wurde, sondern die subjektive Wahrnehmung. Das Neue und noch nicht so Gesehene wurde demzufolge zum künstlerischen Wertkriterium. Eine Orientierung am Vergangenem schloss sich so aus und ein Selbstbegründungsanspruch ein. Das wiederum zog nach sich, dass sich diese Kunst nicht für ideologische Zwecke gebrauchen ließ und deshalb der Verfolgung durch den Nationalsozialismus ausgesetzt war. Einigen europäischen Künstlern der Moderne gelang die Emigration in die USA. Dass sie bzw. ihre Kunst nach 1945 nach Europa und auch nach Deutschland zurückkehrten und ihre Arbeiten einer breiten Öffentlichkeit gezeigt werden können, gehört zu den Glücksmomenten, in denen sich ein Kreis unserer unberechenbaren Geschichte schließt.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog

Text / Kuratorin: Prof. Dr. Brigitte Rieger-Jähner

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RÜCKSCHAU IN DIE MODERNE
Grafik und Malerei im 20. Jahrhundert
aus der Sammlung Richard H. Mayer, Bamberg

Künstler: Pierre Alechinsky, Horst Antes, Karel Appel, Arman , Elvira Bach, Ernst Barlach, Georg Baselitz, Max Beckmann, Hans Bellmer, Joseph Beuys, Max Bill, Georges Braque, Arik Brauer, Bernard Buffet, Alexander Calder, Massimo Campigli, Marc Chagall, Sandro Chia, Eduardo Chillida, Christo & Jeanne-Claude, Antoni Clavé, James Coignard, Lovis Corinth, Guillaume Corneille, Salvador Dalí, Paul Delvaux, Otto Dix, Jean Dubuffet, Max Ernst, Lyonel Feininger, Conrad Felixmüller, Rainer Fetting, Lucio Fontana, Günter Fruhtrunk, Ernst Fuchs, Rupprecht Geiger, Henri Goetz, Günter Grass, HAP Grieshaber, George Grosz, Alberto Giacometti, Hans Hartung, Rudolf Hausner, Erich Heckel, David Hockney, Karl Hofer, Alfred Hrdlicka, Karl Hubbuch, Friedensreich Hundertwasser, Robert Indiana, Jörg Immendorff, Horst Janssen, Allen Jones, Donald Judd, Paul Klee, Max Klinger, Werner Knaupp, Oskar Kokoschka, Jirí Kolár, Alfred Kubin, Wassily Kandinsky, Käthe Kollwitz, Andre Lanskoy, Roy Lichtenstein, Max Liebermann, Richard Lindner, Markus Lüpertz, Heinz Mack, Franz Marc, Marino Marini, André Masson, Henri Matisse, Joan Miró, Henry Moore, Otto Mueller, Edvard Munch, Ernst Wilhelm Nay, Emil Nolde, Emil Orlik, Claes Oldenburg, A. R. Penck, Pablo Picasso, Serge Poliakoff, Mel Ramos, Robert Rauschenberg, Auguste Renoir, Gerhard Richter, James Rosenquist, Niki de Saint Phalle, Karl Schmidt-Rottluff, HA Schult, Bernard Schultze, Emil Schumacher, Gustave Singier, K.R.H. Sonderborg, Frank Stella, Antoni Tàpies, Jean Tinguely, Cy Twombly, Günther Uecker, Tomi Ungerer, Victor Vasarely, Jacques Villon, Maurice de Vlaminck, Wolf Vostell, Andy Warhol, Fritz Winter, Fritz Wotruba, Paul Wunderlich, Ossip Zadkine

Kuratorin: Brigitte Rieger-Jähner

Ort: Rathaushalle / Festsaal